Veränderungen

  • Hallo zusammen! :)

    Ich beschäftige mich ja noch nicht sehr lange mit dem Lebensstil der Amischen/Mennoniten.

    Mich würde es interessieren, ob die Beschäftigung damit bei euch gewisse Veränderungen in eurem Leben, bei eurem Lebensstil bewirkt haben?


    LG

    Gabriele

  • Hallo Gabriele,

    auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum.

    Deine Frage ist sehr interessant und gar nicht pauschal und einfach zu beantworten.

    Sowie du, sind einige auf der Suche, teils aus Neugier, Interesse oder mit dem Bedürfnis etwas in ihrem Leben zu verändern.

    Wir alle werden durch unsere Umwelt und die Zeit verändert, ob wir es wollen oder nicht.

    Auch dieses Forum teil dieser Umwelt in der wir uns Bewegen, austauschen und Erfahrungen sammeln.

    Ob die erfolgte Veränderung jetzt Verursacht durch ein Gespräch, ein Buch, der Schriftwechsel im Forum oder das Gespräch mit unserem Vater wurde. Man kann es im Nachhinein nicht mehr von einander trennen oder zuordnen. Wenn wir uns hier miteinander schreiben so bist du schon im Veränderungsprozess und hier sind wir schon bei der berühmten Frage:

    Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

    Für mich kann ich sagen, das ich auf einer Reise bin mit unbekanntem Ziel und der Austauch mit allen hier im Forum hat und wird meine Blickwinkel auf einige Punkte sicherlich verändern. Auch mein Lebensstil ist dabei nicht ausgenommen, aber weniger durch die Kommunikation im Forum.

    In diesem Forum sind sehr versierte Kenner mit einer Jahrzehnte langen Kenntnis der amischen/mennonitischen Kultur. Du hast und wirst sicherlich einige von ihnen mit der zeit kennen lernen.


    Ich freue mich und beglückwünsche dich für die Erkenntnisse die du erlangt und die Schlussfolgerungen die du daraus gezogen hast. Ich wünsche dir Glück und Segen auf deinem Weg wohin er dich auch führt, sei voller Zuversicht, den Gott liebt seine Kinder!


    Georg

  • Hallo Georg,

    danke für deine netten Worte.


    Mich begleitet jetzt oft die Frage "was ist wirklich wichtig?", wovon gibt ein "unnötiges Zuviel" in meinem Leben....das ist sicherlich ein langer Entwicklungsprozess....


    LG Gabriele

  • Hallo Gabriele,

    es ist ein tägliches Abwäge da wir isoliert, ohne Gemeinde und Ordnung leben. In einer amischen Gemeinde ist bereits sehr viel vorgegeben. Man bezahlt diese Führung aber mit seiner individuellen Freiheit in diesen Punkten. Ob wir jetzt in der glücklichen oder unglücklichen Lage sind soll jeder selber entscheiden.

    Aber ja, wir schleppen viel unnötigen weltlichen Ballast mit uns. Vieles lässt sich leicht abstreifen und du wirst dich wundern, das es einem danach viel besser geht, neue Freiheiten, neue Blickwinkel, Fokussierung auf das Wesentliche ist der Lohn.

    Aber es gibt auch Gewohnheiten von denen man weiß, das man sie ablegen sollte aber man hat bedenken wie es dann werden wird.

    Bei mir versuche ich eine Entwöhnung, ein Ausschleichen von den alten Wegen. Es ist ein beständiger langsamer Schwenk zu einem neuen Verhalten und damit kein schmerzlicher harter Schnitt. Deiner Umwelt gibt du damit auch die Möglichkeit sich langsam auf dein neues Wesen ein zu stellen.

    Was für dir wichtig oder unnötig ist kann dir keiner jetzt und hier abnehmen. Es hat mir geholfen, sich ein ideales mögliche Leben vorzustellen und danach zu streben auch wenn mir klar ist, es nie zu erreichen. Als Inspiration habe ich für mich den amischen Lebensstil in all ihren so unterschiedlichen Ausprägungen ausgesucht. Ich versuche von ihnen zu lernen, wie sie leben versuche ich nach Überprüfung durch meine innere Stimme auf mein Leben zu übersetzten. So entsteht eine eigene kleine persönliche Ordnung, die wächst, sich verirren kann und angepasst werden muss.

    Der Weg Jesu ist kein leichter doch birgt er den Lohn des Erlösung.

    Georg