Stay in Line - TV Dokumentar Film

  • Hallo Ihr Lieben,


    und wieder möchte ich Euch auf etwas aufmerksam machen. Für alle die noch einen Fernseher besitzen. ;-)


    Sonntag, 20. Juni 2010 - 22:15 Uhr - 3sat - Dokumentarfilm
    "Stay in Line" - Produktion 2008 - Schweizer Fernsehen


    Das Portrait einer Old Order Amish Familie in Pennsylvania. Dokumentation über Lebens- und Gedankenwelt.
    Ich werde diese Sendung wohl aufzeichnen. Und dann schauen wir mal, ob es etwas "Neues", ob es Gesprächsstoff beinhaltete.


    Ich bin mal gespannt, ob Ihr den Beitrag auch schauen werdet.


    Herzliche Grüße
    Aorhad

    Toleranz ist gottgefällig,
    aber helfen tut nur das Leben nach den Geboten. Das muss jeder für sich entscheiden.
    Toleranz ist es, anderen die Freiheit zu lassen Fehler zu machen.
    Respekt, die Weisheit von den Vorfahren zu lernen. ;-)

  • Hallo!
    Vielen Dank für den Tip. Die Sendung wäre mir gar nicht aufgefallen, weil in unserer Fernsehzeitung gar keine Erläuterung dazu steht...
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Stay in Line


    wir teilen hier doch gerne die Informationen, guten Nachrichten und alle Anregungen, die uns einem Vorbildhaftem näher bringen. 3sat gehört nicht grade zum Standardprogramm oder? Umso mehr freut es mich, wenn ich Euch hier im Forum darauf aufmerksam machen kann, wenn im TV mal etwas zum Thema gezeigt wird.


    Der Beitrag ist scheinbar neu und deshalb wollte ich Ihn nicht verpassen. Vielleicht können wir im Anschluß auch darüber diskutieren. ;-) Mich würde es freuen, weil mein "Sparkonzept" nicht viel Bewegungsfreiheit läßt.


    Gruß Aorhad

    Toleranz ist gottgefällig,
    aber helfen tut nur das Leben nach den Geboten. Das muss jeder für sich entscheiden.
    Toleranz ist es, anderen die Freiheit zu lassen Fehler zu machen.
    Respekt, die Weisheit von den Vorfahren zu lernen. ;-)

  • Vielen Dank werde ich mir ganz bestimmt anschauen.
    Bin sehr gespannt ob eine Diskussionsrunde daraus wird.


    Sonntagsgrüsse von Barbara

  • Wie kleine Kinder große Pferde mit leichter Hand lenkten oder putzten, das war wirklich sehenswert; und die schöne Landschaft. Der gottesdienstliche Gesang am Anfang und am Schluss hat mir gut gefallen; doch wer erfasst daraufhin die konfessionelle Basis des Ganzen? Ohne eigene religiöse Praxis bleiben die Täufer wahrscheinlich noch rätselhafter als sie ohnehin schon sind.


    Unausgesprochenen Fragen nach einer solche Sendung am späten Sonntagabend können lauten: "Wieso machen die das? Wieso bleiben sie dabei? Kann ich mein Leben ändern?" Man ahnt (wie vor fast 30 Jahren Michael Holzach bei den Hutterern), dass ein anderes als das eigene entfremdete Leben möglich ist. Aber wie man den Zwängen des Konsumismus entkommt, wenn man nicht amisch aufgewachsen ist, das bleibt offen. Muss wohl offen bleiben. -

  • Hallo!
    Habe den Film zwar aufgenommen, aber gestern doch gleich noch mitgeguckt. Wenn man schon einiges Wissen über die Amish hat, war er eine ganz gute Ergänzung, aber insgesamt fand ich ihn doch etwas trocken und spröde. Da habe ich schon lebhaftere Dokumentationen gesehen, in denen mehr Hintergründe erklärt wurden und auch mehr auf das Leben innerhalb der amerikanischen Gesellschaft eingegangen wurde. In diesem Film wirkten die Amish doch sehr abgeschieden und abseits des "normalen" Lebens, was ja nicht überall der Fall ist. Habe aber auch noch nicht nachgeschaut, wo dieses Tal tatsächlich liegt. Vielleicht ist es dort ja wirklich einsamer und abgeschiedener als z.B. in Lancaster County. Den Professor, der zwischendurch immer mal wieder zu Wort kam, habe ich aber auch schonmal in einer anderen Doku gesehen. Der scheint sich wirklich gut auszukennen...
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Hallo Ihr Lieben,


    also mir ist der Film sehr sympathisch, er zeigt ein alltägliches Landleben. Der Film versucht nicht etwas zu beschönigen oder zu glorifizieren.


    Wenn vermutlich aus Vermarktungsgründen die Hightech-Hütte auf Nachbarsgrundstück steht, dann ist das zwar Regel konform, aber auch ein wenig lustig. :rolleyes: Auf die Englischen wurde ausreichend eingegangen und das Tabu bezüglich Autos und fliegen wurde auch dokumentiert, selbst Frau Glick wünschte sich mal "in Urlaub" zu fliegen und verbesserte dies durch eine Schiffsreise. Nun ja so stehen die Möglichkeiten der modernen Welt den Traditionen der Gemeinde gegenüber.


    Im Alltag werden diese Wünsche aber beiseite geschoben und auf die Regeln der Gemeinde verwiesen. Es wird auf die Struktur eingegangen und die Lebensumstände. Alles wird mit Bildern aus der Gemeinde belegt und das hier kein Amisch direkt in die Kamera spricht ist für mich ein Beleg für die Authentizität.


    Der Professor erläutert, was die Amischen selbst genauso tun würden, aber halt nicht vor der Kamera. Es ist ein gelungener Dokumentarfilm und wem hier die Aktion fehlt, der kann gerne mal in Deutschland aufs Land fahren. Wenn man da die Technik abzieht bleibt auch nicht viel Aktion übrig und die Touristen strömen auch hierzulande auf Land, machen Ferien auf dem Bauernhof. :) Wenn man die Glaubenskomponente einbezieht, dann gibt es wahrscheinlich hier mehr Ansätze nur sind das dann halt häufig katholische Kapellen, Wegkreuze und Andachtsstätten. Die werdet ihr bei den Amisch eher nicht zu Gesicht bekommen. Und bei den evangelischen im Norden auch nicht. 8)


    ....


    Gruß Aorhad

    Toleranz ist gottgefällig,
    aber helfen tut nur das Leben nach den Geboten. Das muss jeder für sich entscheiden.
    Toleranz ist es, anderen die Freiheit zu lassen Fehler zu machen.
    Respekt, die Weisheit von den Vorfahren zu lernen. ;-)

  • Ich fand es sehr bemerkenswert wie die Eltern den Informationsradius der Kinder minimieren. Roller mit großen Rädern für kleinere Distanzen. Radio und TV sind so wie so tabu. So kann man seine Kinder schon vor dem Konsumismus bewahren. Für die Erwachsenen gibt es dann schon Accuschrauber und High Tec Mähmaschinen mit eigenem Antriebsmotor. Und ich denke in den Amish Manufaturen wie Pioneer oder I&J Manufacturing werden die Pflüge und Cultivatoren auch nicht mehr von Hand geschmiedet.


    @Giesela. Das vergessene Volk von Michael Holzach ist eines meiner Lieblingsbücher. Du weißt schon, dass es in einigen neuen Situationen für ihn auch große Zweifel und Schwierigkeiten gab. Das Buch endet nach dem er in Frankfurt angekommen ist mit zwei Sätzen.


    Mein Paßbild und ich haben nichts mehr miteinander gemein. Wann werde ich mir wieder ähnlich sein.


    Hühnerjerg

  • Aber wie man den Zwängen des Konsumismus entkommt, wenn man nicht amisch aufgewachsen ist, das bleibt offen. Muss wohl offen bleiben. -

    Ich sehe es nicht so dass es offen bleiben muss. Wenn man in einer kleinbäuerlichen Struktur aufgewachsen ist, dann hat man gelernt auf Konsum zu verzichten und sich selbst zu ernähren von dem was der Hof hergibt.


    Wer natürlich in einer stadtähnlichen Struktur ( und die gibt es auch auf dem Land) aufgewachsen ist, der wird sich schon intensiver damit befassen müssen und mutig sein sich umzustellen.


    Viel neues gab es nicht für mich in dem Film. Aber er hat noch mal das eine oder andere verfestigt. Auch dass Kraybill mit im Boot war zeigt schon das Niveau des Filmes.


    Dass die beiden Eltern lange überlegen mussten auf die Frage wenn sie einen Wunsch frei hätten, interpretiere ich so, dass sie relativ wunschlos sind. Wunschlos = Zufrieden !


    Allerdings bin ich nicht sicher ob die Aussage, dass Amische nicht fliegen dürfen, auf alle Gruppen zutrifft. Für die Old Order Amisch sicherlich. Auch die Nutzung der Druckluft und des Akkuschraubers zeigt dass es sich nicht um die extremen hardlinern gehandelt hast.


    Auf jeden Fall hast sich das gucken gelohnt.


    Quote

    Und ich denke in den Amish Manufaturen wie Pioneer oder I&J Manufacturing werden die Pflüge und Cultivatoren auch nicht mehr von Hand geschmiedet.

    Nun bei Pioneer war ich noch nicht, aber bei I & J und bei White Horse und bei Millcreek und bei Pequea, wobei die letzten beiden nicht mehr Amisch sind.


    Bei I & J und bei White Horse wird eben mit Druckluft gebort und gesägt und geschraubt. Und es funzt. Es ist ja nicht so, dass sie Strom nicht nutzen, sie sind nur nicht am öffentl. Stromnetz. Und die Buggylampen werden auch irgendwo geladen und die Melkmaschine muss auch einen Antrieb haben ebenso die Kühlung.

    ... mit Pferden arbeiten .....

    Edited once, last by Fuhrmann ().

  • @ Fuhrmann..... Wir wollen doch nicht kleinlich werden. Um Druckluft zu haben brauche ich doch eine Maschine die die Luft verdichtet (Kompressor). Außerdem schweißen geht auch nicht pneumatisch. ich wollte nur damit ausdrücken, dass in gewissen Produktionsbereichen in der Landwirtschaft und auch in den kleinen Produktionsbetrieben moderne Produktionsmittel eingesetzt werden. Ein gutes Beispiel für dich sind z. B. Ledergeschirre und Biothane Geschirre.


    Hühnerjerg

  • Als ich fand die Doko.sehr gut,obwohl ich da noch nicht so viel Erfahrung habe.Was ich allerdings spaßig fand das Sie zwar Telefon haben wollen,es allerdings beim Nachbarn aufgestellt wurde.
    Ich denke das die Amish sehr zufrieden sind mit Ihrem Leben.Und alles was man braucht,ist ja vorhanden.Na ja,bis auf Luxusdinge wie Fernsehen u.s.w.Und ob man das wirklich braucht,bleibt sowieso fraglich.
    Und wie man gesehen hat,der Fortschritt bleibt auch bei Amish nicht aus,es wird sich im Laufe der Jahre wahrscheinlich doch noch einiges ändern.
    Aber Ihre ganze Einstellung und Hilfsbereitschaft ist doch ein guter Grund Sie sehr zu Bewundern,und zu hoffen das es Ihre Welt ewig geben wird.Ein bisschen amish täte uns allen gut.


    LG Baps

  • hm....ehrlich gesagt, fand ich die Doku nicht so dolle :huh:


    ja, es waren schöne Bilder zu sehen. Ich fand nur, mir fehlte da Gott. Also ich meine, nur ganz am Anfang wurde gesagt, dass Gott für die Amisch der Mittelpunkt in ihrem Leben wäre...und dass sie alles andere drum herum bauen. Aber im ganzen restlichen Bericht kam überhaupt nix mehr darüber. Das finde ich sehr schade.
    Tja, wer weiß, was der Film für eine Aussage haben sollte??!! Nur das Äußerliche? Wie sehen sie aus? Wie leben Sie?
    Mir fehlte jedenfalls eindeutig, wie Gott in ihrem Leben wirkt. :S


    sonnige Grüße....von apple butter 8o

  • Ich fand die Doku interessant, habe sie auch aufgenommen, aber im Grunde ging`s mir so
    wie apple butter!
    Es kam mehr Tradition als echter Glaube hervor!


    Aber Danke trotzdem an Aorhad, und bitte sag uns wieder, wenn so eine Sendung läuft!! :)


    LG von der
    Wicky

  • hm....ehrlich gesagt, fand ich die Doku nicht so dolle


    ja, es waren schöne Bilder zu sehen. Ich fand nur, mir fehlte da Gott. Also ich meine, nur ganz am Anfang wurde gesagt, dass Gott für die Amisch der Mittelpunkt in ihrem Leben wäre...und dass sie alles andere drum herum bauen. Aber im ganzen restlichen Bericht kam überhaupt nix mehr darüber.


    Ich fand die Doku interessant, habe sie auch aufgenommen, aber im Grunde ging`s mir so
    wie apple butter!
    Es kam mehr Tradition als echter Glaube herv


    Das mag damit zu tun haben, daß die Amischen nicht nur über den Glauben quatschen sondern ihn zu leben versuchen. Die Amischen verstehen Christologie, Ekklesiologie, Ethik und Geist als Einheit, die nicht getrennt werden darf. Daraus ergibt sich auch, daß das Gemeindewohl über das des einzelnen geht. Es geht den Amischen nicht darum, den Glauben vor sich herzutragen, sondern ihn glaubhaft zu leben.

  • wicky0909 - gerne doch


    Nun mich freut es, wenn Ihr Euch hier ins Zeug legt, damit es in Zukunft auch vernünftige Beiträge mit dem Inhalt des Glaubens geben wird. Ihr zeigt das es wichtig wäre.


    Sicher wird jeder Beitrag gerne für "Alle" Amisch gleichgesetzt, aber genau dieses Schubkasten denken wird durch die Gemeindestruktur nicht gefördert. Der Weg eines gläubigen Menschen wird durch besinnen und das orientieren an den Geboten bestimmt. Man hilft sich und anderen durch Regeln in der Gemeinschaft. Das sind Prozesse, die in kleinen Gemeinschaften/Gemeinden all-sonntäglich besprochen werden. Hier herrscht ständiger Fluss und was dem Außenstehenden als "rückständig" erscheint, ist nur das Ergebnis einer Besinnung auf das Wesentliche.


    Der Glaube ist in der Bibel gegründet und die bietet ausreichend Wissen, um den Lebenszyklus zu beschreiben. Was "Wissen" schafft sehen wir anhand von Bohrinseln und Klimawandel. Unachtsames Umgehen mit Gottesschöpfung ist wohl der Kern der Kritik an den Engländern.


    Upps - hab ich wieder Öl ins Feuer gegossen?


    Gruß Aorhad

    Toleranz ist gottgefällig,
    aber helfen tut nur das Leben nach den Geboten. Das muss jeder für sich entscheiden.
    Toleranz ist es, anderen die Freiheit zu lassen Fehler zu machen.
    Respekt, die Weisheit von den Vorfahren zu lernen. ;-)

  • Das mag damit zu tun haben, daß die Amischen nicht nur über den Glauben quatschen sondern ihn zu leben versuchen. Die Amischen verstehen Christologie, Ekklesiologie, Ethik und Geist als Einheit, die nicht getrennt werden darf. Daraus ergibt sich auch, daß das Gemeindewohl über das des einzelnen geht. Es geht den Amischen nicht darum, den Glauben vor sich herzutragen, sondern ihn glaubhaft zu leben.


    hm...ist ja richtig....die Amisch tragen ihren Glauben nicht vor sich her...sondern versuchen ihn als Lebensstil auszuleben.
    Aber genau das kam, meiner Meinung nach, bei dieser Doku einfach nicht rüber.
    Es ist mit Sicherheit nicht einfach diesen Lebensstil, dessen Mittelpunkt Gott ist, in einem 1std-Film zu zeigen. Ich finde dennoch, dass der Filmemacher sich der Herausforderung hätte stellen sollen. So wirkt es auf mich nur (sorry, dass ich es so ausdrücke) etwas oberflächlich.....nicht genau informiert.
    Auch wenn das Ehepaar Glick nicht in jedem Satz Gott erwähnt hat, dennoch sollte dem Reporter doch der Bezug zu Gott aufgefallen sein. Und genau dass hätte er in seinem Beitrag erwähnen sollen. Er hat nur seinen Bericht auf die Ausnahmefälle gelegt, was wiederum irgendwie doch ein falsches Bild der Amisch zeigt.....
    Tja, ist halt meine Meinung.....
    ich fand es wirklich schade!..... :(
    Dennoch, danke nochmals, Aorhad, für die Info, wann wie wo ein Bericht über die Amisch läuft. Denn mann kann ja nie wissen ;)


    liebe Grüße von apple butter 8o

  • Liebe Apple Butter, wieso Du hältst die Familie Glick für einen Ausnahmefall?


    Fasel hat es schon gepostet: außerhalb der täglichen Andachten im Familienkreis und der Sonntagsgottesdienste zerren die allermeisten Amischen das Geheimnis ihres Glaubens nicht an die Öffentlichkeit - und schon gar nicht vor eine Fernsehkamera. Ihre Lebensweise dagegen erläutern sie gern. Das eine ist auf das Reich Gottes gerichtet, das andere unterliegt den Bedingungen der Welt. Grüße von Gisela