Einkochen oder Einfrieren?

  • Nach Eisheiligen beginnt die Gartensaison. Und viele Hobbygärtner fragen schon bald: Wohin mit dem ganzen Obst und Gemüse? Wer es gelernt hat und die Zeit dafür findet, kann manche Köstlichkeit für die kalte Jahreszeit konservieren.


    1994 erschien ein Buch mit amischen Einmachrezepten. Nicht nur beim Kochen und Backen unterscheiden sich US-Rezepte von europäischen. Sowohl manche Obst- und Gemüsesorten als auch die Zubereitungsweisen sind anders als hierzulande. Auch die Einweck-Methoden und -Gerätschaften unterscheiden sich.


    Im gleichen Jahr 1994 übrigen nahm die amische Manufaktur "Blizzard" die Herstellung gasgetriebener Gefriergeräte auf. Seitdem haben amische Hausfrauen es leichter, weil sie die eigenen Gartenerzeugnisse schonend einfrieren können. Gutes Gelingen bei der Hobbygärtnerei wünscht Gisela

  • Hallo Gisela!


    Ich liebe es im Garten zu arbeiten! (wenn Zeit dazu ist!)
    Kräuter trockne ich gern oder mach daraus Ölauszüge, um
    sie dann in Seifen oder Salben zu verarbeiten!


    LG
    die Wicky

  • Kocht jemand von euch ein?


    Falls ja, was kocht ihr ein?


    Ich nutze das einkochen um auch im Winter eigenes Gemüse essen zu können.
    Wenn ich krank bin ist flott ein Essen auf dem Tisch ohne auf Konserven zurück greifen zu müssen. Und Grund Nr 3 ist dass ich gerne Vorräte im Haus habe. Man weiß ja nie was kommt...

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Marie86
    Ich koche auch ein. Mein Garten dürfte gut und gerne vier mal so gross sein, aber es bleibt doch manchmal noch was übrig zum einmachen. Tomatensauce, Konfitüren / Gelees, Apfelmus, ich lege aber auch Gemüse und Früchte ein in Zuckersirup oder Essigwasser und Salz. Gemüse blanchiere ich meistens und dann ab in den Gefrierschrank damit. Schöne Beeren - die nicht direkt vom Strauch gegessen wurden - friere ich auch ein. Aus den nicht mehr so schönen Früchten von Trauben, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Apfelbeeren, Minikiwi, Heidelbeeren und aus Holunderblüten/und -beeren mache ich Sirup oder Saft. Bei den Amischen habe ich auch in Zuckersirup eingelegte Randen (ihr sagt glaube ich rote Beete?) gegessen. Das habe ich letztes Jahr auch probiert. War DER Renner! Heuer habe ich bereits ein ganzes Beet mit Randen reserviert. Auch sehr beliebt sind eingemachte Äpfel bei uns. Zucchini und Gurken kommen zum Glück immer sofort weg, obwohl ich manchmal 6-8 gut tragende Gurkenstöcke im Garten habe. Die kann man - glaube ich - nicht gut einmachen.
    Was kochst du so ein?

  • Meine Schwiegermutter hat seit Neuestem einen Dörraparat. Mal sehn, vielleicht nutze ich den dieses Jahr auch. Obwohl wir alle eigentlich nicht so auf getrocknete Früchte stehen.
    Aber für meine Tees wird's wohl praktischer sein zum trockenen, als 2 Tage den Backofen zu blockieren wie bis anhin.

  • also ich verusche auch viel selbst zu machen. da wir nicht ganz so viel platz im garten haben, sammel ich draußen viel. wir sammeln äpfel am wegrand und ich mach mus draus, wir sammeln in gärten (natürlich nur wo wir dürfen) pflaumen und mirabellen. daraus hab ich letztes jahr 11 gläser marmelade gekocht (leider ist keins mehr übrig). Genau so sammeln wir holunderblüten und wir hoffen dieses jahr gibt es wieder mehr kornellkirschen. bei uns wachsen auch viele wilde kirchen, die holen wir uns auch. leider sind bei den himbeeren, erdbeeren, brombeeren und anderen früchten immer alle weg bevor ich sie verwenden konnte, deshalb muss ich für sowas aufs erdbeerfeld.
    zudem versuch ich oft große mengen zu kochen und friere die reste ein, um einfach mal was für die schnelle zu haben.
    diese jahr bauen wir riesentomaten an und ich hoffe die einkochen zu können.
    einen dürrer hätte ich auch gern, aber die sind leider so teuer, dnn könnte ich noch trockenobst für den winter machen ohne das sie viel an vitaminen und geschmackt verlieren. so werden sie hlt sofot gegessen ;)

  • So, lieb Leit´ ,
    heute haben wir Löwenzahngelee gemacht.
    Da bei uns gerade Ferien sind, waren wir heut früh aktiv auf Wiesen unterwegs und haben Löwenzahnblüten gesammelt. Da wir zuhause noch Apfelsaft aus Klaräpfeln haben, war dies die Grundlage. Vielleicht noch zur Erklärung, für diejenigen, welche es nicht wissen: Saft aus Klaräpfeln enthält weniger Fruchtzucker, schmeckt daher auch herber als "normaler" Apfelsaft. Er hat auch weniger Farbe, aufgrund unserer Presstechnik haben wir aber mehr Fruchtfleischanteil im Saft, was bei nachfolgendem Rezept wieder von Vorteil ist.


    Hier das Rezept:
    ca. 1 kg Löwenzahnblüten (Grundmenge wären 200gr.)
    ca. 1,5 kg. Gelierzucker (bei Kauf-Apfelsaft weniger)/(Grundmenge hier ca. 700 gr)
    eventuell Saft von 1 - 2 Zitronen (Grundmenge 1/2 Zitrone)
    ca. 3 ltr. Apfelsaft (Grundmenge 1 ltr.)


    Achtung: Bei der Verarbeitung der Löwenzahnblüten eventuell Handschuhe benutzen, sonst sind die Finger nachher tagelang braun


    Vorgehen:
    Blüten waschen und in einen großen Topf geben. Apfelsaft dazugiessen (erstmal geben wir nur 2 ltr. hinein, bei Grundmenge gleich alles),
    ca. 10 - 15 Minuten aufkochen (dabeibleiben!!), leicht rühren. Dabei Restsaft zugeben. Dann über Nacht ziehen lassen.


    Am nächsten Tag (mind. 12 Std. dazwischen) den ganzen Saft abseihen, Zitronensaft und Gelierzucker dazugeben und wiederum 5 Minuten aufkochen (rühren!!).


    Das heisse Gelee in Gläser füllen und dann behandeln wie andere Marmeladen auch.
    Als Deko können natürlich Blüten oder auch Blätter mit eingelegt werden.
    G´segnet´s Frühstück dann


    PS: Abschließend noch eine kleine Bitte: wenn ihr Blüten sammelt und ihr braucht mehr, dann nehmt nicht alles von der gleichen Wiese. Entnehmt gewissenhaft von verschiedenen Wiesen.
    Und das Straßenränder und sonstige Gebiete tabu sind, sollte Euch Eure Gesundheit wert sein.

  • Hallo Jakobwohl,


    das klingt ja interessant! Wie schmeckt denn so ein Löwenzahngelee??


    Ich habe heute aus eingefrorenen Aroniabeeren Gelee gekocht. Der schmeckt etwas herb, aber sehr lecker.


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo Sabine,
    tja... wie beschreibt man Geschmack? :)


    Durch die Verwendung der Klaräpfel in unserem Saft ist der Apfelgeschmack im Löwenzahngelee nur schwach. Die Blüten selbst haben ein eigenes Aroma, leicht süßlich. Wir nehmen nur wenig Zitronensaft, so daß sich dieser geschmacklich nicht auswirkt.


    Aber Vorschlag: Suche Dir eine schöne Blüte, ernte sie ab (nachsehen wegen Tierchen, etc) und iß sie roh. Dieser Geschmack in abgeschwächter Form findet sich im Gelee wieder.


    Und daß man die gesamte Löwenzahnpflanze als Salat essen kann, dürfte ja bekannt sein. Auch eine sehr leckere Sache.


    Liebe Grüsse


    Jakobwol

  • Lieber Jakobwohl


    Das ist eine gute Idee! Ich habe schon einmal LöwenzahnHONIG nach einem Rezept gemacht. Der wurde aber schlussendlich so dick, dass er nicht aus dem Glas zu kriegen war. Nicht mal mit Erwärmen hatte ich eine Chance, ihn aus dem Glas zu kriegen - na ja, 4 Gläser weniger und das Rezept ist im Abfall gelandet.
    Dein Rezept probiere ich gerne mal aus!

  • Liebe realnanuk,
    zum Löwenzahnhonig habe ich folgendes "Rezept": nimm guten Blütenhonig, bringe ihn auf vorsichtige 35 - 38 Grad Celsius und gib die Blüten von Löwenzahn hinzu. Gut einrühren und bei dieser Temperatur mindestens 12 Stunden halten. Der Honig nimmt dann eine mehr gelbliche Farbe an und der Geschmack geht eher Richtung Löwenzahn.
    Alle anderen Rezepte schlugen bei uns auch fehl (mit Rapshonig haben wir nicht gearbeitet und Tannenhonig ist eher zum Fasten).


    Wir haben es mit der Temperatur einfach, da unser holzbefeuerter Küchenofen momentan noch in Betrieb ist und so die Raumtemperatur leicht auf das gewünschte Niveau gebracht werden kann.


    Achtung: Honig niemals über 40 Grad Celsius erwärmen (auch wenn in manchen Koch- und Backanleitungen etwas anderes steht!) und niemals im Sonnenlicht stehen lassen.


    Liebe Grüsse


    Jakobwol

  • Juhui, gestern Samstag sind Holunderblütensirup und Gelee entstanden. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn die leeren Flaschen nach dem Winter wieder aus dem Regal genommen werden können und die Ernte-Saison für Sirup mit den Holunderblüten beginnt.
    Frohes Schaffen und ein herzliches Gott mit euch
    Nadine

  • Wow... da seid Ihr uns aber weit voraus. Bei uns brauchen die Blüten mindestens noch eine wenn nicht mehr Wochen. Ist bei uns aber momentan sehr kühl, regnerisch und sehr windig. Und das seit schon einer Woche.


    Na ja... jedes Jahr wie ´s kommt...

  • Uns geht's genauso Jakobwol.
    Ich hoffe, dass die Holunderbeeren gut wachsen.
    Letztes Jahr hatten wir eine sehr schlechte Ernte.

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ich habe meinen 3.jüngsten Sohn auf den Baum geschickt, um Blüten zu holen. Ja, Baum. Unser Holunderstrauch ist uralt und ein hoher Baum. So viele Blüten sind bei uns aber auch noch nicht aufgegangen, Lukas musste sie richtig zusammensuchen. Aber er liebt das Klettern und ist mir so eine gute Hilfe. Win-Win also :-) Ich habe auch erst ein paar wenige Liter Holunderblütensirup gemacht. Ende diese Woche werde ich dann die restlichen Flaschen füllen.