Posts by Jakobwol

    Halo Tobi_93,


    bitte entschudlige, da habe ich Dich wohl komplett falsch verstanden.
    Keinesfalls wollte ich Dir "auf den Schlips" treten.
    Doch rein von den Worten Deiner Frage ergab sich für mich diese Antwort.


    Zwischen einem Klosteraufenthalt und dem Kurraum liegen aber auch Welten... wobei wir wieder...


    Also bitte entschuldige, Du darfst natürlich weiterhin hier fragen und ich verspreche Dir, ich antworte auch nicht mehr, um Dich nicht mehr unbeabsichtigt zu beleidigen oder Dir "auf den Schlips zu treten".


    IN Liebe und Segen


    Jakobwol

    Hallo Tobi_93,


    also zwischen dem Klosterleben und dem Leben der Amish bestehen solche Weltunterschiede, wie zwischen dem Leben auf verschiedenen Planeten.


    Die Amish leben in und mit der Welt (im Wissen, nicht von dieser Welt zu sein!) - die Mönche und Nonnen der diversen Klöster ziehen sich entweder ganz von der Welt zurück oder aber versuchen "Ihr System" in die Welt zu tragen. Inwiefern sie wissen, daß sie nicht von dieser Welt sind (oder sein sollten) lassen wir hier mal dahingestellt.


    Eigentlich müsste man annehmen, mein junger Freund, daß jemand, welcher für einige Zeit ins Kloster will, sich doch etwas damit befasst hat. Und da Du ja auch schon einige Zeit hier im Forum liest, sollte Dir der Unterschied "eigentlich" von alleine klar sein.
    Da dem anscheinend nicht so ist, wäre eine vorherige Einkehr in "Dich selbst" vielleicht nütze, um Deine eigentlichen Ziele ergründen zu können. Finde heraus, was Dein Ziel ist: Willst Du Gott ergründen wie die Mystiker? Ihm ohne wenn und aber dienen wie ein Klosterbruder?
    Hast Du nur noch Liebe und Verlangen IHM zu dienen in Stille und Einkehr? (Bislang nicht, sonst wärst Du nicht hier im Forum).
    Willst Du Deinen Weg mittels Familie und Gemeinde gehen und IHM dienen wie die Amish?


    Finde es zuvor heraus, sonst läufst Du planlos umher und findest nirgends Deinen Ruhepol. Viele Menschen betrachten jahrelang die Amish, studieren sie richtiggehend, knüpfen "Freundschaften" und sind und bleiben doch immer nur Betrachter. Warum? Weil sie den letztendlichen SChritt nicht gehen wollen.
    Ja, es ist immer ein Wollen, nie ein Können.


    Suche zuerst Dein Ziel, mein junger Freund - der Weg (Dein Weg für Dich) öffnet sich dann von alleine.
    Suche die dritte Seite, in allem was Du unternehmen willst! Und schaue sie Dir genau an!
    Die dritte Seite!


    Der Herr segne Dich
    auch von mir
    Jakobwol


    PS: Klosterliteratur: Wenn Du in Köln bist, gehe in die Dombuchhandlung. Dort findest Du genügend Lesestoff über diverse Orden.
    Empfehlung: Buch der Lebenskunst Anselm Grün Herder
    Die Regel des hl. Benedikt
    Im Zeitmaß der Mönche


    bei beiden letzteren weiß ich den Verlag gerade nicht - wirst schon fündig werden.


    Falls Du Amish Literaturempfehlungen brauchst:
    in Englisch: John A. Hostetler Amish Society Verlag Fourth Edition


    ein Klassiker, hier verschaffst Du Dir einen Überblick!


    in Deutsch: Elke Keppler-Bopp Das Leben der Amisch Verlag Francke
    Nancy Sleeth Amish für Anfänger SCM Hänssler
    Dr. Michael Blume Die Amish. Ihre ...... sciebooks
    Rüdiger H.H. Schneider Die Amish. Von ...... Edition octopus

    Relativ neu auf dem Markt ist das Buch "Amish Book of Prayers for Women" von Esther Stoll. Ein Gebet (Andachts-)buch speziell (nicht unbedingt nur) für Frauen.
    Leider nur auf Englisch erhältlich. (Angaben in Klammer enthalten meine Auffassung).
    Das Buch ist unterteilt in z.B. Hearth and Home/Love, Joy and Gratitude/Friendship and Fellowship und weitere Themen. Unsere Frauen fanden es durchaus erbauend, wenn auch viele Gebete altbekannt sind.


    Es ist im Kleinformat (7,8cm x 5,3cm ca) mit abwischbarem Einband und Lesebändchen gebunden. Es kostet über den dt. Buchhandel 10,80 €.
    Leider aber auch Printed in China!


    Hier die ISBN: 978-0-7369-6375-6 für das gebundene Buch. Anscheinend aber auch als e-book erhältlich unter
    ISBN: 978-0-7369-6376-3 für die e-book Version.

    [quote='Jakobwol','http://amisch.de/amisch/index.php?thread/1289-Welche-Verhaltensweisen-habt-ihr-von-den-amischen-übernommen/?postID=9469#post9469']


    Jakobwol, verzichtest du komplett auf Radio, TV und Zeitungen? Also auf TV kann ich sehr gut verzichten, aber in der aktuellen weltweiten Lage kann ich absolut nicht auf Informationsmedien wie Zeitung, Radio oder bestimmte Webseiten verzichten.


    Liebe Marie86,
    ich verzichte tatsächlich komplett auf Radio, was aber (leider) nicht haißen soll, daß ich nicht oftmals unfreiwilliger " Mithörer bin. Doch ich bemühe mich, es sein zu lassen.
    Auf Zeitungen verzichten wir insofern, solange es sich um Tageszeitungen und sonstige politischen Blätter handelt - was nicht bedeutet, daß wir nicht täglich auf für das Land und die Welt beten. Daß es schlimm steht, wissen wir - doch wann steht es nicht schlimm?
    Darum verzichte ich auch weitestgehend auf TV, Kino etc. Ausnahmen bestätigen die Regel, so war ich im Frühjahr im Film "Der Bauer und sein Prinz" (ein Film über den Biohof von Prinz Charles in GB). Im Nachhinein wäre es nicht nötig gewesen. :)


    Ich (also wir) lesen Gartenmagazine, Landwirtschaftszeitungen (auch eine US), Family Life Magazine und ein wenig mehr. Ob ich viel weiß? Ich denke nicht - denn wer viel liest, geht auch irr, habe ich bemerkt.


    Wir nutzen für den Schulunterricht unserer Kinder auch manchmal Film-Dokus - doch wirklich nicht oft. Mehr kommen da Sprach CD ´s zum Einsatz.


    Tatsächlich muß ich gestehen, daß unser Tag auch nicht um 5 Uhr beginnt - hier habe ich lediglich einen Vorschlag gemacht.
    Wir stehen jeden Morgen um 4.30 Uhr auf und gehen nach unserer "Morgenandacht" erstmal an die diversen Arbeiten. Gegen 6.OO Uhr gibt es Frühstück, um 7.15 Uhr beginnen wir mit der Schule.
    Am Abend (natürlich nun je nach Jahreszeit) endet die Arbeit entweder nach dem Abendessen (gegen 17.00 Uhr) oder gegen 20.00 Uhr. Dann ist um 21.30 Uhr sense.


    Wir sind Menschen mit Fehlern - doch was wir tun, tun wir nicht weil gewisse andere Formen des Lebens uns so faszinieren (dies war sicherlich einmal der Auslöser!), sondern weil wir für uns erkannt haben, was für uns passt! Es ist eine Saat im Herzen aufgegangen...


    Auch der Weg ist nicht leicht - meine Frau kommt aus einer ganz liberalen "Ordnung" (ja tatsächlich!) und so ist es immer ein gegenseitiges Abwägen und Weg suchen - doch der Herr leitet uns und so "wurschteln" wir halt voran.


    Wir sind eine kleine "Gmee" im Stammland der Amish - doch leider nicht in der Nachbarschaft zusammen. Daher nutzen wir auch noch das Auto für die Sundich-Gmee. Doch wir alle arbeiten daran, es zu ändern.


    Es ist leicht zu sagen, so oder so machen die oder die das. Es ist lehrreich es zu wissen. Doch unser Tun und Handeln muß aus uns kommen. Sonst ist es ein oberflächliches Dahinsagen. Das wäre so, als wenn jemand die Bibel intellektuell liest - er wird immer etwas anderes herauslesen als derjenige, welcher sie auch mit dem Herzen liest.


    Sehen und hören - immer im Herzen abwägen - und dann umsetzen, was für einen geht, was für einen paßt.


    Und ihr könnts glaabe odder net: je wennigger ihr von de Welt abhängig werddet, je besser gehts eich und je wennigger Geld braucher ´der!


    Schauts eich unsser Brieder und Schwestere dribbe net nur oberflächlich aa: schauts in die Dief (in die Tiefe!).
    Alles hat seinen tieferen Grund! Alles!


    Na ja, insofern war es halt nur ein (!) möglicher Vorschlag für Tobi_93


    :) Heit war scheints mei Babbel-Daach - na ja, kummt ja aa ´s Schweige widder - alls zu seiner Zeit.


    Sei gesegnet
    Jakobwol

    Wow... da seid Ihr uns aber weit voraus. Bei uns brauchen die Blüten mindestens noch eine wenn nicht mehr Wochen. Ist bei uns aber momentan sehr kühl, regnerisch und sehr windig. Und das seit schon einer Woche.


    Na ja... jedes Jahr wie ´s kommt...

    Lieber Tobias,
    au´ von mir a´ willkumm.
    Im übrigen gebe ich Gisela durchaus recht: als Einzelner ist es "schwer" (das Wort unmöglich will ich nicht sagen), die Lebensweise zu verwirklichen. Wir sind drei Familien mit zusammen 21 Personen verschiedenen Alters (drei Jahre bis 82 Jahre) und haben teilweise einen schweren Stand. Obwohl wir (noch) auf Kutschen und reine Pferdearbeit verzichten.


    Einzelaspekte der Amish zu betrachten ist so, als wenn man sich beim Auto nur auf die Räder, oder Blinker und Lichter oder eben sonstige Details konzentrieren würde ohne die Gesamtstruktur des Autos zu erfassen.


    Alles hat seinen Sinn: von der Ordnung der Gmee bis zur Ordnung für Haus und Hof . Die oftmals geäußerten Argumente des Warum und Wieso gegenüber Aussenstehenden sind nur die weltlichen Aspekte.
    Die tieferen und dabei wirklicheren Aspekte bleiben innerhalb der Gemeinschaft.
    Nicht ohne Grund wird kein offzizieller "Religionsunterricht" gegeben, sondern findet in der Familie statt. Nicht ohne Grund wird nicht missioniert (es gibt auch da Ausnahmen in den USA).


    Wenn Du für Dich etwas verwirklichen willst, dann beginne vielleicht mit:
    - täglich um 5.00 Uhr aufstehen und einen erbaulichen Tagesspruch wählen
    - bei Sonnenuntergang Richtung Bett gehen
    - vergiß Radio, Fernsehen und Tageszeitungen
    - schränke Dich mit Benutzung von Handy, Strom und Internet auf das Nötigste ein
    - überlege täglich, wie Du Dein "Nötigstes" definierst.
    - beobachte Dich täglich und übe Gelassenheit
    - eventuell nimmst Du persönlichen Kontakt auf (Urlaub, etc.)


    Wenn Du englisch kannst: Buch "Amish Society" von John A. Hostetler
    Falls nicht oder parallel dazu: Buch "Die Amish" von Rüdiger H.H. Schneider


    Doch was die Familienbetriebe und Kleinhandwerker angeht: im Odenwald, im Schwarzwald, in der Eifel und in den Nordvogesen/Pfälzerwald
    gibt es genügend Betriebe, die das Sterben überlebt haben (allerdings gerade so). Doch auch wir autarke Kleinbauern kommen vermehrt wieder.


    Wichtig ist, daß es jemand tut!
    Und wer keine Massenmedien konsumiert, weiß eben nicht, daß es ihn offiziell nicht mehr gibt!
    Das ist mein Problem....


    Gott zum Gruße
    Jakobwol

    Liebe realnanuk,
    zum Löwenzahnhonig habe ich folgendes "Rezept": nimm guten Blütenhonig, bringe ihn auf vorsichtige 35 - 38 Grad Celsius und gib die Blüten von Löwenzahn hinzu. Gut einrühren und bei dieser Temperatur mindestens 12 Stunden halten. Der Honig nimmt dann eine mehr gelbliche Farbe an und der Geschmack geht eher Richtung Löwenzahn.
    Alle anderen Rezepte schlugen bei uns auch fehl (mit Rapshonig haben wir nicht gearbeitet und Tannenhonig ist eher zum Fasten).


    Wir haben es mit der Temperatur einfach, da unser holzbefeuerter Küchenofen momentan noch in Betrieb ist und so die Raumtemperatur leicht auf das gewünschte Niveau gebracht werden kann.


    Achtung: Honig niemals über 40 Grad Celsius erwärmen (auch wenn in manchen Koch- und Backanleitungen etwas anderes steht!) und niemals im Sonnenlicht stehen lassen.


    Liebe Grüsse


    Jakobwol

    Hallo Sabine,
    tja... wie beschreibt man Geschmack? :)


    Durch die Verwendung der Klaräpfel in unserem Saft ist der Apfelgeschmack im Löwenzahngelee nur schwach. Die Blüten selbst haben ein eigenes Aroma, leicht süßlich. Wir nehmen nur wenig Zitronensaft, so daß sich dieser geschmacklich nicht auswirkt.


    Aber Vorschlag: Suche Dir eine schöne Blüte, ernte sie ab (nachsehen wegen Tierchen, etc) und iß sie roh. Dieser Geschmack in abgeschwächter Form findet sich im Gelee wieder.


    Und daß man die gesamte Löwenzahnpflanze als Salat essen kann, dürfte ja bekannt sein. Auch eine sehr leckere Sache.


    Liebe Grüsse


    Jakobwol

    So, lieb Leit´ ,
    heute haben wir Löwenzahngelee gemacht.
    Da bei uns gerade Ferien sind, waren wir heut früh aktiv auf Wiesen unterwegs und haben Löwenzahnblüten gesammelt. Da wir zuhause noch Apfelsaft aus Klaräpfeln haben, war dies die Grundlage. Vielleicht noch zur Erklärung, für diejenigen, welche es nicht wissen: Saft aus Klaräpfeln enthält weniger Fruchtzucker, schmeckt daher auch herber als "normaler" Apfelsaft. Er hat auch weniger Farbe, aufgrund unserer Presstechnik haben wir aber mehr Fruchtfleischanteil im Saft, was bei nachfolgendem Rezept wieder von Vorteil ist.


    Hier das Rezept:
    ca. 1 kg Löwenzahnblüten (Grundmenge wären 200gr.)
    ca. 1,5 kg. Gelierzucker (bei Kauf-Apfelsaft weniger)/(Grundmenge hier ca. 700 gr)
    eventuell Saft von 1 - 2 Zitronen (Grundmenge 1/2 Zitrone)
    ca. 3 ltr. Apfelsaft (Grundmenge 1 ltr.)


    Achtung: Bei der Verarbeitung der Löwenzahnblüten eventuell Handschuhe benutzen, sonst sind die Finger nachher tagelang braun


    Vorgehen:
    Blüten waschen und in einen großen Topf geben. Apfelsaft dazugiessen (erstmal geben wir nur 2 ltr. hinein, bei Grundmenge gleich alles),
    ca. 10 - 15 Minuten aufkochen (dabeibleiben!!), leicht rühren. Dabei Restsaft zugeben. Dann über Nacht ziehen lassen.


    Am nächsten Tag (mind. 12 Std. dazwischen) den ganzen Saft abseihen, Zitronensaft und Gelierzucker dazugeben und wiederum 5 Minuten aufkochen (rühren!!).


    Das heisse Gelee in Gläser füllen und dann behandeln wie andere Marmeladen auch.
    Als Deko können natürlich Blüten oder auch Blätter mit eingelegt werden.
    G´segnet´s Frühstück dann


    PS: Abschließend noch eine kleine Bitte: wenn ihr Blüten sammelt und ihr braucht mehr, dann nehmt nicht alles von der gleichen Wiese. Entnehmt gewissenhaft von verschiedenen Wiesen.
    Und das Straßenränder und sonstige Gebiete tabu sind, sollte Euch Eure Gesundheit wert sein.

    Hallo poochie,


    genau wie Du schreibst: Bäcker und Metzger vor Ort bevorzugen (falls nicht andere "Gewissensgründe" dagegen sprächen. Nicht nur das sparen an Verpackung trägt hier.
    Noch viel tiefer geht solch ein Handeln: wir unterstützen damit örtliche Händler mit realen (im Sinne von gerechten!) Löhnen, welche Waren (hoffentlich) aus der Umgebung haben, welche wiederum reale (dto.) Bezahlung an die Produzenten implizieren.


    Wie können wir bei A, L oder sonstigen Billigdiscountern einkaufen (und damit deren Lohn- und Personalpolitik unterstützen) und gleichzeitig für uns selbst höhere Löhne fordern? Ich zumindest kann dies auch mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.


    Es ist nicht allein wichtig, wo die Ware hergestellt wird (z.B. Kleidung) sondern auch, wie sie vertrieben wird. Bekommt das Verkaufspersonal gerechten Lohn für gute Arbeit?
    Ist der Arbeitgeber gut und sozial (ja, es gibt sie wirklich noch) oder eine anonyme AG mit alleinigem Gewinnstreben?


    Schauen wir uns nicht nur die Ware an - schauen wir uns auch den Laden an, die Menschen, die hinter der Ware stehen. Wie soll ein Lebensmittel ein Mittel zum Leben sein, wenn damit lieb- und ehrlos umgegangen wird?
    Die Menschen können nichts dazu - denn sie wissen nicht um die Bedeutung geistiger Dinge.
    Beten wir für sie, so helfen wir ihnen mehr, als wenn wir ihnen Umsatz bescheren.


    Liebe poochie, ich habe irgendwo gelesen, daß Du selbst nähst. Davon sind wir noch weit entfernt. Vielleicht gibt es irgendwann geistig für uns die Möglichkeit, daß wir Dir Ware senden und Du uns Kleidung zurückschickst. ^^


    Dann wäre die Welt ebenso weiter...
    Sei gesegnet und vom Sturme verschont
    Jakobwol

    Hallo und gesegneten Feierabend (so ihr ihn habt) zusammen,


    hoffe, keiner hat Sturmschäden zu ertragen....
    Also wirklich ein interessantes Thema. Zunächst vielleicht unabhängig von eigenem Glaube und dem Glauben anderer, sollten wir an die Zukunft dieser Welt denken:


    Vermeiden von Plastik, z.B.: Wenn wir Tüten oder Folie (z.B. zwischen Käse) angeboten bekommen, weisen wir (also auch unsere Kinder schon) darauf hin, daß die Welt bereits in Plastik versinkt. Oft schauen die Verkäuferinnen dann zunächst komisch, doch selbst beim Kleiderkauf bringen wir eigene Rucksäcke oder Taschen mit. In einem Laden hat man uns dann al erklärt, daß dies nicht gewünscht sei. Daraufhin habe ich mich entschuldigt, meinen Geldbeutel geöffnet (es waren drei 100.- EUR) Scheine zu sehen und der Dame erklärt, daß wir selbstverständlich sofort den Laden verlassen werden. Andere Läden sind auch froh um Umsatz.
    Sie tat mit leid, doch wir gingen trotzdem...


    Vermeiden von Strom (vor allem Atom- oder Kohleenergiestrom): Als wir vor Jahren umzogen, beschlossen wir, wenn .... dann richtig: die Spülmaschine wurde abgeschafft, Kühlschrank und Tiefkühltruhe ebenfalls (allerdings hatten wir ab dann/also haben) wir einen Keller aus Naturstein und Naturboden. Es wurde ein Holzherd angeschafft (auch dank eines vorhandenen Kamins) und der Elektroherd wanderte ebenso zu "Bedürftigeren".
    Elektrisch gebügelt wird nur noch im Notfall (ein Herdeisen haben wir jetzt normalerweise), Radio und Fernsehen sind fast immer stumm.


    Vermeiden von Müllansammlung: Durch kompostieren, verwenden von Pfand-Glasflaschen (bei Bedarf), abfüllen von Quellwasser direkt an der Quelle im Wald (in Glaskolben á 15 ltr.) und der Vermeidung von fertig abgepackten Waren (soweit eben wirklich möglich) gelingt eine erhebliche Müllreduzierung.


    Vermeiden von Wasserverschwendung: evtl. Toiletten mit Regenwasser betreiben (soweit baulich machbar). War bei uns schwierig, doch im Eimer (Metall) holen wir aus der Regentonne Wasser um den Abwasch (nach Erhitzen des Wassers) zu machen, zum putzen und natürlich zum gießen der Pflanzen verwenden wir es. Wir haben in den Toiletten normale Wasserhähne (3/4 Zoll Durchgänge) für die Spülung. Damit verbrauchen wir weniger Wasser als mit Spülkästen. Wir haben es nachgemessen - es stimmt wirklich.


    Das und vieles mehr könnte man tun - allerdings ... und hier kommt eben die Einschränkung: die Amish leben nicht umsonst auf dem Land!
    In der Stadt gestalten sich all diese Dinge schon bei einem Einfamilienhaus sehr schwer, bei einer Wohnung ausser dem Müllsparen sehe ich da kaum Chancen.


    Hm...trotz allem...jedes bisschen hilft: es hilft uns, unseren Mitgeschwistern und dem Planeten...
    darum also: jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt - marschiert los!


    Seid gsegnet uff eierm Weg
    und mit eierm Tun


    Jakobwol