Posts by Fasel

    Umkehr im christlichen Verständnis bedeutet nicht, ein antikes Weltbild wiederherzustellen. Es bedeutet das Eintreten ins Reich Gottes, hier und jetzt in dieser Welt, in diesem Leben. Unser Leben zu dem machen, wie es sich Gott vorstellt. In Gleichheit in Niedrigkeit, anders ausgedrückt ein königliches Priestertum, in dem es keine Rangliste gibt. Wie in Galater 3,28 gesagt wird: Es gibt im Reich Gottes kein Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn im Reich Gottes sind diese Unterschiede ein Greuel, durch die innige Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen gleichwertige Menschen geworden. Es bedeutet ein Leben in multikulti, das hinter sich lassen antiker Sittenvorstellungen.

    Wichtige Botschaft des Evangeliums ist, wer das Gesetz fordert, wird an ihm scheitern, ist verloren, weil man es schlicht nicht erfüllen kann — jene die sich auf das Gesetz berufen, haben deshalb die Herrlichkeit Gottes von vornherein verloren.

    Wer begreift und versteht was anstelle des Gesetzes gesetzt ist, das Evangelium Jesu schmeckt, wird verstehen.

    Jesus hat es mit seinem Handeln, seinem Leben anschaulich vorgeführt. Paulus erklärt es offenbarend gegenüber den Zuhörenden.

    Man wird vor allem auch verstehen, weshalb im Reich Gottes die Gleichheit in Niedrigkeit, von solch elementarer Wichtigkeit ist.

    Es kann doch nur durch die heilige Schrift gegeben sein, da ja Zeitzeugen ausfallen.


    Wenn man ignoriert, dass Jesus in Gott im Heiligen Geist bei uns ist, hast Du recht.


    Wir haben aber die Hoffnung, Jesus in Gott ist im Heiligen Geist bei uns. Auf dieser Grundlage sucht die versammelte Gemeinde (das sind Frauen, Männer, Diverse), als hermeneutischen Gemeinschaft, im Gespräch über die Bibel und Jesu Leben, immer wieder erneut zur Einsicht zu kommen. Damit wird Religion hinter sich gelassen, Glaubenswahrheit nicht als starre Dogmatik, sondern als dialogische Erkenntnisstruktur erfahren.


    Es resultiert daraus eine weitere Erkenntnis, Jesus spricht nicht zu jeder Gemeinde gleich. Befindet sich doch jede Gemeinde in einer anderen Situation, innen und außen.

    meinst du mit Seligkeit die Errettung aus dieser Welt?


    „Seligkeit, stammt aus dem Zitat von Menno Simons.


    Aber nein es geht Jesus nicht um eine Errettung aus dieser Welt, es geht darum diese Welt wieder ins Lot zu bringen.


    Aber Gottes Wort in der Bibel zeigt uns wie es gelingt und noch vieles mehr.


    Die Bibel ist für Täufer nicht Grundlage des Glaubens. Sie hat einen hohen Wert, aber sie ist nicht Wort Gottes. Wer die Bibel zu Wort Gottes erklärt, macht sich aus der Bibel einen Götzen.

    Die Bibel ist als eine von Menschen geschriebene gottgegebene Hilfe zu verstehen, die richtig verstanden mit dem Wesen Jesus übereinstimmen muß.

    Als Mennonit sehe ich die Bibel als das Wort Gottes an


    Da widerspricht dir selbst Menno Simons: „Nicht in Werken, Worten oder Sakramenten suchen wir die Seligkeit, wie die Gelehrten, sondern allein in Christus Jesus und sonst in keinem andern Mittel, weder im Himmel noch auf Erden.“ und mit ihm widersprechen dir viele andere frühe Täufer:innen

    Herzlich willkommen zurück im Forum Gabriele


    Ich habe das Buch nicht gelesen. Um welche fünf zentralen Punkte handelt es sich, die darin aufgeführt werden. Möchtest und davon erzählen?


    Übrigens, es ist nicht ratsam ein Leben führen zu wollen, wie es die Amischen leben. Aber ja, man kann durchaus viel von ihnen lernen, wenn man bereit ist, sie distanziert zu betrachten, mit der Frage was hätte Jesus gewollt.

    Sind das Landes- oder Bundesregeln?


    Sollte man einen importieren, wäre es, sollten gebogene Schamottsteine drin sein, überlegenswert, einen Satz als Vorrat mitzubestellen.

    Hier ein Video das eine grobe Übersicht zur Entstehung der Bibel gibt


    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    - wogegen du mit deiner Auffassung, dass mit dem Gesetz das Ausleben der Liebe Gottes über den Tod hinaus gemeint ist, du die Kausalität nach Johannes 14 ff leugnest, denn vor dem Ausleben muss sie erst einmal gegeben werden, die Liebe Gottes.


    Kann das bitte etwas genauer erklären werden, denn ich verstehe es nicht.




    - im Gegensatz zu Fasel bist du vollkommen in der Theologie des Paulus verhaftet, zu Paulus kann ich nichts sagen, er besitzt keine göttliche Autorität, er ergänzt, legt aus, widerruft, was vor ihm verkündet wurde, mögen die, die ihm folgen, sich bitte auch dementsprechend Paulusianer nennen.


    Das kann ich nicht unterschreiben. Es gibt welche die Paulus in einzelnen Punkten nicht so auslegen, wie er es gemeint hat, aber Paulus bezeugt Jesus Christus.

    Meiner Meinung nach hat Marcion gar nichts verstanden. Wie auch, wenn man das Leben und Leiden der Amischen nicht kennt. Wie auch, wenn man Gewalt als christliche Notwendigkeit verherrlicht. Wer Gewalt mit dem Gewalttod Jesu rechtfertigt, macht sich mit den Kräften die Jesus ermordet gemeinsam. Nicht die Ermordung Jesu ist was die Rettung (Erlösung) bringt, sonder das Verhalten Jesu, indem er das Gesetz erfüllte. Mit Gesetzt erfüllen, ist nicht das Befolgen von Vorschriften gemeint, sondern das Ausleben der Liebe (Agape) über den Tod hinaus. Das Durchbrechen der Spirale der Gewalt ist die Erlösung, nicht der Kreuztod für sich, der war vollkommen unnötig, er ist ein Verbrechen. Jesus hat seine Mörder bis zum letzten Atemzug geliebt, das ist das Gesetz das Jesus erfüllte – die bedingungslose Liebe.


    Wer entsprechende Passage im Video aufmerksam beobachtet erkennt, Leah ist keine Heldin, sie ist Opfer. Sie steht unter dem ungemeinen Zwang, sich zwischen Familie und ihrem Weg zu entscheiden. Das ist brutal. Mit christlicher Liebe hat das rein gar nichts zu tun. Es ist das genaue Gegenteil davon, es ist Gewalt.

    Die Bibel ist für Täufer nicht Grundlage des Glaubens. Sie hat einen hohen Wert, aber sie ist für sie nicht Wort Gottes. Hier haben sich die Amischen durch Wissensverlust von ihrem Ursprung zurückgezogen, das bedeutet die Bibel nimmt eine zu hohe Gewichtigkeit ein. Was nicht bedeutet, dass es in vereinzelte Gemeinden, auf jeden Fall so mancher Amische für sich, sich Gedanken macht, ob der eingeschlagene Weg noch vertretbar ist. Andere Gemeinden oder Abspaltungen rutschen immer tiefer ins fundamentalistische Schlamassel.


    Man darf nicht vergessen, das von den Lutheranern proklamierte „Sola Scriptura“ diente zur Abgrenzung, damit sollten die Täufer und Römer als Nichtgläubige ausgeschlossen und als exlex erklärt werden. Aber diese lutherischen Solas sind wohl erst im 19. Jahrhundert so formuliert worden.
    Für uns Täufer aber ist die Bibel nicht Wort Gottes, sie zeugt davon (Johannes 5,39, bibelserver). Daraus ergibt sich die Frage, was diese Zeugnisse in der Nachfolge Jesu für uns heute und unser Leben bedeuten, was können wir von ihnen lernen. Heute denken auch viele Lutheraner so.


    Was ist den das Ansinnen der Frage?