Posts by Vincent

    Hallo Wicky,


    tut mir Leid für die späte Antwort. Bin selten auf dieser Seite.


    Also ich bekam einen Hinweis von einem Bruder aus einer anderen Gemeinde. Er wies auf einen anderen Bruder hin, der in Belize angerufen hatte aber das Plattdeutsch nicht beherrschte. Mit Hochdeutsch ist es nicht so einfach ein Telefongespräch zu führen da sie es dort etwas anders aussprechen. Dieser Bruder hatte die Tel.nr der Dokumentation entnommen( Firmenschild ).


    Dort rief ich dann an und hatte gleich die richtigen getroffen.



    Mit den streng konservativen Mennoniten nahm ich dann dort auf der Straße Kontakt auf und fuhr einfach mit Erlaubnis auf dem Wagen mit und blieb für zwei Tage in Upper Barton Creek. Ich denke ich kann sagen, dass ich noch nie einen spannenderen und interessanteren Ausflug hatte.


    Mögen die Leute denken was sie wollen oder die Lebensweise dieser Menschen verachten aber ich bin der Meinung dass Gott nicht will, dass wir als Christen mit dem Zeitgeist gehen,viel Stress in unserem Leben zulassen und uns Schätze anhäufen, die wir alle hier hier lassen müssen und die uns nur von Gott weg führen.


    Ich bewundere Christen, die es hier in Deutschland wagen, gegen den Strom der Zeit zu schwimmen und sich anders kleiden, verhalten und benehmen wie es die große Masse tut.


    In Belize ist es in dieser Hinsicht wesentlich leichter seinen Glauben konservativ zu leben.


    Gottes Segen allen Lesern!


    Victor

    Hallo Belila,


    es freut mich, dass du auch in Belize warst und das gleich für ein halbes Jahr. Ich war nun schon zwei mal dort aber leider nie länger als drei Wochen. Hast du das Land auch liebgewonnen? Was war der Grund deiner Reise, wenn ich das so fragen darf?


    Ich war dort nachdem ich die Dokumentation "Die Bibelbauern von Belize" gesehen hatte.Es hatte mich gepackt und ich wollte unbedingt diese Idylle kennenlernen. Dabei lernte ich viele liebe Menschen aus den veschiedenen Kolonien kennen,mit denen ich zum Teil noch heute in Brief oder Emailkontakt stehe.


    Ich plane die nächste Belizereise zum 15.März und möchte auch wieder einige Tage in Mexico bei mennonitischen Freunden in Campeche verbringen. Es wollen auch wieder einige Freunde mit wie bei meiner zweiten Reise.


    Wo und bei wem hattest du dich denn dort aufgehalten, wenn ich fragen darf?


    Schöne Grüße, Victor

    Hallo an Alle,


    da ich es den streng konservativen Mennoniten in Tennessee und Belize versprochen hatte, näheres über die Gruppe in der Westukraine zu erfahren, machte ich mich am 25.Februar auf den Weg um sie zu suchen. Hatte einen Bericht und eine grobe Landkarte aus Delano, Tennessee, erhalten.
    Mit www.wizzair.com konnte ich für nur ca 50,- nach Lemberg fliegen, Hin u Rückflug. Mit dem Bus kann man sehr günstig und bequem reisen. Einige Kilometer machte ich auch zu Fuß was aber nicht hätte sein müssen wenn ich mich genauer informiert hätte. Man kann eigentlich in jedes kleine Dorf in der Ukraine mit öff. Verkehrsmittel gelangen da viele kein eigenes Fahrzeug haben.
    Die Gruppe von Gläubigen ( Baptisten ), die elektr Licht und eigene motorisierte Fahrzeuge ablehnen, leben in Dörfern am Fluss Dniester. Rund um Deleva. Könnt bei Google.map nachsehen. Sie leben zum Teil in direkter Nachbarschaft mit Andersgläubigen oder Ungläubigen. Sie haben keine eigene Schule für ihre Kinder, was, wie ich vernahm, vermutlich nicht möglich wäre.
    Ihre Familien sind sehr groß. In Mustetchi hatte die kinderreichste Familie 17 Kinder.
    Sie waren sehr freundlich, offen und aufnehmend. Ich war nur von Sonntag in der Früh bis Montag in der Früh dort. Sie versammelten sich Sonntag nachmitteags im Privathaus eines Mitgliedes.Es war so voll,dass manche im Flur und im anderen Raum standen oder saßen. Sie haben kein separates Gemeindehaus. Sie sangen sehr viel und viel auswendig. Es war einfach warmherzig. Sie erzählten offen über den Grund meines Kommens und ich konnte mich frei mitteilen, in russisch. Sie sprechen ukrainisch und können meist überhaupt kein Russisch aber da die Sprachen verwandt sind, konnten wir uns verständigen.
    Sie benutzen Pferde für Feldarbeit und kurze Strecken. Die Männer bilden im Winter eine Art Arbeitsbrigade und bauen schlüsselfertige Häuser zum Teil weit entfernt von ihrem Wohnort. Sie chartern ein Fahrzeug und lassen sich Montag zur Baustelle bringen und Freitag wieder zurück.
    Sie meinten sie hätten genug Geld um sich Autos zu leisten aber sie wollten es aus Prinzip nicht. Sie möchten einfach, bescheiden und demütig für Gott leben. Sie organisieren warme Mahlzeiten für verschiedene Krankenanstalten und ihre Hilgfe ist sehr willkommen.
    Sie haben die Untertaufe und praktizieren sie im Fluss, aber heimlich. Das haben sie aus der kommunistischen Zeit so beibehalten. Von den Leuten dort bekam ich die Tel.nr eines Beachy-Amisch-Mennoniten in Chernivtsi, einer größeren Stradt nahe der rumänischen Grenze. Dort konnte zwei Tage verbringen. Dort helfen Beachymennonites aus Georgia, USA. Sie haben schon mehrere Gemeinden in der Ukraine, eine größere in Kiew.


    Soweit der Bericht. Ihr dürft gern Fragen stellen.


    Liebe Grüße, Victor

    Hallo an alle,


    weiß jemand etwas über eine Gruppe im Westen der Ukraine, die wie Amische leben?


    Habe eine Nachfrage einer sehr konservativen Mennonitengemeinschaft in Tennessee von Anfang Oktober.


    Ich versprach ihnen mich zu informieren und hier wurde schon etwas darüber geschrieben. Sehr gut.


    Ich habe einen günstigen Flug nach Lvov(Lemberg) zum 25.Februar für 7 Tage gebucht.


    Laut Skizze der Freunde in Tennessee soll die Community zwischen Lvov und Cernovzy liegen, also im Großraum Ivano-Frankovsk, im Westen der Ukraine.


    Ich möchte die Gegend mal etwas erkunden und meinen lieben Freunden in Tennessee und Belize über diese Gruppe Bericht erstatten wenn es sie denn wirklich gibt.


    Ein Amisch-Freund, Victor

    Hallo Ihr Lieben,


    Ich durfte die Bibelbauern in Belize nun schon zwei mal besuchen. Es war wunderschön und abenteuerlich.
    Der Anlass war eben diese Dokumentation. Mich hat diese wunderschöne, sattgrüne Tropenlandschaft dort sehr
    beeindruckt und ich wollte es mir mal real anschauen. Die Mennoniten dort und ihre Lebensart haben mich natürlich auch sehr interessiert und ich durfte dort viele neue Bekanntschaften machen und Freundschaften schließen. Ich bin selber Mennonit ( russlanddeutscher ) und spreche ein ähnliches Plattdeutsch wie es in Belize,Mexico, Paraguay,Bolivien usw gesprochen wird. Das macht die Kontaktaufnahme wesentlich leichter.
    Ich war das erste Mal Ende Februar,Anfang März 2008 für ca 3 Wochen dort. Gerade zu der Zeit wurde das 50 j.
    Jubiläum der Einwanderung deutscher Mennoniten nach Belize in Spanish Lookout gefeiert und es war sehr beeindruckend.
    Ich muss aber auch sagen, dass so eine Doku nur einen einseitigen Eindruck vermittelt. Es kommt ganz darauf an wie es rübergebracht wird. So hatte ich gedacht, dass dort am Tisch wirklich nicht gesprochen wird. Das war bei der Familie, wo ich damals sehr freundlich aufgenommen wurde, gar nicht so. Wir plauderten und lachten am Tisch ähnlich wie ich es von Deutschland kenne.
    Und die streng konservativen Mennoniten habe ich besonders ins Herz geschlossen. Sie sind noch offener und herzlicher und freuen sich riesig über Besuch aus Deutschland. Sia lassen dann größtenteils ihre Arbeit und nehmen sich Zeit für den Besucher. Durfte dort eine junge Familie aus dem Raum Gießen kennenlernen,die vor Jahren dorthin ausgewandert waren und gerne von der Gemeinschaft aufgenommen wurden.
    Habe seitdem mit mehreren Leuten dort regen Briefkontakt und es ist sehr angenehm mit solch einfachen und bescheidenen Christen, die den Werteverfall unserer westlichen Welt nicht richtig kennen, im Austausch zu stehen.


    Liebe Grüße, Victor