Posts by Fasel

    Die Bibel ist für Täufer nicht Grundlage des Glaubens. Sie hat einen hohen Wert, aber sie ist für sie nicht Wort Gottes. Hier haben sich die Amischen durch Wissensverlust von ihrem Ursprung zurückgezogen, das bedeutet die Bibel nimmt eine zu hohe Gewichtigkeit ein. Was nicht bedeutet, dass es in vereinzelte Gemeinden, auf jeden Fall so mancher Amische für sich, sich Gedanken macht, ob der eingeschlagene Weg noch vertretbar ist. Andere Gemeinden oder Abspaltungen rutschen immer tiefer ins fundamentalistische Schlamassel.


    Man darf nicht vergessen, das von den Lutheranern proklamierte „Sola Scriptura“ diente zur Abgrenzung, damit sollten die Täufer und Römer als Nichtgläubige ausgeschlossen und als exlex erklärt werden. Aber diese lutherischen Solas sind wohl erst im 19. Jahrhundert so formuliert worden.
    Für uns Täufer aber ist die Bibel nicht Wort Gottes, sie zeugt davon (Johannes 5,39, bibelserver). Daraus ergibt sich die Frage, was diese Zeugnisse in der Nachfolge Jesu für uns heute und unser Leben bedeuten, was können wir von ihnen lernen. Heute denken auch viele Lutheraner so.


    Was ist den das Ansinnen der Frage?

    Dein Beitrag Georg a. W. verwundert mich nicht. Aber du solltest in deinem Profil angeben, dass Du kein Amisch, kein Täufer bist. Damit Besucher dieser Seite nicht noch auf die Idee kommen, Du vertrittst etwa täuferische Interessen, wenn Du Meinungen von Sektierern unterstützt die körperliche Züchtigung von Kindern hochhalten, und auch sonst allerhand unchristliches Zeug verbreiten und praktizieren - denn wer sowas unterstützt stellt sich mit ihnen gleich.

    Schon wieder so ein Evangelicaler der nicht begriffen hat um was es geht, der aus einer brutal fundamentalistischer menschenfeindlicher Ecke kommt.

    Täufer haben keine Sakramente, auch nicht die Taufe. Ob jetzt Besprengtaufe (sagt man dem so?) oder Untertauchtaufe, ist letztlich egal, man wird auch im Jordan nicht heiliggewaschen. Die Taufe wird als öffentliches Bekenntnis verstanden. Aber natürlich war Abendmahl, Fußwaschung und Taufe immer wieder auf dem Programm und hinterfragt worden, wird es immer wieder, und ja, es gab Abspaltungen deswegen.


    Sie wurden Wiedertäufer geschimpft, weil sie die Kindertaufe als ungültig ansahen, da sie nicht aus freiem Entschluss erfolgte und damit der Wille zur Nachfolge nicht bezeugt ist, der Glaube der Taufe nicht voranging. Es gibt unter den Täufern kein einheitliches Taufverständnis.


    Das aktuelle Taufgespräch an dem Täufer mitwirken fand zwischen Vertreter der katholischen Kirche (Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen), dem Lutherischen Weltbund (LWB) und der Mennonitischen Weltkonferenz (MWK) statt, und wird die nächsten Jahren in den Gemeinden diskutiert.
    https://mwc-cmm.org/resources/…ration-body-christ-church


    Die Konservativen, klar, die machen da nicht mit, da muss man sich neu Taufen lassen, wenn man von einer Amischgemeinde in die andere wechselt. Weil die Taufe bei der alten Amischgemeinde nicht gottgefällig genug war. Der Taufende bei der Taufe 0,2 Zoll zu breite Hosenträger trug, oder das Wasser aus dem Boden und nicht vom Himmel kam.


    Taufe und Beitritt in die (Orts)Gemeinde wird oft als eines angesehen, darin liegt vermutlich das Problem, denn es sind eigentlich zwei Sachverhalte. Aber es gibt nur ein Leib Christi, und der hat viele Glieder.

    Es gibt in Deutschland kein Bruderhof von der Church Communities International (CCI), was sie hier haben sind sogenannte Filialen. Aber sie sind dabei in Österreich einen Bruderhof zu gründen, allerdings sind so viel ich weiß noch keine Bruderhöfer dort.


    Wenn Du die Suche hier im Forum zu Hilfe nimmst, lassen sich Beiträge von Leuten finden welche Filialen schon besucht haben. Es kann auch sein, dass es Beiträge von Leuten gibt, die einen in England oder sonst wo besucht haben.

    Die Schwarzenauer und Co stammen aus einer früheren Gründungszeit, als die Neutäufer (Fröhlichianer). Ich meine gelesen zu haben, die Nennung Schwarzenauer Neutäufer ist relativ jung, finde aber die Quelle nicht. Hab schlicht zu wenig Wissen, um in der Sache mitzureden.


    Der Bruderhof wurde laut Erzählung, beiehungsweise hat sich stark vom Jüdischen und der Kibbuzbewegung beeinflussen lassen.

    Bruderhof ist die inoffizielle Bezeichnung, offiziell nennen sie sich Church Communities International (CCI). Einer der größten Unterschiede zu den Hutterern und ungewöhnlich für Täufer ist, dass sie zentral organisiert sind, also von oben nach unten diktiert wird.


    gisela der Begriff „Neutäufer“ ist mir in Bezug zu den Fröhlichianer bekannt, heute Bund Evangelischer Täufergemeinden. Zur deren Abgrenzung nannten sich die Mennoniten der Schweiz Alttäufer. Dass die Bruderhofgemeinschaft ebenfalls Neu-Täufer genannt werden höre ich jetzt zum ersten Mal, man lernt immer dazu.

    Fasel, bist du auf dem Gemeindetag im Weierhof? Es ist nicht so weit weg von mir, ich spiele mit dem Gedanken mir es einen Tag mal an zu sehen. Es ist doch für Interessierte zugänglich oder ist es nur für mennonitische Gemeindeglieder?


    Möchten würde ich schon wollen, bin aber verhindert. Der Gemeindetag ist für Interessierte offen, aber anmelden muss man sich. Bibelarbeiten, Workshop und Symposium, haben einiges zu bieten. Es gibt auch Programme für Kinder und Jugendliche. Das Programm ist online abrufbar (Unter Informationen > ganz unten, Anmeldeheft, Download). Bis Ende Februar gibt es Frühbucherrabatt. Wenn es Fragen gibt, am besten beim Veranstalter fragen.

    Lieber Georg a. W.


    Ist The Diary noch eineinhalbsprachig oder yuscht english?



    Hast Du dir schon mal die

    • The Mennonite Quarterly Review (MQR)
    • Conrad Grebel Review (CGR)

    angesehen?


    Auch in „Der Brücke“, finden sich neben der Werbung gute Beiträge, aber die ist eher nichts für Dich, weil da auch theologische Fragen besprochen werden.

    Sie verhalten sich so als würden sie immer noch verfolgt, genießen aber seit der Einwanderung weitgehend Religionsfreiheit. Gleichzeitig haben sie ihre eigene Geschichte vergessen, das erkennt man daran, dass sie nicht aus ihr lernen.


    Es gibt Gründe, weshalb Jakob Ammann nachdem es ihm nicht gelang die Gemeinschaft zurückzuführen, sich selber von den Amischen bannte.


    Das Evengelium Jesus Christi ist genau das Gegenteil, von sich aus der Welt zurückziehen. Es will die Welt mit Liebe durchdringen. Es ist eine Befreiung aus der Knechtschaft, die Überwindung der Unterschiede (Galater 3,28), der Unterdrückung. Es ist aus christlicher Sicht unerträglich, wenn Amische außer dem Geschlecht zwischen Männern und Frauen einen Unterschied machen. Es gibt keine Rechtfertigung für das verachtende Verhalten, dass 2000 Jahre n. Chr. Frauen und Männer nicht in allem Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit genießen.


    Beim leidigen Thema Bannpraxis, abgeleitet von Matth. 18,15-18, geht es eben nicht um Rock- oder Bartlänge. Dennoch wird die Bannpraxis bei den Amischen überwiegend für Sachverhalte angewandt die sich mit dem Glauben nicht Rechtfertigen lassen. Dabei verlieren sie jede Form von Mitgefühl. Ich verwende bei der amischen Bannpraxis bewusst nicht den Begriff „Regel Christi“, weil diese Regel anders als bei den Amischen nicht Liebe durch eiserne Kälte ersetzen. Wer Amische kennt, der weiß, von was ich spreche. Der kennt das unendliche Leid aufgrund Nichtigkeiten. Es ist Sünde.