Amish-People?

  • Hallo an Alle,


    da ich es den streng konservativen Mennoniten in Tennessee und Belize versprochen hatte, näheres über die Gruppe in der Westukraine zu erfahren, machte ich mich am 25.Februar auf den Weg um sie zu suchen. Hatte einen Bericht und eine grobe Landkarte aus Delano, Tennessee, erhalten.
    Mit www.wizzair.com konnte ich für nur ca 50,- nach Lemberg fliegen, Hin u Rückflug. Mit dem Bus kann man sehr günstig und bequem reisen. Einige Kilometer machte ich auch zu Fuß was aber nicht hätte sein müssen wenn ich mich genauer informiert hätte. Man kann eigentlich in jedes kleine Dorf in der Ukraine mit öff. Verkehrsmittel gelangen da viele kein eigenes Fahrzeug haben.
    Die Gruppe von Gläubigen ( Baptisten ), die elektr Licht und eigene motorisierte Fahrzeuge ablehnen, leben in Dörfern am Fluss Dniester. Rund um Deleva. Könnt bei Google.map nachsehen. Sie leben zum Teil in direkter Nachbarschaft mit Andersgläubigen oder Ungläubigen. Sie haben keine eigene Schule für ihre Kinder, was, wie ich vernahm, vermutlich nicht möglich wäre.
    Ihre Familien sind sehr groß. In Mustetchi hatte die kinderreichste Familie 17 Kinder.
    Sie waren sehr freundlich, offen und aufnehmend. Ich war nur von Sonntag in der Früh bis Montag in der Früh dort. Sie versammelten sich Sonntag nachmitteags im Privathaus eines Mitgliedes.Es war so voll,dass manche im Flur und im anderen Raum standen oder saßen. Sie haben kein separates Gemeindehaus. Sie sangen sehr viel und viel auswendig. Es war einfach warmherzig. Sie erzählten offen über den Grund meines Kommens und ich konnte mich frei mitteilen, in russisch. Sie sprechen ukrainisch und können meist überhaupt kein Russisch aber da die Sprachen verwandt sind, konnten wir uns verständigen.
    Sie benutzen Pferde für Feldarbeit und kurze Strecken. Die Männer bilden im Winter eine Art Arbeitsbrigade und bauen schlüsselfertige Häuser zum Teil weit entfernt von ihrem Wohnort. Sie chartern ein Fahrzeug und lassen sich Montag zur Baustelle bringen und Freitag wieder zurück.
    Sie meinten sie hätten genug Geld um sich Autos zu leisten aber sie wollten es aus Prinzip nicht. Sie möchten einfach, bescheiden und demütig für Gott leben. Sie organisieren warme Mahlzeiten für verschiedene Krankenanstalten und ihre Hilgfe ist sehr willkommen.
    Sie haben die Untertaufe und praktizieren sie im Fluss, aber heimlich. Das haben sie aus der kommunistischen Zeit so beibehalten. Von den Leuten dort bekam ich die Tel.nr eines Beachy-Amisch-Mennoniten in Chernivtsi, einer größeren Stradt nahe der rumänischen Grenze. Dort konnte zwei Tage verbringen. Dort helfen Beachymennonites aus Georgia, USA. Sie haben schon mehrere Gemeinden in der Ukraine, eine größere in Kiew.


    Soweit der Bericht. Ihr dürft gern Fragen stellen.


    Liebe Grüße, Victor

  • Lieber Victor,


    die Gruppe hat offensichtlich weder "täuferischen" noch "deitschen" Hintergrund, sondern ist (russisch) baptistischen Ursprungs. Inwiefern wurdest Du von den Scottsville-Leuten beauftragt nach diesen zu suchen. Suchen sie außerhalb des Einflussbereiches der USA neue Siedlungsmöglichkeiten? Hast Du nähere Informationen über die Spaltung, die sich in Delano vor einiger Zeit vollzogen hat?

    Edited once, last by FloKie ().

  • Den Bericht über Belize hatte ich letztens aus Zufall im Tv gsehen fand ihn total intressant.lg griechin :)