Fruchtige Popkorn-Kugeln (die amische Köchin)

  • Lovina Eicher schreibt: Gestern nach dem Gottesdienst haben wir unser jährliches Weihnachts-Büffet gefeiert. Und wie immer gab es viel zu viel zu essen: Aufläufe, Schinken- und Käse-Schnitten, Salate, Gemüse, Dips, Pudding, Kuchen, Pies und so weiter standen auf der Speisekarte.


    Ich habe eine große Schüssel selbst gemachten Kartoffelsalat mitgebracht. In unserem Kirchdistrikt gibt es viele kleine Kinder, deshalb wollen an einem solchen Tag viele Leute mit Essen versorgt sein. In unserer Gemeinde leben mehr als 100 Kinder unter 16 Jahren. Das Büffet wurde im Untergeschoss des Hause serviert, in dem der Gottesdienst stattgefunden hatte. Wir haben das Büffet so aufgebaut, dass die Männer und Jungen sich auf der einen Seite anstellen konnten und die Mädchen und Frauen auf der anderen, wodurch es zwei Schlangen gab, und deswegen ein schnellerer Durchlauf möglich wurde.


    Jakob, Emma und ihre Familie sind nach dem Büffet noch mit zu uns gekommen, und wir haben Gesellschaftsspiele gespielt. Die Mädchen haben Popcorn gemacht, und es gab ungeschälte Erdnüsse. In der Weihnachtszeit sind in unserer Familie die ungeschälten Erdnüsse eine Tradition. Unsere Großeltern haben uns an Weihnachten immer ungeschälte Erdnüsse und eine Orange auf unseren bunten Teller gelegt.


    An Neujahr haben wir immer bei Großvater Graber Weihnachten gefeiert. Sie wohnten in der gleichen Straße wie wir, deshalb konnten meine Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen uns früh morgens bei uns treffen. Danach sind wir gemeinsam zu den Großeltern gegangen. Es war immer noch dunkel, wenn wir morgens bei ihnen eintrafen. Wir haben uns vor ihrem Eingang aufgestellt und das traditionelle Neujahrslied gesungen. Großvater und Großmutter sind dann zur Tür gekommen, und ohne Unterbrechung des Liedes sind wir alle in ihr Haus eingezogen.


    Ihr Haus war an das Haus von Onkel Henry und Tante Barbara angebaut, die wir an diesem Tag auch besuchten.
    Großvater und Großmutter saßen in ihren Schaukelstühlen, während wir Enkel uns anstellten, um ihnen ein guten Neues Jahr zu wünschen. Als ich ein junges Mädchen war, waren wir insgesamt 88 Enkelkinder, und deshalb dauerte es seine Zeit, bis wir sie alle begrüßt hatten. Die Jahre gehen so schnell dahin, und inzwischen sind meine Großeltern, meine Mutter, mein Vater und auch einige Tanten und Onkel gestorben. Vier der acht Geschwister meiner Mutter leben nicht mehr. Es war schön, als letzte Woche ein Brief von Tante Lovina, die in Ohio wohnt, eintraf. Ich wurde nach ihr benannt.


    Und zufälligerweise habe ich letzte Woche zwei Cousinen in der Stadt getroffen: Tante Lovinas Töchter. Wir haben uns an unsere Jugendtage erinnert und an all die guten gemeinsamen Erlebnisse. Es war wirklich schön sie alle wieder zu sehen. Wir planen am 7. Januar mit Joes Verwandten Weihnachten zu feiern. Meine Schwester Leah und ihr Mann Paul möchten im kommenden Jahr unser jährliches Familientreffen ausrichten.


    Die Weihnachtssaison ist derart voll und mit so vielen Treffen belegt, dass es manchmal ganz schwierig ist einen Tag zu finden, an dem alle können. Das letzte Weihnachtstreffen bei Leah und Paul fand 2004 statt. Kaum zu glauben, dass das schon wieder sieben Jahre her ist. Wir wechseln uns mit dem Ausrichten der jährlichen Treffen ab. Wir sind acht Geschwister, aber meine Schwestern Susan und Verena tun sich für ihr Treffen zusammen, da beide keine Familie haben. Die Familie ist im Laufe der letzten sieben Jahre gewachsen. Von den Nichten und Neffen war vor sieben Jahren noch niemand verheiratet. Inzwischen sind acht von ihnen verheiratet und meine Eltern haben 17 Urenkel.


    Am Donnerstag, den 22. 12. wird mein Mann Joe 43 Jahre alt. Das wir sein letzter Arbeitstag in diesem Jahr werden. Seine Firma macht zwei Wochen Betriebsferien und er muss erst am 9. Januar wieder arbeiten gehen. Die Kinder haben in der gleichen Zeit Ferien. Kevin, 6, erinnerte mich heute daran, dass wir nur noch einmal bis zum Weihnachtsprogramm der Schule schlafen müssen. Und Joseph, 9 erinnerte und daran, dass es nur noch sechs Tage bis Weihnachten sind. Wir wünschen jedem einzelnen vom Euch Lesern eine gesegnete Weihnacht, mögt Ihr die Feiertage im Kreis Eurer Freunde und Lieben verbringen.


    Hier kommt eine etwas andere Weihnachts-Süßigkeit:


    Fruchtige Popkorn-Kugeln
    6 l fertiges Popkorn, ungesalzen und ungesüßt
    3 Tassen große Marshmellows (ca. 36 St.)
    3 Essl. Butter
    3 Essl. fertige Gelantine mit Fruchtgeschmack


    Das Popkorn in eine große Schüssel geben. In einem mittelgroßen Topf auf kleiner Flamme Butter, Marshmellows und Gelantine unter ständigem Rühren vermengen. Von der Flamme nehmen und die Marshmellow-Mischung über das Popkorn geben und gut vermischen. Aus der Popkornmischung tennisballgroße Kugeln formen und auf einem leicht gefetteten Backblech trocknen lassen. Ergibt 24 Stück. (Übers. G.)