Amish-People?

  • Hallo zusammen.
    Eine Freundin von mir hat ihre Examensarbeit über die Amish-People geschrieben.


    Dadurch bin ich einwenig neugierig geworden.



    Meine Frage:


    Gibt es auch Amishe in Deutschland oder nur in den USA?

  • Die "konservativen" Amisch-Gruppen (z.B. old order) sind nur in den USA und in Canada vertreten.


    Liberalere Gruppen, wie z.B. die Beachy-Amischen sind bedingt durch ihre Missionsarbeit auch in anderen Ländern vertreten.

  • Hallo!
    Ich hab mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, daß einige Amish-Familien nach Belize ausgewandert sind, einfach weil in den USA der Raum zu klein wurde und sie dort neues Land erschließen konnten.
    Dann gab es Familien, denen das Leben in den USA zu modern wurde und die zunächst Richtung Mexiko und dann weiter in Südamerika Amish-Siedlungen gegründet haben. Sie lebten ganz abgeschieden von der modernen Welt.
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Hallo Knickvogel,


    in Belize leben tatsächlich einige Leute, die amischen Ursprungs sind. Amische Kolonien oder Siedlungen gibt es dort aber nicht, da die dorthin ausgewanderten ehemaligen Amische heute in die diversen mennonitischen Kolonien aufgegangen sind. Auch im übrigen mittel- oder südamerikanischen Ausland gibt es keine amischen Kolonien oder Siedlungen (mehr).

  • Also gibt es hier in Deutschland keine Amish-Gemeinden??


    Von unserer Lehrerin habe ich erfahren, dass die Geschichte der Amishe verfilmt wurde.
    Weiss jemand von euch wie der Film heisst?
    Habe den Titel leider vergessen.

  • Nein, in Deutschland gibt es keine Amisch-Gemeinden mehr.


    Die letzte Amisch-Gemeinde hier in Deutschland ging 1937 in Ixheim (bei Zweibrücken) in die dortige Mennonitengemeinde auf.

  • die amischen leben nicht in deutschland, da sie dort verfolgt wurden und viele geköpft wurden, weil ihr glauben "unerwünscht" war. Naja, ich würde nicht gerne in so ein Land zurück kehren, wenn ich so eine schlechte vergangenheit hatte. und du ?

  • Zwar weiß ich net, wie die Kirche hier in Deutschland drauf reagieren würde......doch ich würde es sehr begrüßen, wenn sich hier Amisch wieder einfinden würden!!!!!! (Amen)



    apple butter

  • Sie haben es sogar in Polen versucht....und sind soweit ich verstanden habe auch noch da, aber nicht mehr wirklich Amish:
    http://community.seattletimes.nwsource.com/archive/?date=19981022&slug=2778985
    http://amishamerica.typepad.co…7/11/just-got-a-call.html


    March 10, 2008
    A weekend with the Martins
    They live about as far back in as you can get, two miles down a mud road, deep in
    the heart of a serene pine-and-birch forest.
    The neighbors are mostly friendly, and Jacob has worked out a deal with one of
    them--a big-city transplant and a bit 'unhandy' when it comes to farming-- to
    manage and use a cow and some of his equipment. It's not a bad deal at all--extra milk and tractor power for the family.


    [url='http://amishamerica.typepad.com/amish_america/2008/03/dropping-in-on.html']The Martin family maintains a little island of America in the Varsovian
    hinterlands. When I walked in the front door on Saturday to greet Anita, as she leaned over the kitchen table processing the remains of a duck, I could feel it right off.
    As soon as Anita began speaking, I realized I knew the accent from somewhere. I couldn't put a finger on it at the time, but later it was obvious. It turns out Anita comes from a Knepp clan in southern Indiana. Anita is warmer and less cautious when you first meet her, but Jacob soon warms as well. He is quite talkative and a pleasure to listen to as he expounds on various topics.


    So to get one of the most superficial matters out of the way, how 'Amish' are
    they? Anita's family is based in an Indiana Beachy Amish congregation. While Jacob was born in Pennsylvania, he soon moved away and spent his childhood and younger years in settlements in Tennessee and Kentucky. And he has the drawl to show for it.


    Jacob calls his home congregation 'Amish Mennonite', but sees them as being
    basically aligned with Anita's Beachy group--or at least they were at the time.
    Jacob's Polish is excellent. Much better than mine. Jacob has a talent for languages and is currently translating a Mennonite-authored book of inspirational stories into Polish. He's about a third of the way through. Over his nearly fifteen years in Poland, he's read many of the Polish classics--Sienkiewicz, Mickiewicz, who wrote the great epics, and others.


    Jacob's family left Pennsylvania German behind a couple generations before, he
    explained, as I sat and listened in one of his imported Amish-style hickory-rockers. Anita used it growing up, says she understands it perfectly, but might have a tough time speaking it. She says she used PA Dutch with the oldest kids for a spell, but abandoned it after a while since Jacob doesn't speak it himself.


    The kids are comfortable using both Polish and English, but the younger ones especially tend to gravitate towards English. (By the way, re-reading my last post I realized I might have gotten a bit ahead of the game and added a kid to the Martins' total, which currently stands at seven, not eight.)


    Those little guys are a joy to be around, especially one and a half-year-old Stefan, and little four-year-old Krzysiek. They are what the Poles might call rozrabiaczki--fun-loving little troublemakers.
    Jacob and Anita's first kids got classic American names--Ruben and Joshua--while later ones received Polish monikers--Ilona, Zofia, Waldek. Jacob says they now follow the formula of a Polish first name and an English middle one--'Stefan James'--in case they ever return to the States.
    There doesn't seem to be much likelihood of doing that now. Things don't sit too well back home with the families. The last visit was about three years ago--Anita's parents. They are civil but fail to see eye-to-eye on various matters.


    In any case, this is where home is now. Jacob realizes that with all the media curiosity among Poles, he has a potentially very positive role to play here--one he didn't ask for, he chuckles, but one he will continue to take on.


    Posted
    by Erik Wesner at 5:17 AM in Amish in Europe, Beachy Amish,
    Mennonites |Permalink |Comments (8) |TrackBack (0)

    Edited 3 times, last by Agranzow ().

  • Hallo!
    Im Fernsehen habe ich mal etwas über russische Gemeinden gesehen, die auch ganz zurückgezogen lebten, aber zumindest diese Leute waren keine Amish, sondern schon russisch-orthodox. Hatten auch ihre Patriarchen, diese Ikonen und die Gottesdienste liefen nach orthodoxen Regeln ab, allerdings lebten sie ohne moderne Technik und nach strengen Regeln.
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Um es gebetsmühlenartig hier in diesem Forum zu wiederholen:
    NICHT ALLES, WAS SICH SELBST AUCH AMISCH NENNT, IST TATSÄCHLICH AMISCH!


    Gerade in den USA ist der Begriff "Amisch" geradzu ein Synonym für alle möglichen Glaubensrichtungen geworden, die im Vergleich zur Mainstream-Gesellschaft ohne Strom und Motoren auskommen (wollen).

  • Hallo Flokie!


    Dann ist `s ja gut! :)
    Ich meinte nur wegen "gebetsmühlenartig in diesem Forum"
    Hat sich irgendwie so angehört!
    Nix für Ungut!
    LG
    Wicky

  • Die Info, dass es in der Ukraine eine "amische" Siedlung geben soll, habe ich übrigens von Amischen selbst gehört. Ich werde da noch mal nachbohren, ob irgendjemand herausbekommen kann, wo die genau sind.

  • Ich könnte mir schon vorstellen, daß es auch Amishe in Rußland gibt, denn in früheren Zeiten sind ja öfters Menschen in verschiedene Länder ausgewandert, möglicherweise also auch dorthin...
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Selbst wenn einige Amische die Infos haben, dass es in der Ukraine amische Siedlungen geben soll, ist das noch lange kein Beweis dafür, dass an solchen Gerüchten auch tatsächlich etwas dran ist. Ich wurde z.B. von Einigen gefragt, "wie lange nimmt es mit dem Bus von Deutschland nach Amerika?"! Gerade in Gesellschaften, in denen Wissen bewusst eher klein gehalten wird, gibt es um so mehr Gerüchte und Halbwissen, dass aber vehement als Ganzwissen sogar noch verteidigt wird.
    In der Ukraine gibt es eine Vielzahl von christlichen Gruppierungen, die dort missionarisch tätig sind; unter anderem auch diverse mennonitische Gruppierungen, darunter sicherlich auch die Amish-Mennonites bzw. Beachy-Amischen.

  • Weder habe ich behauptet, noch gehe ich davon aus, dass es eine Old Order Amisch Gemeinde ist. Ich vermute auch eher, dass es sich um Beachy oder eine andere New Order Gemeinde handelt, wenn denn überhaupt.

  • Hallo an alle,


    weiß jemand etwas über eine Gruppe im Westen der Ukraine, die wie Amische leben?


    Habe eine Nachfrage einer sehr konservativen Mennonitengemeinschaft in Tennessee von Anfang Oktober.


    Ich versprach ihnen mich zu informieren und hier wurde schon etwas darüber geschrieben. Sehr gut.


    Ich habe einen günstigen Flug nach Lvov(Lemberg) zum 25.Februar für 7 Tage gebucht.


    Laut Skizze der Freunde in Tennessee soll die Community zwischen Lvov und Cernovzy liegen, also im Großraum Ivano-Frankovsk, im Westen der Ukraine.


    Ich möchte die Gegend mal etwas erkunden und meinen lieben Freunden in Tennessee und Belize über diese Gruppe Bericht erstatten wenn es sie denn wirklich gibt.


    Ein Amisch-Freund, Victor