Glaubensunterschied

  • hallo!
    wie unterscheidet sich eigentlich die religion der amisch mit unserer (christlich evangelisch)?
    danke für die antwort
    x

  • Hallo!
    Die Amish sind auch eine christliche Glaubensgemeinschaft und ich würde sie jetzt einfach auch mal volkstümlich als "evangelisch" bezeichnen, denn sie gehören nicht der katholischen Kirche an und sehen den Papst nicht als ihr Oberhaupt an.
    Hauptunterschied zur evangelischen Landeskirche, wie wir sie hier kennen, ist die Taufe. Während in der Landeskirche die Kindertaufe üblich ist, werden bei den Amish Menschen erst als Jugendliche/Erwachsene getauft, nämlich dann, wenn sie sich selbst für den Glauben an Jesus Christus entscheiden.
    Ansonsten gibt es viele Unterschiede in der Auslegung der Bibel und im Glaubensleben. So gibt es z.B. bei den Old Order Amish keine Kirchengebäude, sondern Versammlungen reihum in den Häusern der einzelnen Gemeindemitglieder.
    So wie wir es gesehen haben, lesen die Amish u.a. auch die Luther-Bibel und singen Lieder, die auch hier bekannt sind.
    Die Bibel ist genau wie bei uns die Grundlage des Glaubens, nur die Auslegung und die Traditionen unterscheiden sich schon erheblich. Hierzu wurde ja schon einiges in den anderen Threads geschrieben.
    Gruß,
    Knickvogel.

  • Ich denke mal, dass die Amisch eine der seltenen christlichen Gemeinschaften sind, die den Glauben nicht als Religion verstehen, sondern den Glauben täglich (aus)leben.



    Grüßle....von apple butter

  • Den Glauben leben sollten eigentlich alle ernsten Christen!


    Zum Thema Glaubensunterschied:


    Die Mennoniten (aus denen später die Amischen hervorgegangen sind) entstammen der Wiedertäuferbewegung, denen die Reformationsbemühungen Martin Luthers bzw. Zwinglis nicht weit genug gingen. Sie wollten ihr Leben radikal an der Heiligen Schrift, dem Wort Gottes, ausrichten ohne "katholische Kompromisse", wie sie z.B. Luther einging ("Kindertaufe").
    Konfessionskundlich sind Mennoniten/Amische/Hutterer der Wiedertäuferbewegung zugeordnet und nicht dem Protestantismus.

  • Die Amischen sehen keinen Kaiser, Papst oder Herrscher als Oberhaupt an, sie sind allein Gott unterstellt und die Frau dem Mann so wie es in der Bibel steht, was die andern traditionellen Kirchen leider vergessen haben.
    Jede Gemeinde hat älteste die auf ihre Gemeinde (Herde) aufpasst dass nicht das weltliche sich einschleicht.
    Deshalb kommt uns als Weltmenschen dies sehr rückschrittlich vor, aber sie lassen sich Zeit und bedenken es genau ob sie Technik zulassen.
    Sie haben Maschinen aber nur mit Stahlrädern damit sie nicht all so weit von der Gemeinde weg fahren können.
    Sie lassen keine Fahrräder zu in letzter Zeit sin Roller und Skater hinzugekommen aber damit bleibt man ja auch im Umfeld der Gemeinde.
    Die Alt Amisch sind da strenger als die Neu Amsich die das Weltliche mehr zulassen aber in allen 2 Richtungen der Amisch sind sich im Glauben einig.

  • Hallo Martin,
    Es mag sein, und das stehe ohne weiteres zu,in deinem Glauben denkst und lebst, aber ich bin durch die Erfahrungen und Erlebnisse in meinem noch relativ kurzen Leben zu der Auffassung und Überzeugung gelangt, das es sich ohne jegliche Religion auch leben läßt. mein Glaube an Gott ist dadurch eher stärker geworden. Aber ich habe Hochachtung und Respekt vor dem Gemeinleben der Amish, deren Art und Weise uns leider fehlt.Wir müssen nicht diskutieren, warum und weshalb, aber jeder für sich, egal wo auf der der Welt, hat jederzeit die Chance seinen Beitrag zu leisten. In diesem Sinne wünsche uns Allen ein frohes und gesegnetes neues Jahr !

  • Vielen dank für Deine Antwort ich denke jeder wird eines Tages vor dem Herrn stehen und da hilft Ihm keiner, mir auch nicht, ich kann nur hoffen den so wie ich andere einschätze und richte werde ich auch gerichtet. so steht es ja in der Bibel also ist jeder der glaubt oder nicht glaubt an den Schöpfer selbst für seine Werke verantwortlich er kann nur auf Vergebung hoffen.

  • Vielen dank für Deine Antwort ich denke jeder wird eines Tages vor dem Herrn stehen und da hilft Ihm keiner, mir auch nicht, ich kann nur hoffen den so wie ich andere einschätze und richte werde ich auch gerichtet. so steht es ja in der Bibel also ist jeder der glaubt oder nicht glaubt an den Schöpfer selbst für seine Werke verantwortlich er kann nur auf Vergebung hoffen.


    Damit gebe ich dir Recht.
    Im Endeffekt muss diese Entscheidung aber jeder für sich treffen.
    Ich bin katholisch erzogen worden, glaube irgendwie an Gott und gehe zur Kirche, aber nicht wöchentlich.
    Im Alltag fehlt mir dazu bei einer 7 Tage Woche an Arbeit+Lernen einfach die Zeit.
    Dennoch glaube ich, dass ich trotzdem ein "gutes" Leben führe und Gott dies erkennt.
    Am Ende werden wir es sehen was passiert. Hoffentlich bleiben uns allen bis dahin noch viele Jahre auf der Erde ;)

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo ihr Lieben hier...

    Ich bin ja eigentlich katholisch, aber vom denken/handeln her finde ich das das besser zu mir passen würde. Dann fühlt man sich nicht so alleine. Gerade wo ich vor kurzem umgezogen bin, bin ich ehrlich, momentan traue ich mich gar nicht in die Kirchen hier. Als "Neue" wiRe man gar nicht wirklich mit einbezogen, was weh tut, weil ich es manchmal auch gesundheitlich nicht zur Kirche schaffe

  • Liebe Melanie


    Um Christ zu sein, brauchst du keine Kirche (Gebäude). Aber eine Gemeinde, die dich trägt, wo die Menschen dich kennen, hilft sehr; da kann man wachsen, dienen etc.. Ich selber wurde atheistisch erzogen und als ich zum Glauben kam, konnte ich mir vorurteilsfrei selber eine Gemeinde aussuchen. Ich habe aber immer eine Gemeinde vor Ort besucht, da mir das ziemlich wichtig war. Passend für mich wäre eine sehr konservative Gemeinde, die gibt es aber in der Nähe gerade nicht. Jetzt bin ich in einer sehr grossen und ziemlich modernen Gemeinde (also eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich mir wünsche), meine Familie fühlt sich sehr wohl dort, die Kids haben es gut und mein Mann pflegt viele Freundschaften. Ich selber fühle mich in einer kleinen Gemeinschaft viel wohler. Deshalb gehe ich gerne in meinen Hauskreis und in der Gemeinde besuche ich nur den GD - hin, zuhören - weg. Wobei die Predigten bei uns schon sehr gut sind.

    In den Ferien besuchen wir manchmal andere Gemeinden. Ich finde das spannend, da läuft es dann anders, vom Geruch bis zur Predigt ist es anders - aber nicht immer schlechter. Probiere doch mal aus, ob du dich irgendwo wohl fühlst, auch wenn die Gemeinschaft auf dem Papier vielleicht nicht ganz zu passen scheint. Vielleicht hat Gott gerade so was für dich vorgesehen. Wir haben es im Gegensatz zu den Amischen ja richtig gediegen: wir können wählen.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Nadine

  • Die Amischen sehen keinen Kaiser, Papst oder Herrscher als Oberhaupt an, sie sind allein Gott unterstellt und die Frau dem Mann so wie es in der Bibel steht, was die andern traditionellen Kirchen leider vergessen haben.
    Jede Gemeinde hat älteste die auf ihre Gemeinde (Herde) aufpasst dass nicht das weltliche sich einschleicht.
    Deshalb kommt uns als Weltmenschen dies sehr rückschrittlich vor, aber sie lassen sich Zeit und bedenken es genau ob sie Technik zulassen.
    Sie haben Maschinen aber nur mit Stahlrädern damit sie nicht all so weit von der Gemeinde weg fahren können.
    Sie lassen keine Fahrräder zu in letzter Zeit sin Roller und Skater hinzugekommen aber damit bleibt man ja auch im Umfeld der Gemeinde.
    Die Alt Amisch sind da strenger als die Neu Amsich die das Weltliche mehr zulassen aber in allen 2 Richtungen der Amisch sind sich im Glauben einig.


    Danke Martin,


    für die gute Beschreibung.


    Den Amischen müssen wir sehr dankbar sein für ihr konsequentes, nach Jesus ausgerichtetes Leben. Sie sind der Beweis dafür, daß das Christentum der richtige Glaube ist. Sie, die echten Christen, schenken Frieden und erziehen ihre Kinder zum Anstand, ganz im Sinne von unserem Gott, Jesus Christus!


    Mein Onkel in Ohio spürt, daß die Amischen, und ähnlich gut gläubigen Menschen, das Überleben der USA sichern. Sie haben ja nicht nur die großen Familien, sondern auch noch den Anstand. Wenn in der Welt mal ein Einzelkind kommen darf, hat es sehr oft biologische und psychische Probleme, wird im schlimmsten Fall ein Amok-Schütze.


    Wir sehen, daß uns das Leben ohne unseren Gott zerstört, das kann keiner wollen. Gott hat uns doch so wunderbar geschaffen, nur mit ihm können wir das Leben genießen, mit ihm ist es auch schön ohne Luxus!

    Ich @schutsch, bin weder amisch noch mennonitisch, mit Täufern habe ich nichts zu tun!

  • Den Amischen müssen wir sehr dankbar sein für ihr konsequentes, nach Jesus ausgerichtetes Leben. Sie sind der Beweis dafür, daß das Christentum der richtige Glaube ist. Sie, die echten Christen, schenken Frieden und erziehen ihre Kinder zum Anstand, ganz im Sinne von unserem Gott, Jesus Christus!


    Die allermeistem Amisch die ich persönlich kenne würden hier aufgrund der Tatsache, dass sie sich ihrer Fehlbarkeit und Schwachheit bewusst sind, vehement widersprechen.

  • Liebe Fasel,


    ich weiß nicht wieviel Amische Du kennst, aber ich weiß, daß sie, und andere anständige Christen, durchaus ganz selbstbewußt sein können, was kein Widerspruch zum Glauben ist. Das Christentum wird von Weltmenschen oft verwechselt mit einer Art Kommunismus, bei dem man meint sich alles erlauben zu können, "die helfen mir, auch wenn ich nicht an Jesus glaube" u.ä.

    Ich war selbst mal so egoistisch, leider! Doch es besteht ein großer Unterschied zum Staat. Christen sind barmherzig, aber darauf besteht kein Rechtsanspruch! Ich habe auch nur selten Christen getroffen, die mich abwiesen, doch ihre Hilfe wandelte sich, in die Anweisung: "arbeite und bete". Das war sicherlich meine größte Hilfe, nicht wie beim Staat, der die Menschen bis zur Lähmung füttert, mit nur materiellen Dingen.


    Natürlich weiß jeder Christ, daß auch er ein Sünder ist, das ist unser Glaube, und er ist ein Weg, und wir wollen ihn immer schmaler gehen. Vielleicht sind wir irgendwann Engel und heben ab. Wir bemühen uns Jesus gleich zu werden. Er war streng, wenn es um Übertretungen ging, doch er konnte die Sünde von dem Menschen trennen. "Wir hassen die Sünde und lieben den Menschen!"


    Jesus verlangt von uns nicht, daß wir unbekehrbaren Menschen auf dem Leim gehen. Als ich bekehrt wurde, war ich freundlich, obwohl ich wenig verstand, aber das war meine Gegenleistung, und die führte vielleicht dazu, daß Christen sogar eine Motivation verspürten mich Klotz zu bekehren. Bekehren kann also Spaß machen. Wir sehen ja in jedem Menschen ein Geschöpf Gottes, und so ist es für jeden Christen ein Geschenk, wenn ein Mensch vom Teufel los kommt! Amen.


    Doch ein Masochist muß man nicht sein. Der Herr hat uns auch die Weisheit gegeben klug zu handeln. Ich habe mich von Menschen schon abgewendet, die nur provozieren wollten, mich lächerlich machten, wegen meines Glaubens. Doch das halten wir aus, weil wir Christen sind. Wir wissen, daß wir nicht allein sind, daß der Herr uns immer hilft! So bin ich auch zu Dir immer freundlich, ich hoffe, daß Du das spürst. Danke!


    Prahlen ist völlig unangebracht, unchristlich, aber wenn ich die Amischen von Deutschland aus lobe und bewundere, prahlt kein Amischer, das ist OK. Wir dürfen uns lieben und ermutigen und motivieren, für unsere Arbeit!


    Wollen wir uns dafür einsetzen, daß der Daniel wieder dabei sein darf, wenn er noch will? Menschen ausgrenzen ist meistens falsch. So schlimm war er nicht. Ich habe bei den Stämmen nur Menschen erlebt, die ihre Kinder liebten. Jesus will uns alle in einer Gemeinde sehen, und deswegen sollten wir unsere Gemeinsamkeiten suchen. Hast Du eine Gemeinde, morgen, am Sonntag?


    Gottes Segen!


    Ich @schutsch, bin weder amisch noch mennonitisch, mit Täufern habe ich nichts zu tun!

  • So stark die Amischen die Trennung von „Kirche“ und Staat vertreten und leben, sehen sie im Staat nicht das Böse, sondern beten für ihn und dessen Vertreter. Also ganz anders wie Sie schutsch. in diesem Forum Auftreten, beziehungsweise sich Äußern.

    Überhaupt passt vieles was Sie hier im Forum schreiben nicht zu einem christlichen Handeln. Wenn das was Sie in manchen Beiträgen von sich geben, ein ahnungsloser Forenbesucher liest, wird er sich abgeschreckt fühlen. Es ist ja schon für Christen eine harte Zumutung. Denn da ist so viel Unbarmherzigkeit, Unterdrückung, Zwietracht und Hass herauszulesen.

  • So stark die Amischen die Trennung von „Kirche“ und Staat vertreten und leben, sehen sie im Staat nicht das Böse, sondern beten für ihn und dessen Vertreter. Also ganz anders wie Sie schutsch. in diesem Forum Auftreten, beziehungsweise sich Äußern.

    Überhaupt passt vieles was Sie hier im Forum schreiben nicht zu einem christlichen Handeln. Wenn das was Sie in manchen Beiträgen von sich geben, ein ahnungsloser Forenbesucher liest, wird er sich abgeschreckt fühlen. Es ist ja schon für Christen eine harte Zumutung. Denn da ist so viel Unbarmherzigkeit, Unterdrückung, Zwietracht und Hass herauszulesen.

    Fasel ich bin da ganz bei ihnen, ich sehe das auch so.