Posts by Hannah1

    Habe es inzwischen da liegen aber selber noch nicht gelesen, alle die ich kenne und es lasen, sind begeistert davon: Schalom - das Projekt Gottes


    Das Buch wurde mehrmals überarbeitet, der Verlag ist jetzt auch ein anderer, die aktuelle ISBN ist 978-3-88744-203-3

    Die Lebensgemeinschaft „Ökodorf Sieben Linden“ in Beetzendorf ist auch eine interessante Sache. War schon jemand dort zu Besuch und weiß aus eigener Erfahrung zu berichten?

    In den mir zur verfügungstehenden Quellen ist Jakob Ammann als Ältester, nicht aber als Bischof genannt. Möglicherweise stammt der Begriff Bischof aus einer Rückübersetzung von dem englischen.

    Vorweg:
    Da Amisch ein deutsches Wort ist, solltest Du es im Referat auch so verwenden. Also schlicht und einfach »die Amisch bzw. Amischen«. Das Wort Amisch ist eine Kurzform und bedeutet, denen zur Gruppe Ammann Gehörenden. (Ammann – die Ammannischen – die Amischen)


    Jakob Ammann (1644-1731?) von Beruf Schneider, stammte aus Erlenbach im Simmental/Schweiz. Er wurde vom Ältesten Hans Reist aus dem Emmental, zum Ältesten eingesegnet und zog kurz darauf mit seinen Eltern nach Heidolsheim und Anfang 1693? nach Markirch im Lebertal. Den Täuferergemeinden die er dort vorfand, warf er schon bald vor, zu freundschaftliche Beziehungen zu den Reformierten zu pflegen und zu offen für äußere Beeinflussungen zu sein. Daher forderte er die Rückbesinnung auf täuferische Tugenden der Absonderung und die Rückkehr zu strikter Gemeindezucht. Es ist davon auszugehen, daß er sich dabei auf das Dordrechter Glaubensbekenntnis bezog, welches von den Elsässer Mennoniten (Täufer) zuvor angenommen wurde. Jakob Ammann fand mit seiner Gesinnung nicht nur Freunde, sein härtester Gegenspieler war der Wortführer Hans Reist. In Folge kam es zu heftigen Auseinandersetzungen in der er zu keinerlei Kompromissen in Glaubensfragen bereit war. Schlußendlich fing er an jeden zu bannen, der sich ihm nicht anschlossen. So kam es im Elsass zur Bildung von Amischgemeinden, später auch in Hessen, der Pfalz und in Bayern.


    Zur Unterscheidung wurde ab da von den Reistischen (Hans Reist) und den Amischen (Jacob Amman) gesprochen.



    Mit Schweizer Brüder sind jene Täufer gemeint, welche aus dem Gerbelkreis (Zürich) hervorgegangen sind und sich rasch im Süddeutschen Raum ausgebreitet haben. Unter dem Druck der Verfolgung und der Katastrophe des Dreißigjärigen Krieges verschwanden die Gruppen in Schwaben, Baden, Bayern, Franken und der Pfalz völlig. Nur in Tälern des Berner Oberlands und in einsamen Tälern im Jura konnten einige Gemeinden überlebten. Von dorther stammen die heutigen Mennoniten in Süddeutschland, Frankreich und der Schweiz: auf sie geht ein Teil der Täufer in Nordamerika zurück, u. a. die Amischen.

    Die Täufer – von ihren Gegnern in kriminalisierender Absicht „Wiedertäufer“ genannt – kann man als „dritte Religionspartei“ der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert in Deutschland bezeichnen ... weiter ...