Den Amisch beitreten

  • Yvonne lebt in Glasgow und ist sehr daran interessiert amisch zu werden. Sie kennt bislang nur eine mennonitsche Gruppe in Großbritannien (London), die jedoch ganz und gar nicht amisch ist. Je mehr sie darüber liest, desto mehr Sinn macht es für sie: einfach = glücklich. Nicht perfekt und nicht leicht, aber sie stellt es sich erfüllender vor. Sie würde sehr gerne bei einer amischen Familie leben und mehr über sie lernen.

  • Dies ist die Anfrage von Jordan aus Maine:


    Ich habe vor kurzem die Hand Gottes gefühlt, und es ist, als ob ich eines Tages aufwachte und mir klar wurde, dass das ganze Zeug um mich herum materialistisch und seicht ist, auch alle meine Freunde, die faul sind und nicht zur Kirche gehen oder nicht an Gott glauben; und ich möchte meine Kinder nicht in einer solchen Welt aufziehen. Ich bin 22 und möchte amisch werden, aber ich lebe in Maine, was soll ich machen?

    Edited 2 times, last by gisela ().

  • Liebe Gisela,


    ich frage mich im Moment, was der Nutzen oder überhaupt der Sinn deiner vorherigen Beiträge hier ist.
    Z.B. woher stammen diese Anfragen? Mit welchem Ziel werden sie hier veröffentlicht?


    Gruß Flokie

  • Lieber FloKie, wirst Du in Gesprächen über die Täufer nicht häufig gefragt, ob Du demnächst konvertieren möchtest? Wenn gerade eine Fernsehdokumentation lief oder jemand ein Buch oder einen Roman gelesen hat, dann fragen die Leute noch eindringlicher. Wenn Du dann mit einem klaren "Nein" antwortest, reagieren die Menschen dann irritiert?


    Hältst Du es für denkbar, dass mehr Menschen, als man vermuten würde, auf der Suche nach einer ERKENNBAREN christlichen Identität für sich selbst sind? Über den eigenen Glauben zu sprechen, ist - nicht erst seit der BWL-lisierung aller Lebensbereiche - zu einem Tabu geworden! Sollte das selbst formulierte Interesse an den Täufern Indiz für einen Wandel sein? fragt Gisela

    Edited once, last by gisela ().

  • Liebe Gisela,


    wenn ich richtig kombiniere, dann stellst Du diese Anfragen deshalb hier herein, um aufzuzeigen, dass ganz viele Menschen unterschiedlichster Couleur Interesse oder vielleicht sogar Sehnsucht nach einem anderen Lebensstil haben. Nun gut, das mag wirklich so sein und es gibt genug Menschen in unserer Gesellschaft die auf diese oder andere Weise ausbrechen (Auswanderung, Kriminalität, Individualismus, etc.). Aber hilft das hier in diesem Forum so einfach unkommentiert weiter? Kannst bzw. magst Du diesen Menschen vielleicht Hilfestellung leisten?


    Außerdem muss man wirklich sehr vorsichtig sein, warum jemand Interesse an einem solchen Leben hat. Nicht jedes Ansinnen hat einen (biblisch) lauteren Hintergrund und oftmals scheint es allein schon an der Oberflächlichkeit vieler Menschen zu scheitern. Nur wer eine klare, durch den Heiligen Geist gewirkte Überzeugung zu solch einem Leben hat, der wird keinen Schiffbruch bei seinem Ansinnen erleiden. Viele Menschen, die sich für ein "plaines" Leben entschieden haben und dann nicht die wirklich aufrichtige Überzeugung dafür hatten und nicht in allem voll und ganz einstimmen konnten, sind im Nu, nachdem es erste Schwierigkeiten gab, ganz schnell in anderen, vielleicht sogar liberaleren Gemeinden oder ganz weg von einem Gemeindeleben.


    Es bleibt dabei: die Frage, die sich jeder ernsthafte Mensch zuvor stellen muss, ist, warum ich ein solches Leben führen will. Ist es wirklich meine zutiefste Überzeugung auch mit dem Blick, was der Herr von mir haben will (dazu ist es allerdings notwendig, dass ich wiedergeborener Christ bin und mich auch mit dem Wort Gottes auskenne) oder spielen andere (menschliche, egoistische) Gedanken mit hinein. Da muss man trotz aller Begeisterung für ein amisches Leben nüchtern und ehrlich auch und vor allem zu sich selbst sein.


    Was bedeutet "konvertieren"? Ich persönlich kenne diesen Begriff nicht in Bezug auf irgendwelche Konfessionen, sondern nur dahingehend, dass sich ein Mensch für oder gegen Christus entscheidet. Das heißt, es kommt zunächst einmal darauf an, ob ich ein wiedergeborener, mit dem Heiligen Geist versiegelter und im Heiligungsleben befindlicher Christ bin und erst zweitrangig wo und in welchem Rahmen ich mein Christsein auslebe. Nun ist es in der Tat so, dass ich einer "täuferischen" Gemeinde angehöre, insofern die "Täuferrichtung" gut kenne. Insofern stellt sich die Frage mir persönlich nicht, ob ich dahin "konvertieren" möchte oder nicht.


    Gruß Flokie

  • Lieber FloKie, zu der Beitrittsanfragen aus den USA und Großbritannien gibt es außer dem Vornamen meist keinerlei weitere Kontaktdaten: Die Menschen schreiben sich etwas von der Seele, ohne je mit einer Antwort zu rechnen!


    Und auch hier im Forum verschwinden solche Mitglieder oft überraschend schnell wieder. So ähnlich könnten die Zettel an der Klagemauer wirken; das Formulieren und Abgeben einer Nachricht kann u.U. wichtiger und heilsamer sein als jede Replik. ("Nein, nicht die Anworten", sagt Abelone in Rilkes Malte.) Grüße von Gisela

    Edited 4 times, last by gisela ().

  • Diana fragt: "Ich möchte mich den Amischen anschließen, aber ich habe einen Kredit für ein Haus, das ich nicht verkaufen kann, noch nicht abgezahlt ... Was soll ich tun?"


    Auch Diana hat keine Kontaktdaten geliefert. Dennoch erlaube ich mir einen Kommentar zu ihrem Stoßseufzer, weil Diana auf ein Dilemma hinweist. Für jeden Neubeginn, besonders in amischer Umgebung, ist ein hohes Startkapital sinnvoll. Dadurch wird man flexibel beim Kauf von Ackerland oder einer Geschäftsgründung und kann freier agieren. Doch durch ihren Hauskauf, d.h. langfristige finanzielle Verpflichtungen bei derzeit gesunkenen Wiederverkaufswerten, fühlt sie sich in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. So wie im Gleichnis vom großen Gastmahl gerade Immobilienbesitz - Lk 14,18 - vom Reich Gottes fern halten kann.


    Aber auch als Amische benötigt sie ein Haus. Und in den großen Siedlungsgebieten sind die Preise hoch. Ich würde ihr raten, einerseits auf das Ansteigen der Immobilienpreise zu setzen und andererseits diese Zeit für die Einübung ins amische Alltagsleben zu nutzen: Strom abschalten, Auto verkauften (Bus und Taxi fahren), schlichte Kleider schneidern, Gemüse anbauen, evtl. Hühner halten. Diana erwähnt keine Angehörigen, doch ohne mehrere mithelfende Familienangehörige ist der anabaptistische Alltag kaum zu schaffen, selbst wenn man so aufgewachsen ist.


    Wahrscheinlich könnte sie auch ihren derzeitigen Job nicht weiter ausüben. Eine Umschulung in einen landwirtschaftlichen oder kaufmännischen Beruf wäre daher eine gute Vorbereitung. Durch eigene Erfahrungen auf diesen Gebieten könnte sie ihre zukünftigen Nachbarn auch viel besser verstehen. Für den religiösen Hintergrund wäre der Kontakt zu einer Kirchengemeinde mit mennonitischem Umfeld günstig. Soweit die Überlegungen von Gisela

    Edited 7 times, last by gisela ().

  • David schreibt: "Ich bin 48 Jahre alt, Witwer und lebe in der Nähe von Beachy Amish in den USA. Ihre Lebensweise ähnelt den Amischen, allerdings mit dem Komfort von Autos und Elektrizität. Ich habe ein paar Mal ihre Gottesdienste besucht und finde die Leute sehr freundlich und offen. Beachyam.org ist eine gute Internetseite für jeden, der an eine Veränderung in Richtung einfacheres Leben denkt. Ich bewege mich kontinuierlich auf einen Beitritt in ihre Gemeinde zu. Bitte macht Euch klar, dass man Außenstehenden, die an einem Beitritt interessiert sind, mit Skepsis begegnet, weil sie ihren eigenen way-of-life bewahren möchten. Sie streben danach, ihre Leben einfach und auf Gott ausgerichtet zu gestalten. Wenn man sie näher kennen lernt, tauen sie auf, so wie jede andere Gemeinde."


    David gibt keine Kontaktdaten an. Ihm ist zu wünschen, dass er in der Gemeinde viele gute Kontakte und vielleicht sogar einmal eine zweite Ehefrau findet.

  • Hallo!
    Bei vielen Anfragen, die hier so abgedruckt wurden, frage ich mich auch nach der Motivation der Leute, die unbedingt den Amish "beitreten" wollen. Wollen sie einen anderen Lebensstil, weil sie dieses einfache Leben erstrebenswert finden? Oder wollen sie wirklich von ganzem Herzen Jesus Christus nachfolgen und sehen sie in dem Lebensstil der Amish den Willen Gottes für die Menschen? Bei der ganzen Simplify-Welle sollte man bedenken, daß die Amish nicht als Selbstzweck so leben, sondern weil sie glauben, daß dies die richtige Art ist, nach der Bibel zu leben.
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Ja, liebe Knickvogel, in Europa, der Insel der Gottlosen, kann ein Gottesbezug leicht etwas weltfremd wirken. In den USA, vor allem auf dem Lande, ist das viel weniger der Fall. "Praise the Lord, Halleluja" und "Bless you", was ja in unseren Ohren ganz leicht wie fromme Formeln klingt, geht den Leuten dort erstaunlich leicht über die Lippen.


    So fragte Emily gestern: "Kann mich jemand in Kontakt mit einer New Order Church in North Carolina bringen? Ich bin sehr daran interessiert, ihrer Gemeinde beizutreten. Ich habe keine Idee, an wen ich mich wenden sollte (allerdings weiß ich, dass ich zum Bischof gehen muss). Weiß jemand, wer das ist? Und wo ist das in NC? Ich bin 15 Jahre alt und würde diesen Lebensstil gerne testen. Danke! Gottes Segen!" Emily hat keine Kontaktdaten beigefügt. Mit 15 spürt man die Erwartungen der Eltern und der Gesellschaft vielleicht klarer als später. Alle reden von Freiheit, Selbstverwirklichung, Erfolg und Karriere, aber was viele Teenager bei Eltern und Lehrern tatsächlich erleben müssen, sind Druck, Fremdbestimmung, Anpassung und Berechnung.


    Es sind ja nur ganz wenige Individuen, die tatsächlichen den Schritt zu den Täufern tun. Und wenn, dann treten viele nach einiger Zeit wieder aus. In den meisten Fällen sind die Anfragen Ausdruck eines Gedankenspiels. Eines mit einem sehr ernsten und tiefen Grund, denn die Fragenden aus allen Altersstufen sind auf der Suche. Sie suchen m.E. stabile, ehrliche und lebenszugewandte Beziehungen. Beziehungen, wie sie in großen Familien und funktionierenden Gemeinden gleich welcher Konfession erlebt werden können. Doch große Familien und Gemeinschaften, die nicht auf Wettbewerb ausgerichtet sind, gibt es kaum noch. Zu den wenigen erkennbaren und real existierenden Beispielen gehören die Amischen, so wie sie in den Medien erscheinen. Wenn man dadurch über die Basis seiner eigenen Existenz nachdenkt und daraufhin familienfreundlich und gemeinschaftsorientiert handelt, dann ist viel gewonnen, findet Gisela

  • Liebe Gisela,


    nun hast Du auch mal deine Gedanken bei den von dir eingestellten Anfragen zum Ausdruck gebracht. Mir scheint es, das es sich bei allen um Flüchtlinge aus einer kranken Welt handelt.


    Solange Sie aber nur flüchten wollen, wird das nix mit einem Leben als Amisch. Weder sehe ich deren Reflektion, noch eine ehrliche Kontroverse bzw. Bemühung etwas zu ändern. Ganz abgesehen vom Glauben.


    Wer möchte nicht in einer vermeintlich heilen Welt leben. Das in Europa die Leistungsmanie, der Wettbewerb, soziale Druck vorherrscht oder einfach nur die natürliche familäre Umgebung nicht mehr gottgegeben ist, sondern durch menschliche Erwartungshaltung zunehmend absurd gemacht ist, sollte allen klar sein.


    Was mich traurig stimmt ist, das hier Leute glauben es handele sich um eine Art Fitness/Wellness Idylle, die man eventuelle mit einem Internetformular buchen könnte. Bitte schickt mir das Beitrittsformular und kann ich wegen Internetkauf auch von meinem 14Tage Widerrufsrecht gebrauch machen?


    Oh Gott wo sind wir hier gelandet. Es ist wie in einer TVSoap, einer der Leidklage Sendungen. Diese Art von Verhalten ist sicher nicht gottgefällig. Man bewegt sich mit Gotteshilfe oder akzeptiert seinen Standort und versucht vor Ort mehr von dem was Christen geboten ist zu verwirklichen.


    Nur Jammern und auf eine soziale Gesellschaft hoffen, das scheint mir ein wenig billig. Andererseits wird es von dir angesprochen, es sind Hilferufe ohne Wunsch auf Antwort.


    Gruß AORHAD

    Toleranz ist gottgefällig,
    aber helfen tut nur das Leben nach den Geboten. Das muss jeder für sich entscheiden.
    Toleranz ist es, anderen die Freiheit zu lassen Fehler zu machen.
    Respekt, die Weisheit von den Vorfahren zu lernen. ;-)

  • Ja, liebe Knickvogel, in Europa, der Insel der Gottlosen, kann ein Gottesbezug leicht etwas weltfremd wirken. In den USA, vor allem auf dem Lande, ist das viel weniger der Fall. "Praise the Lord, Halleluja" und "Bless you", was ja in unseren Ohren ganz leicht wie fromme Formeln klingt, geht den Leuten dort erstaunlich leicht über die Lippen.



    Hallo und guten Abend,


    Naja..Europa als Insel der Gottlosen zu bezeichnen finde ich nun doch etwas übertrieben.
    Auch hier gibt es viele viele Menschen, die Gläubig sind.
    Nur geht damit nicht unbedingt jeder hausieren.
    Warum auch? Glaube kann auch etwas privates sein, zwischen Gott und demjenigen selbst.


    Grüße


    Andrea

  • Liebe Andrea,


    ja, weil der Glaube im letzten Sinne etwas Privates zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf bleibt, legen die Täufer so großen Wert auf die Gemeinschaft der Gläubigen. Ihre Gottesdienste, den gemeinsamen Scheunenbau, ihre Kleidung, ihre Technologie, ihr Bildungswesen, den Dialekt, alle diese Dinge pflegen sie, damit die vielen persönlichen Glaubensvorstellungen in einer Gemeinde Synergieeffekte entfalten können. Sie machen nicht viele Worte darum, sondern richten den gesamten Alltag darauf aus.


    Die Formulierung "Europa als Insel der Gottlosen" stammt übrigens von Lilo Berg in Berlin. Dort mag es noch einige Privatgläubige geben, aber die meisten christlichen Gottesdienste, wenn Sonntag für Sonntag die Religion aus der privaten Unsichtbarkeit heraustritt und sich der Öffentlichkeit stellt, waren in den letzten Jahrzehnten überwiegend schwach besucht.


    Lieber Aorhad,


    es könnte die Anonymität des Internets sein, die Suchenden ("seekers" werden Beitrittswillige von den Täufern genannt) die Formulierung möglicher Wünsche erst gestattet. Identität ist ja nicht angeboren. Und in der westlichen Welt wissen viele (junge) Mensche nicht, wer sie wirklich sind. Sogar Superstar oder Topmodel sind inzwischen zynische Casting-Formate. Fernsehbilder aus einer scheinbar heilen Amischwelt, können verschüttete Wünsche nach einem erfüllten Leben leicht beflügeln. Woher soll jemand den Preis dafür kennen, wenn er durch entfremdende Arbeit, Shopping und Unterhaltungsmedien permanent vom Grund der eigenen Existenz abgelenkt wird? Grüße von Gisela

    Edited 6 times, last by gisela ().

  • Quote from Hasibaer1972

    Warum auch? Glaube kann auch etwas privates sein, zwischen Gott und demjenigen selbst.GrüßeAndrea

    Diese Feststellung kann man als Christ nicht so unkommentiert stehen lassen. Sicherlich, in erster Linie ist der Glaube etwas Persönliches, dass sich aus der Beziehung zwischen dir und dem HERRN ergibt und wächst. Aber das Glaubensleben hat auch eine weitere Dimension, denn so genannte "Solochristen", also jene, die meinen, ohne Gemeinschaft der Heiligen bzw. einer Gemeinde auskommen zu können, was vielleicht heutzutage dem Zeitgeist entspricht, ist dem Wesen der Bibel und den ersten Christen genauso fremd wie den Täufern (Mennoniten, Amischen und Hutterern) heute.

  • Lieber FloKie und lieber Aorhad, dass Ihr Kommentare zu den Beitrittsanfragen vermisst habt, freut und wundert mich auch ein wenig, denn m.E. interpretieren sich diese online hier im Forum oder in zahlreichen Blogs geäußerten Stoßseufzer in den meisten Fällen selbst.


    Ich sehe in den Suchenden weniger "Flüchtlinge aus einer kranken Welt" (Aorhad), als vielmehr sensible Seelen, die am Konsumismus zweifeln. Dessen einziges Credo lautet: "Ich konsumiere, also bin ich". Und was ist, wenn ich nicht mehr konsumieren kann oder will? Wenn Fragen wie: Wer bin ich? Wer könnte ich sein? Wer sollte ich sein? sich einstellen? Auf diese brennenden Fragen antwortet kein Shopping, keine Homepage und kaum eine Therapie. Doch die bloße Existenz und das unglaubliche Wachstum der traditionalistischen Friedenskirchen im 21. Jahrhundert scheinen als Stachel im Fleisch des Mainstream (von FloKie Zeitgeist genannt) zu wirken, findet Gisela

  • Was willst Du letztendlich damit bezwecken Gisela?


    Nur aufzeigen, dass es viele Menschen gibt, die eine Sehnsucht danach haben, aus dem Konsumismus auszusteigen?
    Wenn dem so sei, dann genügt es ein paar Beispiele zu nennen. Wenn man jeden hier erwähnen wollte, dann wäre das Forum innerhalb kürzester Zeit zu damit und der wirkliche Nutzen daraus erschließt sich einem überhaupt nicht, außer - wie oben erwähnt - nur aufzeigen zu wollen, dass der Wunsch, die Sehnsucht nach einem "amischen" Leben in mehr Menschen steckt, als man es vielleicht landläufig annehmen würde. Im Übrigen hast du deine Quelle - sofern ich es nicht überlesen habe - immer noch nicht offengelegt.

    Edited once, last by FloKie ().

  • "Nur", lieber FloKie, aus dem Konsumismus aussteigen?


    Meinst Du, das ginge so einfach? M.E. kann man daraus weder austreten (wie aus einem Verein) noch einen Ausreiseantrag (wie aus dem Realsozialismus) stellen. Mich rühren all die Menschen aus so verschiedenen Altersgruppen und Lebenssituationen, die spüren und wünschen, dass Gebote und Gemeinde in ihrem Leben eine erkennbare Rolle spielen könnten. Und sie stärken meinen Gauben dadurch.


    Ob man bei Blog-Kommentaren inzwischen von Quellen sprechen kann, weiß ich gar nicht, doch diesen zumeist suchenden Seelen sollte ein gewisser Datenschutz zugestanden werden, so wie ihn auch täuferische Individuen erwarten dürfen. Für eine wissenschaftliche Auswertung bin ich leider nicht qualifiziert, aber es könnte reizvoll sein, die Beitrittsideen kulturwissenschaftlich, psychologisch oder anthropologisch unter die Lupe zu nehmen.


    Hochsommergrüße von Gisela

    Edited 5 times, last by gisela ().

  • Von was für einem Glauben sprichst du, Gisela, der dich in was stärkt?


    Mit dem "NUR" habe ich "nur" etwas aus deinem vorherigen Posting aufgegriffen. Insofern weiß ich sehr wohl, dass die Menschen sich nicht leicht dem Konsumismus entziehen können bzw. nicht wollen. Das beste Beispiel zeigt die Begegnung des Herrn Jesu mit dem reichen Jüngling: nur wer loslassen kann, der kann in das Reich Gottes eingehen, da mag er auch noch so fromm sein und die Gebote alle kennen und halten (vgl. Matthäusevangelium 10,17-27).

    Edited once, last by FloKie ().

  • Lieber FloKie,


    ob der Glaube an den Gekreuzigten und Auferstandenen Dich und mich miteinander und mit anderen Menschen verbinden kann oder trennen muss, das kannst nur Du allein wissen. Beide vertrauen wir dem Herrn, dessen Lob (Mt 21,15f) auch von scheinbar Unmündigen geschrieen (gr. κρaζοντας) werden darf.


    Grüße von Gisela

    Edited 2 times, last by gisela ().