Was habt ihr von den Amischen gelernt?

  • Hallo Zusammen,


    ich liebe das Forum aber ich frage mich auch: Was kann ich konkret für meinen Alltag in Deutschland umsetzen? Und da wollte ich euch fragen, was ihr von den Amischen übernommen habt und wie ihr euren Glauben lebt (Bibel lesen, Gebete etc.). Ich würdet mir echt helfen...


    LG Tobias

  • Wieso nicht die Frage, was wir von Jesus Christus lernen können?

    • Soziale, gesellschaftliche und kulturelle Barrieren überwinden,
    • inspiriert von Jesus, sich für alle öffnen,
    • die Nöte anderer erkennen und überwinden helfen,
    • sich der Realität nicht verweigern,
    • usw. ...


    Eine Frage am Rande, Konrad hat Dir vor drei Jahren ein Buch nahegelegt, hast Du dieses Buch in der Zwischenzeit gelesen, es würde viele Deiner Fragen beantworten die Du stellst.

  • Hallo Fasel,


    nein, dass habe ich nicht. Kannst du mir nochmal das Buch verraten? Außerdem wollte ich auch ein Erfahrensaustausch :)

  • Hallo Tobias,


    mich hat die Beschäftigung mit den Amischen im allgemeinen etwas "langsamer" gemacht, ich stelle mir oft die Frage, was brauche ich wirklich (bezogen auf Dinge) und was ist wirklich wichtig.

    Mein Internetzeiten habe ich stark reduziert - aber nicht ganz, sonst wäre ich nicht hier ;) (vor allem das ziellose Herumsurfen - d.h. da sieht man was Interessantes, das führt dann wieder woanders hin...), ich lese auch fast täglich in der Bibel und versuche den Glauben in den Alltag einfließen zu lassen.

    Und ich hinterfrage auch oft, ob ich gewisse moderne Techniken wirklich brauche. (z.B.ich muss meine Heizung nicht über das Handy steuern...)

    Heute in der Mittagspause war es direkt komisch: wir waren ca. 15 Frauen im Pausenraum und ich war die einzige, welche nicht in das Handy starrte....:/

  • Hallo Tobias,

    jeder tickt etwas anders und es gibt nicht die glückselig machende alleinige Lösung/Antwort. Ich halte es wie die Kinder, sehen, imitieren/nachahmen und verstehen. Dann nimm das dir zu eigen was dir gut tut und möglich ist.


    Ich bin selber eher so ein ganz oder gar nicht Typ, ein bisschen schwanger geht bei mir irgend wie nicht.

    Fernseher und Telefon (Smartphone habe ich nie gehabt) habe ich schon vor länger Zeit rausgeschmissen. Zu Silvester habe ich die Hifi Anlage demontiert. So baue ich zur Zeit mein Leben Stück für Stück um. Meine Mülltonne ist jedesmal voll mit unnützen Dingen die ich eigentlich nicht brauche. Es geht nicht alles auf einmal und bei einigen Dingen stößt man auf rechtliche Grenzen (z.B. Schulpflicht), das ist mir ganz klar. Die Projekte Stromabschaltung und Kutschenbetrieb sind in Planung und eher langfristig zu sehen.

    Morgens wachte mit einem Danksagung auf und abends Schlaf ich mit dem letzten Gedanken an unseren Herrn ein.

    Ein Dankgebet zu den Mahlzeiten ist obligatorisch. Ein Stündchen in der Bibel oder anderen Texten versuche ich abends ein zu schieben (gelingt nicht immer).

    Und was soll ich dir sagen, es geht mir seit meiner Umstellung wirklich blendend.

    Mein Gott trägt mich über alle Turbolenzen des Lebens,

    Gelobt und Gepriesen sei Jesus Christus

    Georg

  • Hallo Georg, dass klingt sehr spannend. Gab oder gibt es Probleme beim umstellen? Und was ist eine Danksagung? So eine Art Dankgebet?


    Viele Grüße



    Tobias

  • Hallo Tobias,

    bei der Umstellung fängt man mit kleinen Dingen an, die Sachen die man eigentlich schon immer macht. Dann die Sachen die leicht und einfach zu lösen sind.

    Ja, irgend wann kommt man dann an die harten Nüsse. Bei mir ist ganz aktuell mein 2 m Meerwasseraquarium das ich gerne in liebe Hände abgeben möchte, die harte Nuss. Ich habe da einiges an Geld und Zeit investiert und möchte einen kleinen Teil davon schon gerne dafür haben. Nach zwei Monaten habe ich leider immer noch keinen Interessenten.


    Ja, ich sage zum Dankgebet auch Danksagung (auch wenn es sicherlich theologisch nicht korrekt ist).

    Liebe Grüße

    Georg