Pfirsich-Käse-Kuchen (die amische Köchin)

  • Lovina Eicher schreibt: Während der letzten Woche konnte ich fleißig im Garten arbeiten. Unsere Gurken sind in diesem Sommer wirklich gut gewachsen. Ich habe letzte Woche Dill-Pickles und Gewürz-Jalapenos eingeweckt. Ich würde gern noch ein paar mehr Behälter mit Dill-Pickles machen und noch mehr Tiefkühl-Pickles. Unser früher Kohl ist inzwischen verspeist und ist damit für dieses Jahr Geschichte. Die Jungen haben nach und nach die letzten roten Kartoffeln gerodet. Wir haben ein Beet mit Zuckermais, das wir derzeit abernten. Lecker! Und wir haben noch ein weiteres Beet mit Zuckermais, der später reift, damit wir noch länger etwas davon haben.


    Am Freitag wurde die 11 Monate alte Clara beerdigt. Clara war ein kleines Mädchen aus unserer Kirchgemeinde und die Nichte von Tim, dem Freund unserer Tochter Elizabeth. Sie hat diese Welt in so frühen und zarten Alter verlassen. In dieser Woche wird es für ihre Familie sehr schwer werden, zum normalen Alltag zurückzukehren. Spuren von ihr werden überall zugegen sein, aber es bleiben nur die Erinnerungen zurück. Wenn die Stillzeiten dran wären, dann werden die Arme ihrer Mutter sie halten und kuscheln wollen. Meine Schwester Emma kann die Gefühle der Mutter nur zu gut nachvollziehen, denn sie hat letztes Jahr ihr eigenes Baby Marilyn verloren. Gottes Wege sind nicht unsere Wege. Er weiß, was gut für uns ist.


    Einige der Frauen aus unserer Kirchgemeinde übernahmen die Vorbereitung der Trauer-Mahlzeiten. Jede war zur Mithilfe eingeladen, indem sie eine Mahlzeit während der Aufbahrungszeit übernahm. Am Morgen der Beerdigung bin ich mit einigen anderen Frauen um 6:30 Uhr hingegangen, um die belegten Brote für die Beerdigung vorzubereiten. Während der Aufbahrung wurden kleine Zettel ausgegeben, für diejenigen, die einen mitnehmen wollten. Darauf stand, war man für die Beerdigung mitbringen sollte. Man konnte sich aufgrund der Zettel entweder für Hühnerbrühe oder Kartoffelsalat oder Götterspeise mit Früchten oder Kuchen entscheiden. Als die Zettel vergeben waren, wussten alle, dass für die Beerdigung genug Essen bereitstehen würde. Die Brühe wird für Hühnersuppe mit Nudeln verwandt. 11 Kochtöpfe mit je 10 Litern wurden gemacht. Und am Morgen der Beerdigung haben wir ca. 500 belegte Brote mit Schinken gemacht, von denen 75 oder 100 am Schluss übrig waren.


    Nach der Beerdigung bin ich noch zum Abwaschen dageblieben und wir haben für die Trauerfamilie das Abendessen zubereitet. Es war 19:30 oder sogar 20:00 Uhr als ich wieder nach Hause kam. Ein Tag war vergangen, aber ich war froh, dass ich ihn mit Helfen verbringen konnte. Die Last ist erheblich leichter zu tragen, je mehr Leute sie tragen helfen. Ich bin sehr froh darüber, dass ich zu einer Kirche und einer Gemeinde gehöre, in der man sich in einer solchen Situationen um einander kümmert.


    Inzwischen versuche ich zu entscheiden, ob ich heute Wäsche waschen soll. Bis eben war es bewölkt. Ich würde mit der Wäsche gerne bis Mittwoch fertig sein, wenn unsere Tochter Verena am Fuß operiert wird. Ich habe den Eindruck, dass sie deswegen langsam etwas unruhiger wird.


    Unsere Töchter Elizabeth und Susan sind wieder beim Mais-Entquasten. Sie hoffen, dass die diesjährige Saison morgen beendet wird. Am Sonnabend findet zur Feier des Entquastungsendes ein Picknick statt. Meine Schwestern Verena und Susan richten am Sonnabend, den 20. August unser diesjähriges Familientreffen aus. Wir wechseln uns immer ab. Deshalb ist nächstes Jahr meine Schwester Leah dran. In jedem Jahr fehlt jemand schmerzlich. Wir hatten gehofft, bei dem Anlass unsere lieben Eltern immer zu treffen, aber Gott hatte andere Pläne für unsere Zukunft.


    Gestern sind Emma und Jacob mit Familie zu uns gekommen und wir haben draußen gebruncht. Mein Mann Joe hat Koteletts gegrillt, und es gab Eier, Soße mit Würstchen, Hefebötchen, Kartoffeln, Käse, Tomaten, Gewürzpaprika, Apfelmost, Milch und Kaffee, und noch den Gelantine-Kuchen, den Emma mitbrachte. Nachdem das Geschirr abgewaschen und eingeräumt war, hat unsere Tochter Susan allen Rootbeer serviert. Es war sehr angenehm einmal draußen zu kochen und zu essen.


    Verena, Benjamin und Loretta gehen gerade meine Pfirsiche abholen. Eine Frau aus der Kirchengemeinde nimmt Bestellungen für alle anderen Frauen entgegen. Die Pfirsiche werden an ihre Adresse geliefert, von wo wir sie abholen können. Hier kommt das Rezept für den Kuchen, den ich backen werde, sobald ich die Pfirsiche bekomme.


    Pfirsch-Käse-Kuchen
    - Teig
    2/3 Tasse Mehl
    1 Teel. Backpulver
    ½ Teel. Salz
    1 Ei
    ½ Tasse Milch
    3 Essl. geschmolzene Butter
    1 Dose Pfirsiche, Saft auffangen


    - Käse-Creme
    250 gr Frischkäse
    ½ Tasse Zucker
    3 Essl. Pfirsichsaft


    - Zucker und Zimt
    1 Teel. Zucker
    ½ Teel. gem. Zimt


    Den Backofen auf 180 Grad C vorheizen. In einer großen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermengen. Ei, Milch und Butter zugeben und 2 Minuten lang rühren. In eine gut gefettete Springform geben. Die abgetropften Pfirsiche auf dem Teig verteilen. Für die Creme alle Zutaten glattrühren und über die Pfirsiche löffeln. Zucker und Zimt vermengen über ie Füllung streuen. Bei 180 Grad C ca. 30-35 Minuten backen. (Übers. G.)

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  • Diesen Kuchen gibt es in abgewandelter Form morgen zum Nachtisch. Ich freue mich schon jetzt darauf. Er wird von der Kuchenbäckerin meines Vertrauens gebacken, daher bestimmt gelingen.