Posts by Keturah

    Kevin Williams der Herausgeber der Amish Cook Kolumne, möchte eine Fernsehserie über die Amischen produzieren, die ihr Leben realistischer darstellt. Er hat sich seit über 20 Jahen mit ihnen beschäftigt und festgestellt, dass viele Dokus ein stark verzerrtes Bild vermitteln. Produzenten wiesen ihn ab, weil sie nur auf der Suche nach etwas Lautem, Schreiendem, Außergewöhnlichen sind.
    Es ist aber Williams erklärtes Ziel, keine überspitzte Welt darzustellen, sondern die Amisch so realistisch wie möglich darzustellen.
    Dafür sucht er Leute, die sagen: Ja, genau so eine Art von Fernsehserie möchte ich.



    Wer des Englischen mächtig ist, kann es sich ja einfach mal selbst auf seiner Internetseite durchlesen.
    ________________________________________________________________________________________________


    My name is Kevin Williams. I'm editor of the syndicated Amish Cook
    column and I've been studying and writing about Plain communities for
    over 20 years.

    BEING AMISH
    This project is a chance to combine a mid-life crisis with the
    chance to present a program that shows the Amish in a more realistic
    light.

    Some of the current crop of Amish-themed reality shows don’t
    match the reality I’ve experienced in my visits with hundreds of Amish
    families across the USA and Canada through the years. While network
    execs might think viewers want big personalities, screaming, thuggery,
    and alcohol-fueled rumspringa, as editor of the most widely read Amish
    writer, I respectfully don’t think that’s the case. But I also don’t
    think a program about the Amish has to be a somber, boring, dry
    documentary . There’s a middle road that shows the Amish I know: fun,
    family and faith-filled. Would you like to come along?

    25. Februar 2013
    Diese Woche hat es ein paar mal geschneit, auch wenn kaum etwas liegen geblieben ist.
    Wir hatten einen ziemlich langen Tag. Joe ist halb vier Uhr früh zur Arbeit gegangen. Um 5 hatte ich das Licht aus gemacht und wollte gerade wieder ins Bett gehen, als ein Alarm im Keller an ging. Ich stand also auf, um nachzusehen, was los war. Es war das Kohlenmonoxid-Warngerät. Ich konnte Ruß riechen, darum hab ich in unserem Kohleofen nachgeschaut, aber es sah aus, als wäre alles in Ordnung. Ich vermutete, dass es der gasbetriebene Wasserboiler war und schaltete ihn aus. Seit wir letztes Jahr das Feuer hatten, bin ich besorgter. Darum entschied ich mich, alle acht Kinder zu wecken. Ich rief die 911(amerikanischer Notruf*) an, um zu fragen, was ich tun sollte. Sie sagten, alle sollten das Haus verlassen und sie würden jemanden vorbeischicken, um nachzusehen.
    Alle waren noch sehr müde und es war schwierig bei Taschenlampenlicht Kleidung und Mäntel zu finden. Ich wollte die Gaslampen nicht anmachen – nur zur Sicherheit. In der Erinnerung an das Feuer waren alle ziemlich aufgewühlt.
    Es war kalt, nur ca 20° draußen (-7°C*), so dass ich den Kindern sagte, sie sollten in den Gerätesuppen gehen, wo es wärmer sein würde.


    Es endete damit, dass die ganze Feuerwehr erschien. Sie überprüften die Kohlenstoffkonzentration. Sie lag bei 32 (wahrscheinlich Promille*) in der Nähe des Wasserboilers. Wahrscheinlich war es schon ein bisschen durchgelüftet, seit ich ihn ausgeschaltet hatte.


    Elizabeth ging nicht wieder ins Bett, da sie 5.15 zur Arbeit gehen musste. Ich denke heute abend werden alle zeitig bettfertig sein.
    Im Moment ist jemand hier, der den Wasserboiler überprüft. Es klingt so, als könnten auch Fallströme auftreten.


    Sie bauen einen Frischluftschacht ein, um der Bildung von Kohlenstoffmonoxid vorzubeugen. Bei so vielen gasbetriebenen Geräten und dem Kohleherd brauchen wir mehr Belüftung. Unser Haus ist so luftdicht und während der Wintermonate, wenn wir nicht die Fenster zum Durchlüften öffnen können, staut sich die Luft schneller an.
    Sie testeten unsere Propangaslampen und warfen einige weg. Wir benutzen sie im Winter länger.
    Wir hoffen, dass jetzt für weitere Probleme vorgesorgt ist. Ich bin froh, dass wir den Kohlenmonoxidmelder dort unten hatten.
    Wir haben die Nachricht erhalten, dass Joes Großonkel Amos gestorben ist und bedauern, dass wir keine Zeit hatten, zu seiner Beerdigung zu gehen, die gestern war. Unser Mitgefühlt gilt der Familie.
    Die Kinder haben ihre zweitägigen Winterferien genossen. Sie sind viel zu schnell vorbeigegangen. Freitagabend und am Samstag haben wir Jacob geholfen, Schweine zu schlachten. Jetzt haben sie eine Menge Fleisch. Wir haben Pon Hoss (Panhas*) aus 12 Gallonen (45 Liter*) Knochenmark gemacht. Wir haben schon einige Mahlzeiten davon bestritten. Jeder in unserer Familie mag es. Wir haben auch schon die frische Wurst verwendet, die Jacob uns mit nach Hause gegeben hat. Wir nehmen sie für Frühstücksburritos, Kasserollen, Bratensaft und braten sie für Sandwiches. Wir haben auch zwei Schweine bestellt, aber sie sind noch nicht groß genug, um geschlachtet zu werden. Wir nehmen an, dass sie in ca. drei Wochen soweit sein werden. Wir planen, noch davor ein großes Rind anzuschneiden. Ich werde froh sein, all diese schmierigen Angelegenheiten von meiner Liste streichen zu können.


    Bis dahin wird es schon bald an der Zeit sein, den Frühjahrsputz zu beginnen. Die Zeit steht nie still.
    Lovina Eicher (Übertragen ins Deutsche von Keturah)


    Probiert mal dieses Rezept aus:
    CHEESY SAUSAGE AND RICE BAKE


    1 pound sausage


    2 cups grated cheese


    1 can cream of mushroom soup


    1 /4 teaspoon onion powder


    3 cups hot cooked rice


    3 eggs, beaten


    1 4 ounce can of mushroom pieces


    1 /2 cup milk


    Cook the sausage, crumble, and drain. Combine cooked rice and 1 1 /2
    cups of the cheese. Spread into a buttered 2 quart casserole dish.
    Sprinkle sausage over rice. Combine rest of the ingredients except for a
    half cup of cheese. Pour over the sausage. Sprinkle with 1 /2 cup
    cheese over on top of everything. Bake at 350 for 40 – 45 minutes.,
    Cover loosely with foil while baking.





    * Anmerkung des Übersetzers

    Ich find auch, dass deine Idee dehr gut klingt. Ich könnte mir auch vorstellen, einmal so zu leben.


    Ich hab noch eine Frage zu den Hutterern. Sie verbringen ja soviel Zeit in der Gemeinschaft (Arbeiten, tägliche Gottesdienste und sogar Essen!) Welchen Stellenwert hat da die Familie? Ich habe das Gefühl, dass hier nicht nur das Individuum unter der Gemenschaft steht, sondern auch die Familie einen deutlich geringeren Stellenwert hat. Wenn man soviel Zeit in der Gemeinschaft verbringt, gemeinsam isst, die Kinder gemeinsam großzieht, wo bleibt da Zeit für die Familie?
    Vielleicht hab ich das ja auch irgendwie falsch verstanden.
    Ich würde mich freuen, wenn du mir ein bisschen Nachhilfe in Sachen Hutterer geben könntest :)


    LG Keturah

    Vielen Dank für den Link!


    Der Film ist echt bewegend.


    Man kann daraus viel über Vergebung lernen.


    Aber ich finde auch die Frage, die im Film gestellt wird berechtigt: Wieso wird einem Mörder vergeben, aber jemand der sich nur an gewisse Regeln nicht halten will, wird verbannt...



    nachdenkliche Grüße von Keturah

    Ja ihr lieben,


    vielleicht wundert ihr euch, weil so lange keine Übersetzung von Lovinas Kolumne kam.


    Es tut uns sehr leid, aber Clara und cih sind zur Zeit beide sehr beschäftigt.


    Wir versprechen aber, dass wir, sobald wir wieder Zeit finden, mit dem Übersetzen weitermachen und vielleicht auch noch die verpassten Kolumnen nachliefern.


    Wer es nicht abwarten kann und des Englischen ein wenig mächtig ist, der kann ja selbst mal ein bisschen lesen .



    Vielen Dank für euer Verständnis :)


    Keturah

    An sich war der Artikel schon informativ, wenn man noch nicht so viel über die Amisch weiß. Man hat gemerkt, dass alles was mit biblischen Dingen zu tun hat, weitestgehend vermieden worden ist. Es kam eher Bewunderung für die ökologische naturverbundene Lebensweise zum Ausdruck. Und die Betonung der engen Gemeinschaft. Es wird als bibelkommunistscher Lebensentwurf bezeichnet.


    Die letzten Sätze lauten:
    "Politisch sind die Amischen in dieser Hinsicht nicht relevant. Als Lehrstück über das soziale Experiment der Aufrechterhaltung der eigenen Identität in einer sich ständig wandelnden gesellschaftlischen Umwelt aber schon."