Apfelbrot (die amische Köchin)

  • Lovina Eicher schreibt: Wir genießen das herrliche Herbstwetter. Viele, viele Blätter sind in der letzten Woche von unseren Bäumen gefallen und haben überall wunderschöne Herbstszenerien geschaffen. Damit einher ging angenehmes, warmes und sonniges Wetter. Die jüngeren Kindern haben sich damit vergnügt, große Laubhaufen aufzutürmen und sich darunter zu verstecken. Am Freitag musste Joe nicht in seiner Firma arbeiten, deshalb konnte er den Garten pflügen, was bedeutet, dass das für dieses Jahr erledigt ist.


    Unsere Söhne Benjamin und Joseph halfen ihm dabei den Mist in den Garten und auf die Felder auszubringen. In der letzten Woche haben die Mädchen und ich alle Vorhänge und Fenster im Erdgeschoss gewaschen. Heute ist wieder ein schöner Waschtag, und wir werden alle Vorhänge aus den oberen Schlafzimmern waschen. Während diese auf der Leine trocknen, wollen wir die oberen Fenster putzen. Nach den ganzen feuchtkalten Tagen im September wissen wir dieses Oktoberwetter umso mehr zu schätzen. In dieser vergangene Woche konnten wir ganz oft draußen auf der vorderen Veranda essen. Man braucht sich nur dort hin zu setzen und kann all die Schönheit, die unser Schöpfer geschaffen hat, in sich aufnehmen. Mein Mann Joe konnte bei dem warmen Wetter mehrmals draußen grillen.


    Unsere Tochter Verena muss zweimal die Woche zur Krankengymnastik, nachdem der Gips abgenommen wurde. Sie wird eine Knöchelschiene bekommen, die sie im Schuh tragen kann, damit das Fußgelenk gestützt wird. Sie ist nach einer Stunde Therapie ganz erschöpft. Es ist auch für mich anstrengend, sie zweimal pro Woche dorthin zu bringen, aber ich bin so froh, dass es ihr hilft. Wir sind sehr dankbar, dass sie keine Krampfanfälle mehr hat, allerdings leidet sie häufig unter Kopfschmerzen. Letzte Woche fand in unserer Gemeinde der Abendmahlsgottesdienst statt. Es gibt drei neue Babys in der Gemeinde, und alle sind von unseren Nachbarn. Zwei der Babys sind Zwillinge, was ihnen noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit einbringt. Es sieht so aus, als ob die Mutter alle Hände voll zu tun hätte mit den Zwillingen, einem 1½-jährigen Sohn und einer 5½-jährigen Tochter. Die Zwillinge sind ein Junge namens Lyndon und ein Mädchen namens Lanette. Unsere Gemeinde hat Windelvorräte für sie organisiert, und viele Mahlzeiten werden ihnen gebracht. Das ist eine große Hilfe für eine Familie in einser solchen Situation.


    Ich habe es geschafft meine Roten Bete und die Paprika in der letzten Woche einzumachen. Ich habe noch Butternut-Squash zu liegen, den uns jemand gebracht hat. Ich würde ihn gerne kochen und Püree zum Backen daraus machen. Es schmeckt ganz ähnlich wie Kürbis. Die Bauern ernten Kartoffeln, Bohnen und Mais. Ich würde gerne zu einem Feld gehen und einige Kartoffeln aufsammeln und für den Winter einlagern. Die Erntemaschine erfasst nicht alle Kartoffeln, und deshalb lassen die Bauern die liegengebliebenen von Leuten auflesen. Weil unsere eigenen Kartoffeln nicht gut gewachsen sind, freuen wir uns darauf, auf diese Weise welche zu bekommen. Die Hirschjagd für Bogenjäger ist ebenfalls eröffnet. Joe ist noch unentschlossen, ob er Hirsche mit dem Bogen jagen soll. Es jagt immer mit dem Gewehr, allerdings beginnt die Gewehr-Jagdsaison später. Es ist zu schön hier draußen zu sitzen und zu schreiben, aber es wird Zeit mit der Wäsche anzufangen.


    Die Apfelsaison ist in vollem Gange, wir trinken viel frischen Most und haben ein Menge Äpfel für Apfelmus und Kuchen. Dies ist ein leckeres Rezept für selbstgebackenes Apfelbrot. Letzte Woche habe ich Euch ein Rezept für Apfelkuchen gegeben, und dies Rezept ist ebenso gut!


    Apfelbrot
    ½ Tasse Butter oder Margarine
    1¼ Tassen Zucker
    2 Eier
    2 Tassen Mehl
    2 Teel. Backpulver
    ½ Teel. gem. Zimt
    ¼ Teel. Muskat
    1½ Tassen klein geschnittene Äpfel


    Den Backofen auf 180 Grad C. vorheizen. In einer großen Rührschüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Eier nach und nach zugeben. Alle trocken Zutaten zusammen sieben und unterheben. Zum Schluss die Äpfel unterziehen. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und bei 180 Grad ca. 1 Stunde backen. (Übers. G.)

    Edited 5 times, last by gisela ().

  • Liebe Gisela,


    vielen Dank für Deine wöchentliche Berichterstattung und Übersetzung.Ich freue mich jedesmal auf den Beitrag ist wirklich wunderschön zu lesen und man kann dabei auch ein wenig träumen,von der heilen Welt der Amish,habe übrigens den Apfelkuchen gemacht hat der ganzen Familie sehr gut geschmeckt.Also nochmals danke und ich hoffe du lässt uns weiter an den Geschichten von Lovina teilhaben.


    Morgendliche Grüsse sendet Dir Barbara :thumbsup:

  • Danke, liebe Barbara, für die frühen Grüße und das liebe Kompliment! Meine Freundin M., für die ich die Kolumnen als Geburtstagsgeschenk übersetzt habe, hat sich ebenfalls sehr gefreut.


    Wenn Du Lovina selbst schreiben möchtest, dann bist Du herzlich dazu eingeladen: Readers with culinary or cultural questions or to share recipes write Lovina at: Lovina Eicher, c/o Oasis Newsfeatures, P.O. Box 157, Middletown, OH 45042. Sie ist - wie jede Köchin - immer auf der Suche nach guten, neuen Rezepten. Über eines aus Deutschland freut sie sich ganz sicher. Allerdings solltest Du die Mengen und Temperaturen umrechnen. Nachmittagsgrüße von Gisela

  • Gerade gebacken, schmeckt sehr lecker! Ist aber eher ein Kuchen, als ein Brot. Aber das war ja zu erwarten :D
    Danke, auch von mir, liebe Gisela, für die Übersetzungen!


    Gruß,
    Clara

  • Ich hab glaub ich auch ein Apfelfrüchtebrot-Rezept. Und das ist auch mehr Brot als Kuchen. Wenn es jemanden interessiert, kann ich es mal raussuchen und euch schreiben.


    Keturah