Brieffreundschaften/Kontakte knüpfen

  • Viele Amische lesen eine lokale Zeitschrift wie z.B. die Botschaft oder Family life.
    In "meiner Familie" wird die Botschaft gelesen und die Jugendlichen lesen den "Young Companion".


    Wer eine Brieffreundschaft sucht, könnte in einer der zahlreichen Zeitschriften eine Annonce aufgeben und so sein Glück versuchen. Links oder Adressen der verschiedenen Publikationen findet Ihr hier:
    http://www2.etown.edu/amishstudies/Amish_Publications.asp


    Der Young Companion hat mehrere Seiten "Pen-pal-requests". Meistens Jugendliche, aber auch ein paar ältere Semester. -> http://pathway-publishers.com/


    Viel Erfolg,
    Anne

    Edited 2 times, last by Agranzow ().

  • Liebe Anne,


    ich bin ja noch recht neu hier und bin erst heute auf deinen Beitrag gestoßen. Ich bin froh Adressen über diesen Link von den verschiedensten (von Amish gelesenen) Zeitungen bekommen zu haben. Das ist ein sehr lohnender link. Bin mal gespannt, ob ich eine Antwort von the budget bekomme. Denn ich würde wirklich gerne in Briefkontakt mit einer Amishen treten.


    LIebe Grüße aus dem Münsterland


    Sandra

  • Hallo Blinky,


    da drücke ich Dir ganz fest die Daumen....und noch ein herzliches Willkommen hier :)


    Ich habe gerade in dem von Gisela geposteten Link über die Pen-Pals einen Kommentar von Kate (ihren Link habe ich unter "den Amischen beitreten" gepostet) gefunden, der verdeutlicht wie einfach es manchmal sein kann.....


    ....sie hat einfach einen Brief in den Briefkasten einer amischen Behausung gesteckt. Daraus ist eine tiefe familiäre Beziehung geworden. Ganz schön clever das Mädchen. Wer es also über die Schiene der Vermittlung nicht schafft, der könnte ja im glücklichen Fall eines Urlaubes in Pennsylvania, Ohio oder Iowa einfach ein paar Briefe vorbereiten und verteilen :)


    Lieben Gruß,
    Anne

  • Liebe Anne vielen Dank fürs Willkommen-heißen. Das mit der Post selbst in den Briefkasten legen ist wirklich eine gute Idee. Leider wird diese Idee für mich erstmal auf Eis gelegt, da ich zur Zeit nicht urlaubsmäßig weg kann. Aber ich werde diese Idee nicht aus den Augen verlieren. Dein link ist ganz prima, ich habe schon eine email an the budget geschrieben muß halt noch auf Antwort warten. Einem mennonitischem Service-Center habe ich auch geschrieben, aber da habe ich auch "leider nur" deinen link als Antwort zurück bekommen. Wie oft warst du denn schon bei "deiner familie"?


    Liebe Grüße aus dem Münsterland


    Sandra

  • Hallo Sandra,
    ich habe nicht gezählt, aber ich schätze in den letzten 11 Jahren so ca. 7-8 Mal. Ich versuche jedes Jahr hinzufahren, aber das klappt leider nicht immer. Heute hat mich meine Freundin angerufen, um sich für den dicken Brief zu bedanken und sie fragte mich wann ich denn endlich wieder komme (ich war gerade im März da). Als ich sagte nächstes Jahr im Herbst, sagte sie das sei ja noch soooo lange hin. Naja, vielleicht kann ich ja auch ein wenig früher :) Beim Telefonat kam ihr Jüngster in den Schuppen und sie sagte: Leroy, wit Du hi segge zu die Änn? Und er sagte: Nee ;) Ach, ich hör das so gern.


    LG,
    Anne

  • Hallo Anne,


    dann hast Du ja schon wirklich viel erlebt. Finde ich toll. Ja, das hört sich bestimmt wirklich ganz süß an wenn man Kinderstimmen in dem Dialekt hört. Nur alleine das "Nee". Hach ja. Dann kannst Du bestimmt super Englisch. Hast Du schon früher Englisch gesprochen durch die Arbeit, oder dort In den USA vertieft?


    LG Sandra

  • Liebe Sandra, auf Amishliving.com hat Marilyn Moshos hier - wie viele andere nach einer amischen Brieffreundin gesucht, und zugleich diese weise Einschränkung genannt: "I bet they are so busy with their families and farms, etc. that they are not into writing to us English!"


    Das darf man wohl laut sagen. Allein für die Geburtstagspost hat eine durchschnittliche amische Frau die Daten ihrer 2 Eltern und 2 Schwiegereltern, 4 Großeltern und 4 Schwiegergroßeltern, 6 Geschwister plus 6 Schwager/Schwägerinnen, 49 Cousins und Cousinen sowie 42 Nichten und Neffen zu bedenken. Das sind außer den eigenen Kindern 115 nahe Verwandte. Also ca. jeden 3. Tag ist eine Geburtagskarte, oder, wenn die Leute weiter weg wohnen, ein informativer Brief fällig. 10 % der Familien haben mehr als 10 Kinder, da kann schon mal die doppelte Zahl zusammenkommen. Hinzu kommen Briefzirkel, Geschäftskorrespondenz, Steuererklärung, evtl. die Lohnbuchhaltung für Hilfskräfte. All das neben einem Großhaushalt, den Stall- und Feldarbeiten und der Altenpflege.


    Du kennst ja den Rat, dass, wenn wir so von ihrem Familiensinn angetan wären, wir unsere eigene pflegen sollten. Vielleicht lässt sich das auf Brieffreundschaften übertragen. Falls man eher an authentischen Informationen interessiert ist, können auch amische Bücher und die von Anne genannten Zeitschriften gute Dienste leisten. Sonnabendgrüße von Gisela

  • Hallo Gisela,


    Du hast recht, daß die Amischfamilien so groß sind und dadurch natürlich viel Post aufläuft. Klar ist mir auch, daß nicht viele auch die Zeit und überhaupt Lust haben mit "Außenstehenden" zu schreiben. Trotzdem versuche ich einen Kontakt wie und wann auch immer herzustellen. Falls es aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, dann soll es so sein.
    Ja, man kann aus Büchern eine Menge lernen, erfahren etc., aber aus einer realen Quelle ist es doch schöner.
    Ja, und was die eigene Familie angeht... ich werde leider nie die Familie haben, wie ich es mir wünsche.Leider ist zu viel passiert. Vergeben ist das Eine und alles Andere? Naja. Das ist auch ein Grund mit, warum ich so fasziniert bin von den Amisch. Klar gibt es auch anderswo den Familienzusammenhalt, aber dort ist es für mich was Besonderes.
    Liebe Grüße
    Sandra

  • Hallo Anne,


    nein, leider habe ich keine Antwort bekommen. :(


    Bin aber über eine andere Institution auf einen
    mennonitischen Link verwiesen worden. Da mein Englisch halt nicht so gut ist, habe ich mich erstmal mehr informieren wollen und werde es zu gegebener Zeit noch einmal versuchen.
    Liebe Grüße aus dem leider wieder kälter gewordenem Münsterland.
    Sandra