Amish-Gemeinde in Libby, Montana USA

  • :?:


    Wer kann mir helfen? Suche zwecks Briefkontakt die Adresse von Ora Miller Gemeindeoberhaupt der Amish in Libby Montana USA.



    Jan

  • Hallo Jan, hast Du Dich deswegen schon an Wolfgang Wegner, den Autor des NDR-Features "Gottes stille Rebellen. Die Amish in den Rocky Mountains" gewandt? Der sollte den Kontakt haben.


    Aber die Amischen sind ziemlich mobil und ziehen oft um. Da der Beitrag schon im Oktober 2008 ausgestahlt wurde, könnten die damaligen Adressen inzwischen nicht mehr aktuell sein. Grüße von Gisela

  • Liebe Gisela, darf ich fragen weshalb Amishe oft umziehen, bzw mobil sind?
    Das hab ich noch nie gehört! sehr interessant!
    Kaufen sie dann wieder Häuser oder bauen sie welche?


    Ich habe mir Gottes stille Rebellen schon sehr oft angeschaut!
    Die Lieder, welche zu hören sind, finde ich auch so toll - wie die alle singen
    können! :love:
    Kennt jemand die Lieder?


    Nur - als sie zu dem "modernen Gottesdienst" gehen - seht Euch nur das Gesicht
    von Ora Miller und seinen Eltern an! traurig! :(
    Man kann schon sehen, wie ihre Welt dadurch ins wanken gerät, und wie viel
    Probleme sie dadurch haben!


    LG Wicky

  • Liebe Wicky, der Migrationsdruck ist primär hausgemacht, da die Old Order Population sich alle 12-20 Jahre verdoppelt.


    Weil das Ackerkand sich jedoch nicht vermehrt, ziehen oft mehrere Farmer-Familien pro Jahr in günstigere Gegenden. Oder wenn die Ordnung als zu lasch oder zu eng empfunden wird, suchen sich einzelne Familien dann eine entsprechend passendere Umgebung. Auch nach einer Gemeindespaltung kommt es meist zu Umzugsschüben. Eine angenehme neue Nachbarschaft spricht sich schnell herum, und dann ziehen häufig einige Geschwister, die Eltern, andere Verwandte und Freunde nach.


    Falls es in den neuen Siedlungsgebieten nicht genug Häuser zu mieten oder zu kaufen gibt, dann sind Mobilheime (trailers) für die ersten Monate verbreitet. Sobald die Gemeinde sich stabilisiert und die Farmen und Geschäfte florieren, werden innerhalb weniger Wochen neue Häuser gebaut. Um das Fundament und das Baumaterial kümmern sich die Bauherren, die Arbeitsstunden für einen Tag werden von den anderen Gemeindemitgliedern gestellt (barn raising). Im Januar wird Bilanz gezogen; wenn es in der Region nicht gut lief, dann verkaufen die Ersten im Frühjahr alles und versuchen ihr Glück in einem anderen "church district". Grüße von Gisela

    Edited 10 times, last by gisela ().

  • Liebe Gisela!


    Danke für Deine Antwort!
    Das finde ich wirklich sehr interessant! Im Vergleich zu Europäer, welche doch meistens
    nur 1 Haus bauen, und dann dafür meist Jahrzente zurückzahlen, ein großer Unterschied!
    Toll, daß Du Dich da so auskennst! :thumbsup: Ich hörte das noch nie!


    Liebe Grüße
    Wicky

  • Liebe Wicky, in einigen europäischen Ländern (Benelux, Großbritannien, Skandinavien) liegt die Eigentumsquote höher und dort findet umzugsbedingter Verkauf viel häufiger statt als in Deutschland. Wenn die Kosten nicht so hoch wären, würden auch bei uns viel mehr Menschen die eigenen vier Wände kaufen und bei Bedarf verkaufen.


    Der Preis von Holzrahmenhäusern in den USA ist niedriger, und Baukredite waren jahrzehntelang günstig, so dass eine Amish-Lady, die drei Häuser besaß, 1995 sagen konnte: "You win in everything, except in trailers". Weiß jemand, wie das jetzt nach der Immobilien- und Bankenkrise aussieht? Grüße von Gisela

    Edited 3 times, last by gisela ().

  • Vorsicht!
    Nicht alles, was sich selbst Amish nennt bzw. amische Vorfahren hat, ist auch tatsächlich Amisch!
    Diese Gemeinde ist nämlich im Grunde genommen eine "Pfingstgemeinde" und damit weit von täuferischem Glaubensgut entfernt. Alleine der amische Lebensstil ohne den dazu gehörigen täuferischen Glauben macht noch lange keine Amischen.

  • Lieber Flokie!


    Danke, für Deinen Beitrag!
    Mir ist es so vorgekommen, daß Kinder und Frau des Ora Miller, begeistert von dieser
    Pfingstgemeinde (Gottesdienst) sind und das genau dies zu den Konflikten geführt hat.
    Ich dachte nicht, daß sie selber eine Pfingstgemeinde sind!


    LG
    Wicky

  • Hallo Jan,
    schreib doch einfach an die Firmenanschrift des Unternehmens welches er gegründet hat z. Hd. Ora Miller:
    50 Meadowlark Lane


    Libby, Montana 59923


    Ich bin mir sicher man wird den Brief dann entsprechend weiterleiten.
    Viel Erfolg,
    Anne

  • Der Beitrag Gottes stille Rebellen ist genau das was ich gesucht habe. Ich möchte gerne Leben wie diese Brüder und Schwestern. Und ich bin dabei einen Weg zu suchen wie ich das auch hier in Deutschland verwirklichen kann,
    und wenn nicht, so wäre ich auch bereit auszuwandern. Ich schaue mir den Beitrag sehr oft an und ich bin immer wieder beeindruckt.

  • Hallo Ulrich, Deinen Wunsch nach einem echten Neuanfang verstehe ich, zumal am Vorabend von Ostern, gut.


    Bist Du gern in den USA oder Kanada unterwegs? Allein schon die spektakulären Landschaften Montanas sind eine Urlaubsreise wert, und nebenbei könntest Du Dir die Gemeinden in Libby ansehen. Strebst Du noch eine Arbeitserlaubnis in den USA an oder orientierst Du Dich schon im Hinblick auf den Vorruhestand?


    Aber was ist mit den 12 Brüdern und Schwestern Deiner Gütergemeinschaft im Fichtelgebirge? Möchtest Du Eure apostolische Gemeinschaft schon wieder verlassen, zumal Ihr Euch einmal bei der eigenen Altenpflege untersützen wolltet? Und was sagt Deine Frau? An Karsonnabend grüßt Gisela

    Edited 5 times, last by gisela ().

  • Hallo Gisela,


    vielen Dank für deine Antwort.
    du hast recht mit Ostern, da werde ich ganz besonders innerlich aufgewühlt. Da wird einem immer wieder bewusst
    was Christus für uns auf sich genommen hat. besonders dann wenn eine Familie aus unserer Gemeinschaft abgefallen ist und eigene Wege geht. Natürlich werde ich unserer kleinen apostoloischen Gemeinschaft treu bleiben, und ich habe im inständigen Gebet erfahren das gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist das man zusammen stehen muss. Es lohnt sich im Evangelium zu leben, so wie es in der Apostelgeschichte geschrieben steht. Ich danke Dir nochmals für Deine Zeilen, und möchte Dich bitten für mich und meine Familie zu beten.


    Liebe Grüße


    Ulrich

  • Lieber Ulrich!
    Kannst Du ein bißchen beschreiben wie ihr da lebt?
    Eine Gütergemeinschaft, das hab ich mir schon herausgelesen.
    Wie ist der Tagesablauf?
    Darf ich fragen, warum eine Familie abgefallen ist?
    Will sie einfach alleine leben oder ist sie vom Glauben abgefallen?
    ....Das würde mich interessieren. :)


    Liebe Grüße von
    Wicky

  • Der Preis von Holzrahmenhäusern in den USA ist niedriger, und Baukredite waren jahrzehntelang günstig, so dass eine Amish-Lady, die drei Häuser besaß, 1995 sagen konnte: "You win in everything, except in trailers". Weiß jemand, wie das jetzt nach der Immobilien- und Bankenkrise aussieht? Grüße von Gisela


    Liebe Gisela,


    ich weiß nicht, ob es das ist, was du gesucht hast, aber ich hab einen Bericht über die Auswirkung der Krise bei den Amish einer Gemeinde in Indiana gefunden.


    Risks of Modernity


    Viele Grüße, Alisa

    Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

  • Ich bewundere auch sehr die Lebensweise und den Zusammenhalt der Amish Communities, obwohl dieses Leben für mich persönlich wohl eher nichts wäre. Die Sache mit den Umzügen wundert mich nicht so sehr, in den USA gibt es ja schon seit den 70er Jahren eine sehr hohe Mobiliät im Vergleich zu Europa. Die meisten Bekannten in Deutschland, die ein Haus haben, bleiben auch sicher dort, da hat sich nicht viel geändert meiner Meinung nach. Eine Ausnahme kenne ich, die haben erst vor 5 Jahren das Haus fertig gebaut und müssen jetzt die Immobilie in Ulm verkaufen , weil der Mann einen neuen Job in Norddeutschland bekommen hat, aber solche Fälle sind eher selten.

  • Grüß Gott,
    ich möchte gerne für 3 Monate nach Amerika. Ich würde gerne während dieser Zeit, mit amish Leuten zusammen leben. Ich möchte die Lebensart sowie alles über deren Bräuche und Sitten erfahren. Gerne würde ich, deutsch unterrichten.
    Ist das überhaupt möglich? Alles Liebe Barbara

  • Willkommen im Forum, liebe Barbara!


    Was für ein wunderbarer Plan und was für eine beneidenswerte Gelegenheit! Bei welcher amischen Richtung (Old Order, New Order, Amish Mennonite usw.) möchtest Du denn sein? Da die Amischen sehr familienorientiert sind, wäre es sehr gut, wenn Du mit Deiner ganzen Familie kämst. Single-Ladies begegnen sie freundlich aber etwas reserviert. Leider darfst Du mit einem Touristenvisum überhaupt nicht arbeiten. Alles Gute für Deinen/Euren Nordamerika-Aufenhalt wünsche Dir G.