Posts by carry

    Ich verstehe die Sonntagsruhe als eine Einladung vom Alltag und seiner Betriebsamkeit und Mühe auszuruhen.


    Wenn man so richtig gearbeitet hat und bis an seine Grenzen gegangen ist weiss man den Sonntag zu schätzen und hat ihn nötig ;) Eine willkommene Gelegenheit um sich zurückzulehnen und seine Werke zu genießen.


    Wie oft habe ich am Sonntag für die kommende Woche vorgearbeitet und Gott hat mir immer wieder gezeigt das ich dadurch auch nicht schneller oder besser voran komme.


    Ich halte den Sabbat nicht als ein Gesetz sondern als liebevolle Einrichtung unseres Schöpfers. Er weiß das wir nicht allmächtig sind und Ruhe brauchen, einsehen tun wir das nicht immer, ein Zeichen von Hochmut! Und wenn ich mich beim Kartoffel setzen oder Salat sähen entspannen kann und es mir Freude macht, dann mach ich das. Nur arbeiten will ich Sonntags nicht. :D


    Ein bisschen schnell geschrieben, ich hoffe trotzdem verständlich.


    Carry

    Ich glaube nicht das wir das Leben in einer Mennoniten oder Amish Gemeinschaft so hemmungslos rosarot ausmalen sollten! Dorten menschelt es genauso wie woanders. Meine beste Freundin ist vor 2 Jahren wieder in ihre Heimat nach Paraguay zurückgekehrt, nach zehn Jahren Deutschland. Sie ist Mennonitin und ihre Mutter und Schwester bewirtschaften dort eine Rinderfarm. Sie leben im Chaco. Ihren Mann hat sie in Deutschland kennengelernt, ein bibeltreuer Christ, ihr Kind ist jetzt 11 Jahre alt. Sie freute sich so auf zuhause aber sie wurden alles andere als freudig aufgenommen, die Leute sind so behaftet mit Vorurteilen. Das Leben dort ist ungleich härter als hier und am meisten vermissen sie, das glaubt ihr kaum, die Gemeinschaft in der Deutschen Gemeinde. Und die ist nach meiner Meinung unter aller....Meine Freundin ist als Kind von einem Gemeindemitglied missbraucht worden. Alles Probleme die wir in unserer Welt auch kennen!


    Ich möchte keinem hier die Illusion rauben, aber den Himmel auf Erden werden wir nicht finden, nirgendwo auf dieser Welt. Ich glaube wir sollten bei uns selbst anfangen, die Grundsätze der Amish kennen wir, so weit es unsere deutschen Gesetze zulassen, kann jeder umsetzen was er mag. Es ist mein Bestreben im Glauben zu wachsen, selbst wenn ich nur kleine Schritte der Veränderung schaffe, ecke ich in meiner Umwelt an, die Leute horchen auf und sind verwundert. Dort kann ich dann Zeugnis geben. Ich lebe naturverbunden, erziehe meine 5 Kinder im Glauben, mein eigenes Gemüse wächst im Garten, wir halten Hühner und die meisten Küchengeräte funktionieren bei uns manuell. Ich trage keine Hosen und bin auch zu grimmigen Mitmenschen stets freundlich. Das reicht mir nicht, ich versuche jeden Tag ein Stück mehr zu wachsen, für einige Leute reicht das um uns zu meiden. "Die spinnen" sagen einige.


    Ich finde die Werte der Amish absolut nachahmenswert, möchte nur sagen, es sind auch nur Menschen. Wir sollten in dem Umfeld was verändern wo wir uns befinden. Salz und Licht für die Menschen sein die es hier brauchen. Auch ich habe oft davon geträumt einfach auszuwandern, ein Leben bei den Amish, aber es wäre töricht mit Kind und Kegel in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen und unbiblisch noch dazu. Paulus sagt es soll ein jeder bleiben an dem Ort wo er ist und Gott von dort aus dienen. Recht hat er.


    LG Carry