Amische besuchen ihren Brieffreund in Österreich

  • Liebe Forumfreunde!


    Nun habe ich es nach langer Zeit geschafft, mit Kennwort vergessen, ein neues Kennwort anzufordern. Das notierte-gespeicherte wurde nicht angenommen.


    Ich bin euch einen Bericht über den Besuch meiner Brieffreunde aus Ohio schuldig. Seit 8 Jahren pflege ich eine Brieffreundschaft mit einen Amish Lehrer in Pension, welche mir unsere geschätzte Frau Gisela vermittelt hat Ihr gilt mein grosser Dank.

    Zu dieser Zeit war ich noch halbwegs Gesund und voller Hoffnung mit einen Pferdefreund die Horse-Progressdays zu besuchen, wozu mich mein Brieffreund Mark eingeladen hatte. Aus gesundheitlichen Gründen Herz-Kreislauf-Schlaganfall, wurde dieser Traum nicht erfüllt. Die letzten 3 Jahre hatte er die Idee, wenn ich nicht kommen kann, so kommen sie zu mir. Erst waren zu viele Hochzeiten, dann verstarb sein Vater zu geplanter Reisezeit. Nun im Vorjahr war frühzeitig geplant und gebucht worden. Wo und wie lange er wo bleiben will. Am 9.10.2018 um 9.20 Uhr waren sie vom Flughafen Wien/Schwechat abzuholen. Die Begrüssung war sehr Herzlich und Erfreulich. Das Wetter Wunderbar.


    Morgen folgt der nächste Teil meines Berichtes

    L.Gr.Josef

  • 2 .Teil


    In den 14 Tagen mit Sonnenschein verbrachten sie 5 Tage bei mir, die restlichen bei 2 weiteren Freunden, die ihnen ebenfalls die Sehenswürdigkeiten von Niederösterreich zeigten.


    Die beiden sind, der pensionierter Amish-Lehrer Mark Curtis/66 und Tim Schlabach/42 Küchenmöbelerzeuger bei seinen Bruder.


    Meine engl. Kenntnisse habe ich mit Kursen bei Babbel aufgefrischt und mit langsamen Hochdeutsch konnten wir uns gut verständigen.


    Der Tag begann wie üblich mit Morgentoilette, für mich mit Pferde versorgen und Morgentoilette, danach Morgengebet und Frühstück. In Gebeten zuhause, wurde viel Danksagung ausgedrückt. In Gasthäusern wurde still gebetet. Am 2. Tag machten wir eine Statdbesichtigung und der Kirche neben der Donau, wo auch mehrere Schiffsreisend auf ihr Schiff warteten. Als wir so am Donauufer standen ging Mark plötzlich auf eine kleine Gruppe zu und begrüßte sie. Es waren Landsleute aus OHIO, die er an ihren Gesprächen erkannte, so klein ist die Welt.


    Es folgten Gestütsbesuche, Haflinger, Vollblutaraber und ein nationales Kutschen Fahrtunier, das ihnen besonders gefallen hat, mit interessanten Gesprächen des beurteilenden internationalen Bewertungsrichter. Nur unsere Sitznachbarn bekamen schiefe Blicke wenn Mark in guter Absicht bei gefallen „Schöne Gäule“ sagte. Ich musste ihm erklären das Gäule bei uns ein sehr beleidigendes Wort für unsere geliebten Pferde ist, und für sterbende Pferde gilt. Eine Kutschenfahrt mit meinen Pferden durch die schöne Landschaft war Pflicht.


    Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in der Stadtkirche, welche der Altpfarrer zelebrierte. Nach dem Verlassen der Kirche versammelten sich mehrere Interessierte zu einen Gespräch mit Mark und Tim. Als letzter verließ der Pfarrer die Kirche. Mark begrüßte den Pfarrer, stellte sich vor und sagte „ich bin ein Amish“. Der Pfarrer schüttelte den Kopf, die kenne ich nicht und eilte schwups davon. Der Jungpfarrer, der eine Frühmesse gehalten hat, hätte weltoffen und freundlich reagiert. Am Nachmittag wurde das grösste Bauernmuseum des Landes besucht. Am Montag nach dem Frühstück wurden sie von einen Freund und Norikerbauern für die nächsten 5 Tage voller Erlebnissen, abgeholt.


    Der nächste Teil folgt.

    L.Gr.Josef.

  • Grüsse Euch!


    Es könnten noch 2 Teile dazukommen, wenn es euch interessiert, was ich bezweifle, da noch keine Fragen gestellt wurden.

    Erst am 22.1 habe ich die Weihnachtspost von Tim erhalten, welche voller Dankbarkeit für die vielen schönen Erlebnisse bei uns waren.


    Liebe Grüsse von Josef.

  • Grüss dich Thoma!

    Für ein Selbstständiges Reisen konnte ich ihnen kein Rennpferd mit Buggy zu Verfügung stellen, konnten auch nicht mit dem Auto fahren. Wir hatten immer einen halben Tag zuhause etwas mit unseren Pferden unternommen. Nachmittags eine Reise zu Sehenswürdigkeiten. Wir haben sehr viele Marterl (kleine Kapellen), die einem Heiligen geweiht sind, oder ein Bauer suchte bei Gewitter Schutz unter einen Baum den dann der Blitz getroffen hat. Diese Marterl liegen am Rande eines Dorfes und laden jeden Vorbeikommenden zum Gebet ein. Im Mai hält jede Pfarre ihre Gottesdienste dort ab. Fr-Sa-So.

    Verfolgung und Holocaust ist derzeit ein gemiedenes Thema. Orte an denen Juden gerettet wurden interessierten sie sehr. Sie selber wollen nicht für Juden gehalten werden, was aber sehr oft passiert.


    Grüsse von Josef.

  • Hallo Josef,

    entschuldige, das du gemeint hast, das uns deine Teile nicht interessieren.

    Ich war nur so gespannt auf den nächsten Teil, das ich dir nicht dazwischen katschen wollte.

    Mich würde es interessieren wie es Tim und Mark mit dem fliegen halten. Du hast geschrieben das sie mit dem Flugzeug gekommen sind. Ich habe gelesen das es für einige Amishe ein Graus ist zu fliegen da sie sich dann zu nah an Gott fühlen was hochmütig in ihren Augen ist. Hast du deinem Besuch danach gefragt?

    Bitte schreib uns noch Teil 3 und 4!!!

    Liebe Grüße

    Georg

  • Liebe Freunde!


    Leider habe ich ihn nicht genauer über den Flug gefragt, nur wie es war -sehr anstrengend- er hatte eine Sauerstoffflasche mit und braucht zum gehen einen Stock. Er war vor 5 Jahren schon mit Freunden in der Nähe von München zu Besuch, vor 2 Jahren eine Reise nach China. Warum er so viel reisen darf, werde ich von meinen Freunden erfahren. Ich war zur Besuchszeit bei mir gesundheitlich sehr angeschlagen mit Atemnot und Husten. Vor und nach dem Besuch im Spital wegen Wasser in der Lunge.

    Ich bitte um etwas Geduld für die nächsten Teile, Habe meine Freunde, wo Mark und Tim die letzten 10 Tage verbrachten gebeten alles aufzuschreiben was sie mit ihnen unternommen haben. Im Jänner sind alle Familienmitglieder an Grippe und Erkältung erkrankt, sodass ich sie noch nicht besuchen konnte. Sobald es möglich ist kommen die nächsten Teile etwas genauer.

    Am Vortag ihrer Abreise waren sie im Stiftgymnasium Melk wo ihre Gastgeber, Proffessoren Lukas & Heidemarie Kerndler, ihnen und ihren Studenten die Möglichkeit gaben, Interessante Diskussionen zu führen. In der Homepage des Stiftgymnasium Melk, unter Leben lernen, am 23.10.2018, ist ein Bericht mit Bild von Ihnen. Ansonsten haben sie Fotografieren abgelehnt und wir haben ohne darum zu bitten, darauf verzichtet.

    Erstaunt war ich über Marks PC Kenntnisse, die er sich als Lehrer mit Zugang in Bibliotheken angeeignet hatte. Fernsehen hat eine magnetische Wirkung und können sich nicht satt sehen.


    Grüsse von Josef.

  • Fernsehen hat eine magnetische Wirkung und können sich nicht satt sehen.

    Sie sind es wohl nicht gewohnt, dass der Fernseher deutsch sprechen kann, und dann auch noch mit österreichischem Akzent 8)8)8)

  • Der Mostviertler Dialekt ist dem Bayrischen und Schwäbischen ähnlich den sie gut verstehn wenn man langsam spricht.

    Habe ihnen die Amish Filme, welche öfters in den Medien -Kreuz&Quer-BibelTv gezeigt werden, die auf Youtube gespeichert sind, gezeigt.

    Die Amish in dem Mountains gefiel ihnen gar nicht, das Ende war zu schockierend, dagegen die Teile von Unter Amishen waren sehr amüsant, die Familie Miller kennt er Persönlich. Auch meine Filme vom Kutschenfahrsport begeisterten ihn, ich müsse unbedingt zu ihm kommen und seine Pferde trainieren, da vergeht noch viel Zeit, bis ich die Bibel Amishgetreu studiert habe um als Gast aufgenommen zu werden. Eingeladen werde ich schon 8 Jahre, Gesundheitliche Tiefschläge haben eine Reise verhindert und die Angst, in einen amerikanischen Spital zu landen.

  • Das ist erstaunlich, denn Bairisch und Schwäbisch unterscheiden so stark, dass sie sich untereinander kaum verstehen. Was bedeutet im Mostviertel "Gsälz"?

  • Thoma !

    Naa dees wisse mr a need, im Schwäbischen sind die Selbstlaute in die länge gezogen. Meine Freund kennen das Wort -Gsälz- auch nicht, könnte Gesalzenes-Geselchtes heissen.

  • Thoma !

    Jetzt hab ich vom Spezialisten und Herausgeber des Mostvierler-Mundart-Lexikon die Bestätigung. Dieses Wort gibt es bei uns nicht - Heisst aber auf Schwäbisch-süsser Brotaufstrich-Marmelade!

  • Grüss euch Freunde!

    Der 4. Teil ist schon bereit zum posten, für den 3. Teil muss ich 100 km fahren um diesen am Wochenemde zu bekommen. Der Norikerbauer ist leider nicht E-Mail kundig.


    L.Gr.von Josef.