Amish Sorgerechtsfall

  • Sorgerechtsstreitigkeiten unter den Amish sind eine Seltenheit, aber dies ist ein Fall einer Amish- Frau, die ein Kind (2004 geboren) mit einem Nicht-Amish- Mann hat. Seitdem haben sich die Gerichte bemüht, herauszufinden, ob der biologische Vater eine Rolle im Leben des Kindes spielen darf, das jetzt von der Mutter und ihrem amischen Ehemann (amisch) erzogen wird. Die Gerichte haben bisher immer wieder der Mutter Recht gegeben, aber ich bin mir nicht so sicher, das dies vor dem US Supreme Court oder dem Iowa Supreme Court genauso sein wird.


    Der Artikel dazu ist online leider nicht mehr verfügbar, aber vielleicht kann ich für euch noch mehr herausfinden.


    Was denkt ihr zu dem Thema? Wie würdet ihr an Stelle der Richter entscheiden?


    Alisa

    Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

  • Also, meine neuesten Infos zu dem Fall sind folgende. In einer Absprache von 2006 ist es dem biologischen Vater Dieter Erdelt erlaubt seine Tochter aller zwei Wochen für drei aufeinanderfolgende Tage zu sehen. Außerdem besucht er sie/sie ihn(?) abwechselnd an den Feiertagen. Soweit ich herausfinden konnte, hatten Erdelt und Schrock eine Affäre, bevor Schrock ihren jetzigen Mann heiratete.

    Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

  • oh man,,,,das ist schon eine schwierige Situation......
    so hat sich das Gott auch nicht vorgestellt. Erst durch die Sünden der Menschen entstehen so viele Probleme....


    Ich wüsste nicht, was ich da als Richter entscheiden müsste.....


    Grüßle von aplle butter

  • Ja, schon vom deutschen Standpunkt aus ("Kindeswohl") ist es schwierig. Ich will mir gar nicht ausmalen, wieviele cases die am. Richter studiert haben, um zu einem Urteil zu kommen. Schließlich hat das Kind ein Recht darauf zu wissen, wer ihr leiblicher Vater ist. Noch dazu, weil es ihm auch wichtig ist, was ja leider auch nicht immer so ist. Andererseits ist es ja gerade ein Teil der amischen Kultur so abgetrennt zu leben, wie möglich. Ein Engländer als immer wieder präsenten Teil im Leben der Tochter? Wie mag sie sich später entscheiden, wenn es an ihr ist, für ihr zukünftiges Leben einen Weg zu wählen. :S

    Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

  • Vielleicht hat es Gott ja auch so vorgesehen ?
    Ich finde es gut, wenn der Vater sein Kind sehen darf und will.
    Leider kennen wir die Umstände nicht genauer.
    Ich hoffe, dass das Kind in beiden Teilen der Welt willkommen und aufgenommen ist,
    denn aus dieser Kombinationsmile.png könnte ein ganz besonderer Mensch heranwachsen!



    Liebe Grüße
    jeconepa

  • Da gebe ich dir Recht, zumal der Vater ja einen Platz im Leben seiner Tochter beansprucht und dies auch durch die Instanzen durchkämpft. Es ist schön, wenn das Mädchen für alle Familienmitglieder wichtig ist.

    Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

  • Kein Geringerer als Jesus selbst wuchs auch in einer Patchwork-Familie auf. Seine vier jüngeren Brüder Jakobus, Josef, Simon, Judas und wenigstens zwei jüngere Schwestern hatten Joseph als leiblichen Vater (Mtt 13,55f). Und zu seinem ältesten Halbbruder Jakobus hatte er ein wirklich gutes Verhältnis, denn der wurde sein Jünger.

    Edited once, last by gisela ().

  • Also ich muss schon sagen Gisela, auf was für Vergleiche du manchmal kommst - und das meine ich durchaus positiv! Das macht dir keiner so schnell nach... :thumbup:

    Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

  • Ich bin überzeugt aufgrund des Studiums der Schrift, die Linie, aus der Jesus kam, die Umstände wie sie nach Bethlehem kamen, die Geburt, der Umzug nach Ägypten und dann wieder nach Nazareth, nirgends ist es ersichtlich, dass Josef Kinder mit in die Ehe brachte.
    Das aber sind Relikte der Großkirche, denn auf die Weise wird Marias "Jungfräulichkeit" aufrechterhalten. Doch Maria war nach Jesus keine Dauerjungfrau. Sie hatte ein normales Eheleben. Die Reinheit, die Gott als Mensch auf Erden hatte fing auch ohne "Altlasten" an. Jesus hatte keinen verwitweten oder geschiedenen Stiefvater. Das ist haltlose Interpretation, die wie gesagt nur "wichtig" wäre, wenn man Marias Jungfräulichkeit aufrechterhalten wollte.
    Maria war mit den Brüdern Jesu (und mit der Formulierung sind nicht Glaubensbrüder gemeint) unterwegs...Sie wollten Jesus sprechen. Mt 12,46. Mt 13.55,56 nennt Brüder und Schwestern Jesu. Es wird ein Unterschied gemacht zwischen der Bezeichnung Jünger und Brüder Jesu.
    Außerdem drückt die Bezeichnung ERSTGEBORENER aus, dass ER der Erstgeborene ist und nach ihm auch noch Geschwister kommen konnten.
    Am Besten ist, die Bibel ohne Traditonsprägung zu lesen.

  • Hey Judit
    Ich glaub du hast gisela falsch verstanden.
    Die Brüder Jesu waren natürlich nicht "von Josef mit in die Ehe gebracht" sondern Kinder von Maria und Josef. Trotzdem sind es nur Halbbrüder von jesus, weil er ja nicht durch josef, sondern durch heiligen Geist gezeugt worden ist. Sie hatten also sozusagen verschiedene Väter und waren damit eine Art Patchworkfamilie.



    Ich hoffe ich hab niemanden missverstanden.