Posts by Fuhrmann

    Eiffellander


    ja mit dem glauben das ist so eine Sache, ich glaube auch nur an Gott, alles andere will ich erst sehen !


    Auch das Heu pressen via Bodenantrieb:



    Es gibt aber auch Pressen bei denen der Antrieb direkt über das Rad der Presse realisiert ist !

    Bei uns hier werden Flüssigdünger und Pflanzenschutzmittel mit dem gleichen Gerät ausgebracht.
    Da Amische eher mit Mist als mit gekauftem Dünger düngen, vermute ich dass es ein Pflanzenschutzmittel ist.


    Die Fotografen werden auch nicht immer Landwirte sein und die Bildunterschriften werden dann eher mal Vermutungen sein.


    Noch mal ein Nachtrag zu dem Six-abreast vor dem Jauchefass, es muss nicht zwingend auf einer Amischfarm aufgenommen sein. Im Moment wächst wohl der Markt nichtamischer Pferdefarmen stärker als die Amischfarmen.

    Gisela,


    diese Pauschalierungen sind immer schwer....es kommt auf die Umstände an, wo stehen die Pferde in welchem Zustand und wo das Jauchefass und welche Vorrichtungen habe ich zum Anbinden und wo sind die Geschirre.


    So wie ich Amischfarmen kennen gelernt habe würde ich den Six-abreast in einer halben Stunde anspannen.


    Und der "Düngemittelausbringer"


    [Blocked Image: http://www.dangerouscreation.com/wp-content/uploads/2012/02/Amish2.png]


    ist eine Sämaschine !

    Irgendwie entsteht hier gerade ein etwas verqueres Bild der Landwirtschaft der Amischen, bzw. der Landwirtschaft mit Pferden. Besser müsste man noch sagen mit Zugtieren, denn in Belize werden wohl überwiegen Rindergespanne eingesetzt.


    Es ist nicht so dass alle landwirtschaftlichen Geräte mit Vorderwagen mit Aufbaumotoren betrieben werden.


    Viele Geräte laufen noch über Bodenantrieb und werden auch weiterhin neu produziert.


    Einen Überblick kann man sich auf auf den Seiten der Horse Progress Days verschaffen. Siehe http://www.horseprogressdays.com


    Einige Beispiele:


    Pequea baut Mistreuer und Heuwender mit Bodenatrieb.


    I&J (Amischmanufaktur) baut viele Geräte mit Bodenantrieb. Gerade sind 2 Geräte neu auf den Markt gekommen, die Mähmaschine mit Bodenantrieb und der „Heavy Duty“ Vorderwagen mit Bodentrieb. Letzterer ist sogar in der Lage eine Hochdruck-Heupresse mit Bodenantrieb zu betreiben. http://www.farmingwithhorses.com


    [Blocked Image: http://www.farmingwithhorses.com/sites/default/files/imagecache/800wide/Picture%20036.jpg]



    Dann sei die Firma White Horse Machine aus Gap in PY genannt. Diese Amischmanufaktur baut Pflüge und
    Vorderwagen. Ihre Besonderheit ist die die Speicherung von Zugkraft mittels Hydraulik um die Zugkraft bei stehendem Gespann abzurufen. Eine Technik die bis auf Ausnahmen in Europa nicht zu Anwendung kommt.


    Dann sei die größte Amischfirma genannt, www.pioneerfarmequipment.com! Viele Geräte , vor allem für die Bodenbearbeitung sind bodengetrieben. Wie man aus dem umfangreichen Katalog ersehen kann.


    Zu den Motorvorderwagen sei zu sagen, dass man Landwirtschaft nicht aus ein paar einzelnen Bilder verstehen kann. Man muss ganze Produktketten verstehen vom Pflügen über Eggen und Säen, Pflegen Ernten und Lagern und letztendlich Düngen.


    Die Ernte bedeutet die höchste Arbeitsspitze im bäuerlichen Jahreskreis. Warum soll ich dann in dieser Zeit nicht einen Motor nutzen um die Spitze abdecken zu können? Das ist in der Regel wirtschaftlicher als wenn ich evtl. über das Jahr 4 weitere Zugtiere füttern müsste nur um die Spitze abzudecken. Dabei sei zu bedenken, dass der Treibstoff in den USA viel günstiger ist als in Europa.


    Selbst wenn man Förderbänder oder Gebläse mit einem Motor betreibt (Druckluft, Diesel) kann man im Falle einer nicht zu Verfügung stehenden fossilen Kraftquelle leicht durch eine pferdebetriebene Tretmühle ersetzen….
    Siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=F2vr7h0TUcA




    Dazu fällt mit gerade da Zitat von Kraybill ein: Die
    Amischen sind so weit zurück, dass sie uns schon wieder voraus sind.


    Zu dem Jauchefass sei noch zu sagen, dass dieses eine bodengetriebene Pumpe hat und etwa 5000 Liter fasst. Und dass sich zwei solcher Gespanne auf der Straße begegnen kommt eher selten vor weil die Amischfarmen arrondiert sind und die Gespanne quasi direkt vom Hof auf den Acker fahren.



    In diesem Sinne !

    Also ich sehe da keine Gemeinsamkeiten zwischen den Amischen und dem Gottfried, wenn man den Selbstversorgeranteil mal rausläßt. Aber es gibt so sehr viele Menschen in Deutschland die sich zumindest teilweise selbst versrogen.


    Aber Felix´Ansicht, dass viele Amisch Fans sich nach einem einfachen Leben sehnen gebe ich auch recht, und das kann man problemlos in Deutschland tun. Es ist natürlich nicht einfach weil man dann wieder als Aussenseiter gesehen wird. Um das dann wieder durchzuziehen bedarf es natürlich einer gewissen mentalen Stärke.


    Ich kann da aus eigener Erfahrung berichten: als ich angefangen habe die ersten Arbeiten mit den Pferden zu erledigen hat man mich hier ausgelacht. Nunja selbst meine Familie hatte damit Probleme.
    Und ich muss sagen gerade die Pferdearbeit ist es die mich am meisten an den Amischen begeistert und eben noch einige Werte die gelebt werden.
    Umso interessanter ist es, dass gerade nachdem ich das erste Gerät aus Amischproduktion im Einsatz hatte das ausgelacht werden dem Respekt gewichen ist.


    Darum halte ich es so, gucken was mir von den Amischen sehr gut gefällt und leben so gut wie es geht.

    Hallo Keturah,


    ich kenne beides, war schon bei dem Amischen und war schon in 7Linden !
    Es gibt zwar Ähnlichkeiten aber mindestens auch gleichviele Unterschiede.


    Was war den der Tenor des Artikel über die Amische, das würde mich mal interessieren.


    Ökodörfer und Lebensgemeinschaften gibt es ja mittlerweile einige in Deutschland, uns ich finde sie intressant und man darf gespannt auf deren weitere Entwicklung sein.


    Grüße

    ...vielleicht einfach mal etwas untypisches Englisches machen, auf den Nebenstraßen spazieren gehen, dort wo die Amischfarmen sind. Wenn man den Foto im Hotel läßt und man einfach mal die Bauern auf deutsch anspricht, dann kann es zu netten kontakten kommen.


    Mein erster Konkakt zu einem Amisch war in dem er mich Ansprach " Na du schwetzt ach besser Deitsch als Englisch " !

    Aber wie man den Zwängen des Konsumismus entkommt, wenn man nicht amisch aufgewachsen ist, das bleibt offen. Muss wohl offen bleiben. -

    Ich sehe es nicht so dass es offen bleiben muss. Wenn man in einer kleinbäuerlichen Struktur aufgewachsen ist, dann hat man gelernt auf Konsum zu verzichten und sich selbst zu ernähren von dem was der Hof hergibt.


    Wer natürlich in einer stadtähnlichen Struktur ( und die gibt es auch auf dem Land) aufgewachsen ist, der wird sich schon intensiver damit befassen müssen und mutig sein sich umzustellen.


    Viel neues gab es nicht für mich in dem Film. Aber er hat noch mal das eine oder andere verfestigt. Auch dass Kraybill mit im Boot war zeigt schon das Niveau des Filmes.


    Dass die beiden Eltern lange überlegen mussten auf die Frage wenn sie einen Wunsch frei hätten, interpretiere ich so, dass sie relativ wunschlos sind. Wunschlos = Zufrieden !


    Allerdings bin ich nicht sicher ob die Aussage, dass Amische nicht fliegen dürfen, auf alle Gruppen zutrifft. Für die Old Order Amisch sicherlich. Auch die Nutzung der Druckluft und des Akkuschraubers zeigt dass es sich nicht um die extremen hardlinern gehandelt hast.


    Auf jeden Fall hast sich das gucken gelohnt.


    Quote

    Und ich denke in den Amish Manufaturen wie Pioneer oder I&J Manufacturing werden die Pflüge und Cultivatoren auch nicht mehr von Hand geschmiedet.

    Nun bei Pioneer war ich noch nicht, aber bei I & J und bei White Horse und bei Millcreek und bei Pequea, wobei die letzten beiden nicht mehr Amisch sind.


    Bei I & J und bei White Horse wird eben mit Druckluft gebort und gesägt und geschraubt. Und es funzt. Es ist ja nicht so, dass sie Strom nicht nutzen, sie sind nur nicht am öffentl. Stromnetz. Und die Buggylampen werden auch irgendwo geladen und die Melkmaschine muss auch einen Antrieb haben ebenso die Kühlung.

    Nun "Simplify your Life". das gibt es schon. nicht nur das gleichnamige Buch wurde schon gut angenommen (ich kenne es nicht) aber ich kenne so einige Leute die ihr leben wirklich vereinfachen und Ballast abwerfen.


    Wenn man sich neu orientiert und diesen Weg dann geht, dann ist es normal dass man sich erst einmal isoliert (fühlt). Geht man aber konsequent weiter werden sich neue Menschen finden die den gleichen Weg gehen und dann ist man nicht mehr allein. Und es stärkt auch das Durchhaltevermögen wenn man mindest mal zu zweit ist.


    Ich denke wir können viel von den Amisch lernen, wir sollen sie ja nicht kopieren, aber jeder dann das wertvolle für sich übernehmen. Und es geht.


    Eine größere Anzahl an Menschen könnte schon Amischlike leben.....aber die Dsikussionen wie im Detail wären lang.

    Ich habe den Film gestern abend gesehen, auch bewußt um mal zu schauen was da mit den Amischen "gezeigt" wird.


    Mein Fazit:


    Der Autor des Drehbuches hat wohl die derzeitige Popularität der Amischen ausgenutzt um dem Film etwas besonderes geben zu wollen.


    Die Idee, ein Gutsbesitzer gibt seinen Hof an Amische zurück und aus den USA kehrt eine Gemeinde nach Bayern auf ihren damals "enteigneten" Hof zurück.


    Viele Amisch-Klischee´s werden bedient, mehr - die aus nicht amischer Sicht - gestellten Nachteile werden thematisiert.
    Eine Szene erinnert sehr an Withness, bei denen der Amisch auch die ander Wange hinhält.


    Dann das von außen verbessern wollen der Amisch, in dem ein Amischer in Meidung Schriften Ammans gefunden haben soll !


    Naja der Film hat mit Sicherheit nicht zum Verständnis der Amischen beigetragen. Eher hat er wieder mal Halbwarheiten verbreitet, die von vielen "Fernsehguckern" als bare Münze verstanden wird.


    Schade drumm !


    Aber der Gedanke, das Amische zurück kommen, einen kleinen Weiler in ihrer Art mit Pferden bewirtschaften war schon sehr schön.
    Interessant, auch einen pferdegezogener Miststreuer habe ich gesichtet, ein klein wenig haben sie schon mit guten Requisiten gearbeitet.


    Aber das macht den schlechten Beigeschmack nicht wett.

    Hallo Gisela,


    Die Frage hast du dir ja schon selbst beantwortet, wenn Gott immer die Kraft für das Amt geben würde, dann wäre die Suizidrate bei den Amischen Bischöfen nicht erhöht.


    Ich will auch garnicht urteilen über Käßmann. Nur die Frage die sich mir stellt, sind Fachleute immer die bessere Wahl, die besseren Entscheider, die besseren Führungskräfte ..oder ist auch die Meinung der "Laien und Amateure" wichtig in der Meinungsbildung die beste Entscheidung zu treffen ?

    ... nuu war es das wohl. Schade, ist eigentlich eine sympathische Frau und nun das Mit 1,5 Promille am Steuer und das auch noch in der Fastenzeit.....


    Ein Gedanke kommt mir auf, sie ist ja nun mal eine Fachfrau eine Profi, hat sicherlich ihr Thema studiert. Ein Amisch Bischof oder Prediger ist so gesehen nur ein Laie oder auch ein Amateur.


    Ein Zitat fällt mir dazu noch ein, von wem weiss ich nicht: Die Titanic galt als unsinkbar und wurde von Fachleuten gebaut......Noah war kein Schiffsbauer wenn ich mich an seine Arche recht erinnere !

    Die Frage ist auch, wann ist denn überhaupt der Begriff Amisch / Amish enstanden ? Ich vermute dass man diesen Begriff in Europa garnicht nutzte, dass er vielleicht erst in Amerika aufkam.


    Und wie Gisela schon mit den Mennoniten angeführt hat, die Amischen sind ja nicht wie ein Blitz aus dem Vakuum entstanden.