Posts by Vinmore

    Liebe Hannah, liebe Gisela,


    ihr habt mich mit euren Gedanken und Vorschägen sehr inspiriert und mir sehr geholfen, eine Hauptfrage zu formulieren.

    Mir ist bei der Lektüre der Bücher aufgefallen, dass die (Old Order) Amish einen einerseits sehr bewussten, manchmal auch einfach auch aus der Tradition heraus übernommenen und akzeptierten VERZICHT (technisch, ökonomisch, gesellschaftlich, politisch...) ausüben, der in alle Lebensbereiche greift.

    Ich will der Frage nachgehen, ob dieser Verzicht mehr gibt, als er nimmt, bzw. was er gibt und gar nicht nehmen kann, weil es nie da war. Zu verzichten fällt heute doch so schwer. Wer das kann, muss feste Wurzeln haben... ich finde das total spannend und würde das direkt als Medizin für Gestresste empfehlen... ;)

    (insofern habe ich das Wort "Stress" in den Büchern noch nicht finden können, was ich als gutes Zeichen nehme und auch erwähnen werde)

    ... es gelingt mir noch nicht, eine wirklich spannende und fokussierende Frage zu formulieren, mit der ich mich intensiver beschäftigen könnte. Die gesamte Lebensweise der Amishe ist so verschieden von meiner Erlebniswelt mit 40 Stunden verkopftem Unterrricht und sitzen, sitzen, sitzen..., wiederum aber nicht komplett fremd für mich, da meine Vorfahren mütterlicherseits seit vielen Generationen Landwirtschaft betrieben und es mich jedes Wochenende wieder ins Dorf zieht. Heute gibt es dort keinen einzigen echten Bauern mehr, aber die Menschen sind noch immer sehr bodenständig, pflegen ihre Gärten, bauen Gemüse an, halten die Häuser und Grundstücke in Schwung und schlagen das Holz für den Winter selbst. Ich komme dort immer wieder zur Ruhe und mag dieses einfache Leben sehr. Meine Oma kocht und backt und kümmert sich um die Enkelschar, alle sind hilfsbereit und spontan, wenn irgendwo eine Hand gebraucht wird. Zusammen arbeiten, zusammmen essen und auch feiern. Ich bin froh, dass ich seine so eine Großfamilie habe. Nur der Glaube spielt gar keine Rolle (mehr)...

    Die Amishe hingegen beziehen doch genau daraus ihre Kraft und stellen das wohl der Gemeinschaft in den Vordergrund. Wo hier immer von der individuellen Entfaltung der Persönlichkeit die Rede ist. Was dabei herauskommt, sieht man ja. Letzte Woche stand in der Zeitung, dass jeder vierte Jugendliche zwischen 19 und 25 psychische Probleme hat und ärztlichen Rat sucht. Leistungsdruck, Angstzustände, Panik ... auch mir graut vor dem Abi.

    Was könnte ich also untersuchen... , das ist jetzt leider nicht nur eine rhetorische Frage;)

    Liebe realnanuk,


    vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Ich habe auch immer wieder gelesen, dass es im Geschäftsleben durchaus üblich ist, die zur Verfügung stehende Technik zu nutzen und diese nur sehr konsequent im engeren häuslichen Bereich vermeidet.

    Da du mit Müttern in Kontakt stehst: akzeptieren das deren Kinder bereitwillig und gelassen oder kennst du Eltern, deren Kinder ab einem bestimmten Alter gerade in diesem Punkt rebellieren, weil sie vielleicht gerne mit Freunden auf dem elektronischen Weg kommunizieren möchten? Wie streng wird das gehandhabt?

    Ich bin selber nicht bei facebook, staune jetzt aber schon ...

    Hallo Gisela,


    ich schreibe gerade an einer Hausarbeit über die Amish und habe mir verschiedene Bücher aus der Bibliothek besorgt.

    Die Autoren sind Kraybill, Nolt und Meyers. Leider sind die Bücher tatsächlich nicht die neuesten, und mich würde interessieren, ob es in den letzten fünf Jahren gerade in Bezug auf die Nutzung von technischen Geräten Veränderungen gab. Kannst du mir dazu etwas sagen oder wer könnte mir da weiterhelfen?