Posts by Ente59

    Und dann war da noch der süße Satz meiner Tochter zum Kringeln:


    Wir kamen eben grad an und sahen zum ersten Mal ein Amishes Mädel oder Frau die Strasse lang laufen.


    Blaues Kleid: Ok!


    Häubchen: Ok!


    An den Füßen: Turnschuhe :!: :?:


    Schreit mein Mädchen von hinten: Guck - die hat ja Turnschuhe an . Voll der Fake!!! :cursing:


    Jaja, wenn schon Amish - dann doch bitte richtig: mit braunen oder schwarzen Lederschuhen bitteschön! *lool*


    Ach was hab ich gelacht. :D

    Tja - es ist nun schon ein halbes Jahr vergangen, seitdem ich in Amerika war.


    Meine Tochter hat ihr AuPair-Jahr längst beendet, ist wieder zuhause (zumindest in der Nähe) und geht schon wieder zur Schule. Integriert sich hier wieder, ziemlich schnell sogar.


    Irgendwie ist für mich alles schon wieder so weit weg. Vielleicht weil wir hier ein turbulentes Familienleben haben und die Zeit flugs dahin eilt. Oder vielleicht weil es mit meinem Alltag hier in Deutschland im Grunde wenig zu tun hat. Nicht nur das Leben bei den Amish meine ich jetzt, sondern das Leben in den USA überhaupt.


    Trotzdem denke ich gerne zurück.


    Es war...


    - schön


    - lehrreich


    - spannend


    - abenteuerlich


    - eine Herausforderung


    - und eine Erfahrung wert


    Wir/Ich haben viele nette Leute kennengelernt. Das tägliche Leben einer amerikanischen Familie. Etwas Kultur. Essen. Landschaft. Großstadt. Den Ohio. Cincinnati. Indianerkultur. Die Niagarafälle. Autofahren. Und die Amish.




    Unser Besuch bei den Amish war kurz, sehr kurz. Nur 2 Übernachtungen als Zwischenstation auf dem Weg zu den Niagarafällen. Zum Glück hatten wir ein gutes Navi. Denn die Ortsbeschilderung - so zumindest mein Eindruck - ist nicht mit der Deutschlands vergleichbar.Irgndwann sagte ich zu meinen Töchtern:'Ich hoffe das Navi funktioniert auch richtig, denn ich hab keine Ahnung wo wir in der Pampa hier sind.'


    Doch wir 'waren wo'...wir kamen tatsächlich auf den Meter exakt an dem Bauernhof der Miller's an, direkt vor unserer kleinen Ferienwohnung. Die Miller's waren nicht da...nur ihre nette Tochter, die uns einwies und uns dann bald alleine ließ. Die Farm war wie ausgestorben. Es war schon gegen Abend und die Miller's waren bei einem Treffen.


    Aber ein kleiner Hund war uns ein treuer Begleiter auf einem kleinen Spaziergang über das Anwesen und ein bißchen 'hinten rum', die Felder entlang. Still war's und friedlich.


    Die Betten waren gemütlich und die Quiltdecken sehr hübsch. Weder vermißten wir heißes Wasser noch helles Licht. Sogar Strom für's Aufladen des Akkus vom Photo war da.


    Nur die Badtür ging nicht mehr auf. Klemmte da was irgendwie. Und ich erwischte auf dem Anwesen dann nur den Opa der Familie, der so friedlich im Schaukelstuhl schlief. Wenn ich nicht so dringend 'gemußt' hätte, ich hätte mich nicht getraut ihn zu wecken. :whistling:


    Nur leider wußte er auch keinen Rat. Der kam dann etwas später, als die Miller's nach Hause kamen und den Jüngsten zu uns runter schickten und der Schlüssel lag im Küchenschrank. So einfach wär's gewesen,wenn man's gewußt hätte. :rolleyes:


    Am nächsten Tag fuhren wir ein bißchen durch die Gegend. Genauer gesagt - nach Berlin. Jaja - das gibt's dort auch. Was wir unterwegs wirklich von den Amish reichlich sahen, waren die Pferdefuhrwerke. Trapp,trapp,trapp....ich hör's jetzt noch in den Ohren. Ein idyllisches Geräusch. Irgendwie sehr heimelig.


    Wir sahen dann eine Art 'Amishes Einkaufszentrum' ....ein Ort an dem es Quilts,Souvenirs, Antikes und Sonstiges in einer bunten Mischung zu kaufen gab. Ich denke mal ein 'Extraplatz' für neugierige Touristen.


    Der Quiltladen war herrlich. Ich durfte auch Photos machen. Eine Explosion von herrlichen Farben und Mustern. Leider bin ich dafür nicht begabt. Sonst hätte ich mich dort leidenschaftlich mit Stoffen eingedeckt.


    Der Antikladen war zum quieken komisch. Der Weihnachtsmann und Elvis Presly als Blechschilder friedlich nebeneinander an der Wand.Bücher alt und neu.Ein alter Kaugummiautomat.Hummelfiguren.T-Shirts. Schaukelstühle in allen Farben.Walt-Disneyfiguren.Krims und Krams.Herrlich.


    Im Laden gegenüber alles aus Leder - und kleine Hündchen. Echte. Süß.


    Zum Abschluß ein 'Amisher Hamburger mit Pommes' - das Beste was ich in Amerika aß, außer in Cicinnati beim Indonesen und das Abendessen bei den Miller's.


    Wir fuhren weiter. Ich wollte nach Gnadenhutten, die Wirkungsstätte des Missionars David Zeisberger besuchen. Ich hatte noch in Deutschland zufällig ein Buch über ihn gelesen und entdeckt, dass es nicht weit von den Miller's weg war. Dort begegneten wir dann einem Amerikaner, der uns nicht nur zur Grabstätte des Missionars ca 2 km weiter brachte, sondern auch noch ins nahe Schoenbrunn einer weiteren Wirkungstätte dieses interessanten Mannes.


    Das Museum hatte dort zwar zu, aber ich bin einfach über den Zaun gehüpft und hab viele Photos von der Außenanlage gemacht. :D


    Zu Abend hatten wir dann ein Abendessen bei den Miller's gebucht. Sehr,sehr gut. Es war köstlich und das, obwohl ich Hühnchen sonst gar nicht mag. Wir haben uns dann ein bißchen unterhalten. Aber ich denke,alles in allem war es nur der Blick durch's Schlüsselloch zu einer fremden Welt. Ein freundlicher - aber auch ein sehr unvollständiger Ausschnitt.


    Am nächsten Tag nahmen wir Abschied. Vor der langen Autofahrt fuhren wir nochmal zurück nach 'Berlin' und ließen uns in einer Amishkutsche 15 Minuten durch das Gelände fahren. Ein bißchen wie auf dem Jahrmarkt.Auch ein Angbot für Touristen und wir konnten jedenfalls feststellen, dass die Amish reichlich findig sind, was lukrative Geschäftsideen betrifft.


    Aber irgendwas 'Typisches' wollten wir noch mitnehmen. :thumbsup:


    Dann ging's wieder raus aus Amishland.


    Was ich an Gedanken so mitgenommen hab klingt wahrscheinlich 'entidylliasiert'.


    So kann ich mit den Kleidergeboten und Haartrachten und nicht viel anfangen. Auch nicht aus biblischer Sicht (ausgenommen vielleicht das Gebot der langen Haare bei der Frau). Es gibt mir ein zuwenig an persönlicher Freiheit.Einfach ein etwas zu viel an Kollektiv. Vor allem auch was Bildung betrifft sehe ich Defizite.


    Manchmal hatte ich auch Empfindungen wie: 'Leben im Bauernhofmuseum' - irgendwie alles ein bißchen künstlich.


    Allerdings, was das Ökologische betrifft, eine gewisse Lebensart, den zwischenmenschlichen Bereich und auch was die Kindererziehung betrifft, finde ich vieles wertvoll und interessant und sehr wohl bedenkenswert.


    Allerdings befürchte ich - oder kann ich mir gut vorstellen, dass viele Amish in einem Zwiespalt zwischen der neuen Welt - die sie interessiert und an der sie vielleicht auch gerne mehr teilhaben wollen würden - und der alten Welt - die ihre Familie, Heimat und gesellschaftliche Eingebundenheit bedeutet - stehen. Ein Austritt aus dem Kollektiv der Amishgemeinde ist wahrscheinlich ein großer Verlust an Familienzusammengehörigkeit und -Bindung. Selbst wenn man das gemeinsame Wohnhaus erstmal nicht verlassen muß, bedeutet es sicherlich eine immense Kluft.




    Ja - soweit meine Eindrücke. Ich will sie nicht vermissen und bin sehr dankbar dafür. :)




    Danke für alle Ratschläge und Tips, die ich von euch beommen habe. :love:

    Die christliche Bibel ist ja nichts anderes als eine Sammlung unterschiedlicher Niederschriften von Erzählungen, Erfahrungsberichten und wenigen Briefen. Seit man diese in diesem Buch zusammengefaßt, und schon vorher, streitet man sich darüber was rein gehört und was nicht.



    Da die Bibel das absolute Wort Gottes ist, spielt es wohl schon eine große Rolle, wie genau sie übersetzt ist.


    Was Luther-,Zürcher- oder Elberfelderbibel jetzt mit der römisch-katholischen Kirche zu tun hat, erschließt sich mir grade nicht ganz. Die katholische Kirche hat ihre eigene Übersetzung - die Einheitsübersetzung.


    Die Volxbibel finde ich schrecklich.


    Da wird zum Beispiel nicht mehr gebetet, sondern es heißt: gelabert oder geschnorrt.


    Hm - diese Sprache finde ich unwürdig.

    Quote

    Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von welchen mir Hilfe kommt. Psalm 121.1


    Ja - stimmt - aber nur für die Lutherübersetzung von 1912.


    In der Revidierung von 1984 hat man das ausgebessert.


    Ich denke schon auch, dass eine hebräisch angelehnte Übersetzung sehr interessant wäre.


    Aber das Hebräische ist nicht immer so eine eindeutige Sprache. Da gäbe es sicher immer auch sehr viel zu diskutieren.


    Und - ganz ehrlich gesagt: Das Wesentliche verstehen wir so oder so ziemlich gut.


    Die Frage ist da doch oft ehr, ob wir es verstehen wollen. :whistling:

    Also ich weiß, dass die Elberfelder Bibel die genauere Übersetztung ist.


    Von der Luthbibel weiß ich auch, dass sie nicht die beste Übersetzung ist, aber ich lese sie trotzdem gerne, weil ich nunmal viele Bibelverse in der Lutherversion gelernt habe.


    Sonst nehme ich auch die Elberfelder.Ich find's schon gut, wenn's genau ist.


    Von der Lutherbibel weiß ich jetzt aber nur eine Stelle, die einen falschen Sinn ergibt.


    Und zwar der Vers: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen,von denen mir Hilfe kommt.


    Und genau das war eben nicht gemeint. Denn auf den Höhen / Bergen hatten die Juden in ihren abtrünnigen Zeiten oft die Götzenaltäre aufgebaut. Und gerade von daher hätte ein wirklich gläubiger Jude eben keine Hilfe erwartet.


    Korrekt heißt es: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?


    Hm - jetzt muß ich glaub mal doch noch in einer Bibel nachgucken, ob das auch so stimmt. :D


    Ist nämlich schon lange her, dass ich mich mit solchen Fragen beschäftigt hab. Hatte das jetzt aber noch so im Kopf.

    Ja Keturah - schaut so aus,als ob ich hier noch zum Körnerzähler werde. :D


    Naja - ehrlich gesagt,werde ich's bei 1-2 normalen Konservendosen belassen.


    Aber das Rezept probiere ich mal aus. Klingt lecker.

    Ja - die Gafäße schauen ziemlich groß aus.


    Aber 'Quart' ...klingt ein bißchen wie nach Quartett.


    Vieleicht ist der 4.Teil vom Ganzen gemeint, also 1/4. 1/4 Liter *denk*


    Naja - ich denke das macht man eh, wie man's mag.


    Auf Toastbrot hätte ich amerikanischerweise zumindest gefühlsmäßig auch ehr getippt.


    Ich glaube es würde auch besser schmecken.


    Ja - das glaube ich gerne, dass das schwierig ist zu übersetzen. Bestimmt auch etliche Ausdrücke, die vll nicht ganz so geläufig sind.


    Von daher auch: Vielen Dank für deine Mühe, Keturah :)

    *hm* - Zu meinem Erstaunen ist mein Text den ich gepostet hab hier wohl nicht angekommen.


    Verschollen im ewigen Internet-Nirwana. *kopfkratz*


    Na gut - dann eben noch mal. Bin ja nicht so. :D


    Welches Brot nimmt man da am besten? Toastbrot oder Schwarzbrot?


    Und Mais? Ist damit 1 Literbecher Maiskörner gemeint? Kommt mir etwas viel vor.


    Die Rezepte sind für 4 Personen. *denk* Oder mehr?




    Quote

    Ich hab auch noch nie Fleisch in Dosen oder Einmachgläsern gesehen... ?(


    Also eingemachtes Fleich in Gläsern hab ich zwar noch nie gemacht, aber ich hab schon Rezepte darüber gelesen.


    Das gibt es durchaus. Und in Dosen gibt es doch auch in Deutschland dieses Beefcorn. (Was ich aber gar nicht mag. :) )

    Den Bananen-Kuchen hab ich heute mal ausprobiert.


    Oh Mann - riecht der gut.


    Allerdings - ich muß das noch etwas austüffteln.


    Was sind den 350 F genau in Celsius?


    Ich hab's mit 180 Grad versucht und das war vielleicht auf ganz recht. Nur hab ich aus Versehen


    die Umluft angelassen und so ist er dann etwas zu schnell braun geworden und auch etwas ausgetrocknet.


    Aber trotzdem lecker.


    Eigentlich ist er für morgen, Sonntag.


    Aber ich hab' schon mal eine Ecke stibitzt.


    Dass der Belag Streusel geben sollte, hab ich erst während der Zubereitung bemerkt.


    Zum Glück noch bevor mein Zauberstab eine homogene Masse aus den Belag-Zutaten mixen konnte.


    Allerdings hab ich um einiges weniger Mehl genommen (beim Belag).


    Und Zucker - ja - den hab ich auch reduziert. Und die Nüsse waren gemahlen...


    Und Natron hab ich gar nicht.


    Haben die Amish eigentlich auch elektrische Mixer oder schlagen die das mit dem Schneebesen mit der Hand?


    Ich glaube, da hätte ich danach Muskelkater in den Pfoten - und der Teig wäre sicher auch längst nicht so gleichmäßig cremig.


    Jetzt noch artig warten bis morgen. :rolleyes:

    Ja grad hab ich auch zufällig - auf der Suche nach Museen, die wir besuchen können - was von Sugarcreek gelesen.Das ist nicht weit weg von Fredricksburg.


    Dort gibt's auch ein Museum über die Amishen und ihre Schweizer Herkunft.


    Und ein Schweizer Heimatfest.....