Hausschule - Eltern unterrichten ihre Kinder selbst und bewahren sie...

  • Liebe Flora,


    lieben Christen nicht alle Menschen? Nur die Sünde dürfen wir hassen. Sind Freunde nicht ein großes Geschenk, von Gott? Ich hatte mich oft gefragt, wer meine Freunde sind? Und bin immer wieder darauf gekommen, daß es die sind, die offen und ehrlich zu mir sind. Doch wer sind die anderen? Sie sind die, die noch auf dem Weg sind, und auf dem sind wir alle! Manche, die schon etwas weiter sind, können auf einem schmaleren Weg gehen, die Spur halten. Vermutlich war Jesus der erste Mensch auf der Erde, der ganz rein war. Deswegen brauchte er keinen Weg mehr und konnte auferstehen.


    Ich bitte Dich um Vergebung, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Mir fällt es auch manchmal schwer einen Menschen nicht zu kritisieren, wenn ich sehe, daß er ins Messer rennt. Doch dann bemühe ich mich um eine ganz freundliche Formulierung, in Frageform: Wäre es vielleicht möglich, daß man das auch etwas anders tun könnte? Schön ist es, wenn wir selbst auf unsere Fehler aufmerksam werden und uns reinigen. Deshalb sind gute Vorbilder so wichtig. Das Forum ist ein bisschen wie eine Gemeinde, die uns hilft von unseren Sünden frei zu kommen.


    Gottes Segen


    SH

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  • Das man auch weiß worauf ich reagiere:


    Also. Ich bin Lehrerin und wehre mich erheblich gegen deinen ss Nazi Vergleich. Und wenn ich den Rest auch noch lese dann kann ich nur hoffen das die Kinder wirklich mit anderen Ansichten konfrontiert werden um im Erwachsenenalter sich daran zu erinnern das es nicht nur die eine verbohrte Sicht gibt.

    Den ganzen Rest erspare ich mir, da die Erfahrung gezeigt hat das bei solchen Aussagen jegliches Wort verschwendet ist. Gott sei Dank gibt es die Schulpflicht und das Verbot des Heimunterrichts. Sonst würde die Anzahl der Engstirnigen exponentiell ansteigen.

  • SabineB liebe Sabine, Gott sei Dank gibt es kein generelles Verbot des Hausunterrichtes, denn sonst hätte mein Sohn gar keine Chance mehr. Schulpflicht schliesst den Hausunterricht nicht aus, er ist generell nur nicht üblich. LG Susanne

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)

  • Marieca , SabineB meint damit nicht (berechtigte) Ausnahmen. Sie bezieht sich auf das was Schutsch von sich gibt und macht das was eigentlich jeder hier im Forum tun sollte: Sie zeigt Zivilcourage. Ich habe das so formuliert:

    Finde die Schulpflicht wie sie in Deutschland herrscht auch nicht in Ordnung. Aber die Schulen haben neutral zu sein, das ist gut und wichtig. Religion ist nicht Sache des Staates. Gegen eine staatliche Schule an sich gibt es nichts einzuwenden. Viel schlimmer sind religiöse Fanatiker, die ihren Kindern nichts von Evolution, Sexualkunde usw. beibringen wollen.


    Schutsch geht es nicht um das wohl der Kinder, sondern um Kontrolle und Indoktrinierung. In solchen Kreisen wird auch gerne von Züchtigung gesprochen.


    Man schaue sich nur das Frauenbild an, das Schutsch hier in Forum vertritt, das passt dazu. Da geht es nicht um ein Gleichberechtigtes miteinander in Achtung und Würde, wie es Jesus vorgelebt hat. Da gibt es eine knallharte patriarchalische Hierarchie.


    Wenn man liest wie Schutsch „Prügel im Namen des Herrn“, „Gehirnwäsche, Prügel, Rassismus“, „Gezüchtigt und misshandelt“, verherrlicht, anders ist das was er hier im ersten Beitrag geschrieben nicht zu verstehen, dann sollte bei jedem vernünftig Denkenden die Alarmglocken klingeln.

  • Ihr lieben Frauen,


    wenn es Euch noch nicht aufgefallen ist, nicht das Patriarchat, sondern das Matriarchat haben wir längst, oder wie ist die Quote von Männern zu Frauen im öffentlichen Dienst zu verstehen? In Grundschulen arbeiten sogar oft 100% Frauen, und was wird aus unseren Jungs? Denke an Susanne, Fasel. Meine Jungs blühten auf, als sie an einer christlichen Schule endlich auch mal Lehrer zu Gesicht bekamen.


    Gut Fasel, daß Du nicht neben mir stehst, sonst hättest Du längst geschrieen, ich hätte Dich berührt oder so... Dieser Prügelvorwurf ist da eine gängige Masche, dabei ist längst erwiesen, daß Gewalt in der Familie genauso von den Frauen ausgeht, doch nur selten zur Anzeige gebracht wird. Welcher Mann geht schon zur Polizei, wenn er von seiner Frau ein Küchenmesser in den Rücken gerammt bekommen hat? Umgekehrt wird angezeigt, was das Zeug hält, auch wenn nichts war... OK, Ihr seit das schwache Geschlecht und dafür lieben wir Euch, doch wie lange können wir das noch, bei Eurem Auftreten?


    Monika Ebeling, die lange für die Rechte der Frauen kämpfte, taten irgendwann die Männer nur noch leid. Aber in ihren Vorträgen erläutert sie was sie erlebt hat: Die größten Opfer der Emanzipation sind unsere Kinder, dann die Frauen und erst zuletzt die Männer, obwohl ihnen auch viel Unrecht angetan wird. Die Kinder werden zu Hunderttausenden abgetrieben, allein jährlich in Deutschland, das reinste Golgatha! Wenn Kinder es doch auf die Welt geschafft haben, blieben sie meistens ohne Geschwister und Vater.


    Ihr lieben Frauen, schaut Euch unser Leben an, was habt Ihr mit der Emanzipation erreicht? Lieben Euch die Männer mehr als früher, damit wir das Reich Gottes aufbauen können? Wohl kaum: Eine Fahrt durch Berlin, mit der U1, und ich brauche mein Zuhause.

    Wenn Ihr Christen werden wollt, finde ich das ganz toll, doch versucht nicht selbst Gott zu spielen und verdreht ihm den Arm, mit Euren falschen Auslegungen. Die Heilige Schrift ist Gesetz und steht über der Welt. Gute Regimes haben das gewußt und blühten auf.


    http://www.huffingtonpost.de/m…en-muessen_b_6120412.html


    Im Vorgriff:


    http://www.sueddeutsche.de/pol…mythos-praegten-1.2250207

    SH

    5 Mal editiert, zuletzt von schutsch. ()

  • @schusch zu dir habe ich echt keine Worte mehr. Ich weiß echt nicht warum du mich als Beispiel angibts und ich möchte das auch in Zukunft nicht mehr. Beide meiner Kinder haben eine konfessionelle Grundschule besucht. Für meine Tochter gut, da sie mit ihren Notendurchschnitt den Anspruch einer Eliteschule erfüllt hat. Für meinen Sohn schlecht, denn sein Durchschnitt war vesetzungsgefährdend. Damit er aber doch auf eine weiterführende Schule kam würden alle seine Noten auf dem Winterzeugnis um eine Note höher gesetzt. Und das von kurz vor den Weihnachtsferien bis Ende Januar. In 2 Wochen geschah also so zu sagen ein Wunder, da in den Ferien gar nicht unterrichtet wurde. Im Gesetzestext steht das alle 4 Klässler versetzt werden müssen, wie das ist in dem Falle wohl egal. Wir haben bei der Information der Versetzungsgefährdung zeitgleich noch vor den Ferien einen Antrag auf Rückstellung gestellt. Von der Klassenlehrerin bekamen wir zu hören (und da hatte sie sich verplappert) das sei vom Lehrer Kollegium nicht erwünscht. Nach den Ferien sitzen wir bei der Rektorin im Zimmer und müssen mit bekommen, wie sie sich mit dem Rektor des Schulamtes am Telefon dust. Das Zeugnis wurde gefälscht und wir hatten keine Handhabe dies bei Gericht zu beweisen. Von der Klassenlehrerin danach ( 5. Schuljahr) bekam wir die Info, das diese Vorgehensweise nicht unüblich ist. Als nächstes noch Mal @ schusch hör bitte auf die Frauen hier der Massen heftig an zu greifen. Meine Mutter hat mich als selbständig denkenden und einscheidenden Menschen erzogen. Meine Mutter würde im Krieg geboren und wurde mit nichts nach dem Krieg eingeschult. Die Frauen mussten im Krieg und auch die meisten nach dem Krieg ohne Männer aus kommen. Wo wärt ihr Männer von heute, wenn die Frauen sich damals darauf verlassen hätten das ihre Männer aus dem Krieg wieder kamen oder die Männer als Invaliden ja meistens gar nicht mehr die Familie versorgen könnten? Wir Frauen mussten endlich aus dem Quark kommen, es war eine Notwendigkeit. Überlebenswichtig. Das Mittelalter funzt heute nicht mehr. Und ich bitte dich noch einmal ( und das habe ich schon in meinem allerersten Beträge getan) lass die Vorurteile und die Verallgemeinerungen. In einem meiner letzten Beiträge habe ich gefragt, wer den Menschen das Recht gibt solch Urteile zu fällen. Lass Jesus sein Werk tun, aber greife Menschen dabei nicht an. Wir alle haben unsere Päckchen zu tragen.

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)

  • Fasel vielen Dank das du mich darauf hingewiesen hast. Auch hier ist meine eigene Impulsivität durch gebrannt. SabineB sollte nicht so rüber kommen, sorry. Ich weiß, aus eigene

    Erfahrung, das viele Lehrer zwischen den Stühlen sitzen. Sie wollen helfen und sie wollen auch unsere besonderen Kinder unterrichten. Oft können sie das nicht so wie es gut und nötig wäre. Lehrer sind oft in normalen Schulen mit der Situation überfordert. Das sind mehr als 20 Kinder für die sie ebenfalls verantwortlich sind und die genauso ein Recht auf Aufmerksamkeit und auch ( dafür sind sie in der Schule) Bildung haben. Dazu kommt das in den letzten Jahren nicht die Erfahrung gesammelt werden konnte die besonderen Kinder mit den anderen besonderen Kindern zusammen zu unterrichten. Den jedes Kind ist ja individuell. Dazu kommen die Vorgaben, wie Lehrpläne und Schulordnung, Schulgesetz. An alles muss gedacht werden und alles muß unter einen Hut. Die Vergleiche die hier heran gezogen werden mit der Nazizeit sind auch für mich nicht in Ordnung. Ob die Schulpflicht nun dort zu begründen ist, lasse ich dahin gestellt. Doch wir haben diese Zeit hinter uns und sollten alle daraus gelernt haben, wir dürfen sie nicht vergessen, aber auch nicht erlauben wieder zu kommen. LG Susanne

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)

  • Liebe Mitglieder


    Lasst uns dankbar sein, dass wir selber entscheiden können, wie wir leben wollen. Unserer Forums-Hauptpersonen - die Amischen - können in vielen Bereichen nicht entschieden und müssen nehmen oder machen, wie es die Gemeindeleitung vorgibt.


    Es ist doch gut, wenn einige selber unterrichten, den Staat entlasten und ihren Kindern nur das Beste mitgeben wollen. Und es ist doch auch gut, dass es öffentliche Schulen gibt mit Lehrpersonen, die den Kindern ebenfalls nur das Beste mitgeben wollen. Was das Beste ist, ist jeweils Ansichtssache und da könnte man noch Tausend Jahre darüber streiten. Manche üben ihren Beruf leidenschaftlicher aus, andere weniger und manchmal gibt es auch unzumutbare Fälle (Lehrer, Kinder, Eltern und Schüler), bei denen spezielle Lösungen gesucht werden muss. (Es ist zugegeben nicht immer einfach - wir haben bekanntlich auch ein Kind mit speziellen Bedürfnissen.)


    Ich persönlich bin froh, dass es die öffentliche Schule mit ausgebildeten Lehrkräften gibt, ich wäre völlig überfordert, wenn ich meine Kids selber unterrichten müsste. Andererseits bin ich in vielen Fragen mit der Schule nicht einverstanden. Diese Themen diskutieren wir dann zu Hause aus und erweitern den Horizont mit unseren Ansichten.


    Allen ein schönes Wochenende!

  • realnanuk. ich danke dir, das du noch einmal alles so schön zusammen gefasst hast. Ich schließe mich an. Damit ist für mich dieser Chat geschlossen, auch wenn es im Leben weitergeht. Ich wünsche allen Eltern und Lehrern viel Kraft und Gottes Segen. LG Susanne

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)

  • ich als Lehrerin weiß, dass für die meisten Kinder die (staatliche oder private) Schule der richtige Ort zum Lernen ist. Auch wenn wir dringend eine Änderung der Lerninhalte und des Umgangs miteinander benötigen. Aber ist gibt auch Kinder, für die eine Beschulung zu Hause der deutlich bessere, weil natürlichere Weg ist. Und das sind nicht nur unbeschulbare Kinder, sondern es sind vor allen Dingen die Kinder, die alleine ganz einfach besser lernen als in einer großen Lerngruppe. Schule hindert diese Kinder am Lernen. Beides hat seine Berechtigung und jeder sollte so viel Toleranz aufbringen, dies zu akzeptieren. Warum darf man nicht verschiedener Meinung sein?


    Die Schulpflicht geht wohl eher auf Humboldt zurück und hat nichts mit dem Dritten Reich zu tun. Man sollte aber nicht vergessen, dass es zu der Zeit damals eine große Errungenschaft war, dass alle Kinder in der Volksschule Lesen, schreiben und Rechnen lernten.


    schutsch. : Aus Deinen Zeilen klingt immer so viel Verbitterung. Hat Gott Dir nicht die Gelassenheit gegeben, auch Unrecht und Leid zu ertragen, es mit zu tragen? Ich würde Dir diese Eigenschaften wünschen. Es ist in der Tat so, dass die irdische Welt nicht gerecht ist, aber ich kann mich als Christ selbst entscheiden, in wie weit ich mich an diesem Unrecht beteilige. Ich kann dagegen kämpfen und mich zerreiben oder ich kann akzeptieren, dass es da und für mich zu diesem Zeitpunkt unabänderbar ist. Ich kann auch entscheiden, ob ich mit Taten oder Worten Frieden oder Unfrieden stifte. Stifte ich Unfrieden, dann muss ich vor Gott die damit verbundene Schuld tragen. Das bitte ich Dich zu bedenken.


    Übrigens sind an unserer Schule 40% der Lehrer männlich. Und ich würde auch heute (Derweil meine Kinder aus dem Haus sind) noch gerne zur Aufgabenteilung der Geschlechter zurückkehren.

    Einmal editiert, zuletzt von Hannah H. ()

  • Ich schreib nun doch noch mal, weil es mich so sehr aufgeregt hat dass ich pausenlos darüber geredet habe. Hier einmal die Zusammenfassung meiner Gedanken:


    Lange Zeit war ich hier inaktiv - ohne Zugang zum Internet. Nun bin ich wieder da und habe mich riesig gefreut das Fasel, realnuk und auch Gisela noch schreiben. Dann lese ich den ersten Beitrag über Hausschule (ein Thema das mich persönlich brennend interessiert) und lese diesen extrem angreifenden, reißerischen, negativen und einfach falschen Artikel von schutsch. Nach ein bisschen Abstand kann ich das ganze nun besser formulieren und versuche mein Glück in einer schriftlichen Ausarbeitung.


    Als erstes ging mir gegen den Strich, dass Schule - Beschulung - Schulpflicht in den Nazi Sumpf gezogen wurden. Die Schulpflicht nahm ihren Anfang in der evangelischen Kirche. Luther war ein großer Befürworter der Tatsache das ALLE Menschen das Wort Gottes SELBST lesen können und lesen sollten. Dies war in seinen Augen nur zu erreichen wenn alle (männlichen) Kinder die Volksschule (Klasse 1 - 6) besuchen. In diese Richtung schrieb er mehrere Artikel, von denen auch noch ein paar erhalten sind.

    Die evangelischen Fürstentümer setzen es als erste um. Nach und nach zogen die Katholischen nach. Dann ging es ein bisschen hin und her, die Aufklärung kam. In der Aufklärung ging es ein wenig hin und her, da Kinderarbeit immer noch üblich war. Schließlich durften auch die Mädchen in die Schule und die Pflichtzeit wurde auf 8 Jahre festgesetzt. Gerade die untere Bevölkerungsschicht, die Bauern und sehr armen, streubten sich dagegen. Für sie waren die Kinder Arbeiter die helfen mussten oder schlichtweg überhaupt nur dafür da waren um den eigenen Lebensstandart zu erhöhen.

    Ein schöner Gedanke wenn man ehrlich ist, doch durchsetzen konnte der Staat es nicht. Es fehlte an Gebäuden, Lehrern und Finanziellem um das irgendwie zu realisieren.

    In der Weimarer Verfassung wurde sie festgeschrieben, unter Hitler erst aufgelöst (Juden, Roma-Sinti, unerwünschte) und dann eingeführt für Arier. Nicht wie schutsch schreibt um die Ideologie zu verbreiten, das war schon längst viel größer im Gange. Sondern um sicher zustellen das die "Richtigen" Lesen und Schreiben konnten und das Mindestmaß an humanistischer Bildung in der Bevölkerung vorhanden war. Bildung war vor anderen Staaten ein Aushängeschild und niemand will sich was das betrifft blamieren. Gerade deswegen interessiert sich jeder für den PISA Test heute.

    Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Schulpflicht beibehalten - die Welt ist ja mittlerweile fast überall bei dem Gedanken angekommen dass Bildung für jeden zur Teilhabe an der Gesellschaft wichtig und unerlässlich ist.


    Weiter: Er sagt, Eltern wissen immer am Besten was das Richtige für ihre Kinder ist. Auch hier mag ich widersprechen. Ein Großteil mag das können, aber bei weitem nicht alle. Und hier kann Schule helfen. Misshandlungen, Überforderungen oder Vernachlässigungen könne zum Teil in Erfahrung gebracht werden und Hilfe geleistet werden. Natürlich nicht alle - aber Besser als nichts. Und ein Gesetz mit Ausnahmen ist immer unfair, also spricht nichts dagegen ALLE Kinder unter Schulpflicht zu stellen. Nebenbei bemerkt gilt das Gesetz hier immer noch nicht für alle. Flüchtlingskinder, fahrendes Volk und illegal Anwesende sind davon ausgenommen. Hier ist noch Nachbesserungsbedarf. Und mal ganz ehrlich, erst heute bin ich SBahn gefahren. Es lief mal wieder ein Akkordeonbettler mit Kleinkind durch den Waggon. Die Kleine dürfte 7,8 (?) gewesen sein. Für sie wäre die Schule eine Chance! Aber ich schweife ab ....


    Das nächste: Die Schule in Deutschland ist ein staatlich verordnetes Entchristanisierungsprogamm!

    Nein, ist es nicht. Der Staats ist Weltanschauungsneutral, nur so ist er Garant für ein friedliches Zusammenleben. Wäre er es nicht, so wäre es wie in diversen arabischen Ländern und dort ist die Ausübung eines anderen Glaubens in der Regel verboten oder erschwert oder mit vielen Erniedrigungen fürs Leben verbunden. Der Staat garantiert die Bildung - religiöse Erziehung findet daheim und im sozialen Umfeld statt. Von mir aus im Religionsunterricht, wobei es ein großer Unterschied zwischen Unterricht und gelebten Glauben gibt. Es ist Unterricht - eine sachliche Auseinandersetzung. Das ersetzt nie die Vorbilder, die Teilnahme in der Gemeinde und das eigene Interesse.

    Ein Beispiel: Ich biete in der Schule immer eine Frühschicht an. Es kommt so gut wie niemand. 90% meiner Schüler frühstückt daheim nicht und weder Tischgebet noch Besinnung oder einfach ein gemeinsamer Start in den Tag sind ihnen Fremd. Es ist nicht verwunderlich, dass keiner Interesse daran hat. Die Eltern müßen diese Dinge etablieren - nicht die Schule.


    Was ist die Aufgabe einer Schule? Die Schüler zu mündigen Staatsbürgern zu erziehen, die Entstehung von religiösen oder weltanschauliche motivierten Parallelgesellschaften vorzubeugen und Raum zu schaffen der Minderheiten integriert und Ängste vor Fremden abbaut. Integration setzt dabei nicht nur voraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung religiöse oder weltanschauliche Minderheiten nicht ausgrenzt; sie verlangt auch, dass diese sich selbst nicht abgrenzen und sich einem Dialog mit Andersdenkenden und -gläubigen nicht verschließen.

    Diese Auffassung von Schule unseres Staates schließt Hausunterricht aus. Privatschulen nicht, da durch Vielfalt im Lehrerkollegium die SuS mit unterschiedlichen Auffassungen in Kontakt kommen und durch eine große Anzahl an verschiedenen SuS aus unterschiedlichen Schichten lernen das Menschen verschiedener Hintergründe miteinander leben können.


    Mittlerweile gab es neue Posts, hier nur kurz noch etwas dazu. Es wird einfach zu lang.


    Von der Polizei Homepage:

    Als Täter von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung treten Frauen und Männer etwa gleich häufig in Erscheinung. Sie entstammen allen sozialen Schichten. Oft entsteht die Tat aus einer Überforderungssituation heraus. Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für das Jahr 2016 3.621 Fälle von Kindesmisshandlung (§ 225 StGB). Insgesamt gab es 4.237 Opfer, 56,6 Prozent davon waren männlich, 43,5 Prozent weiblich.

    Häusliche Gewalt gegen Männer / Frauen ist schwer zu beziffern. Und liegt deutlich über den gemachten Anzeigen.


    Lehrer sind meist weiblich, weil der Lehrer Job an sich sehr unattraktiv ist. In der Wirtschaft verdient man mehr, deutlich mehr. Da jeder Vater seiner Familie das Beste bieten möchte, gehen halt alle wirklich guten in die Wirtschaft.


    Zu den Abtreibungskommentaren sag ich nix, das entbehrt jedem vernünftigen Zugang. Die Emanzipation kann ich schon verstehen - selbst wenn ich sie nicht teile. Das Gefühl abhängig zu sein ist mitunter nicht sehr toll. Die Möglichkeit zu haben über sein Leben selbst bestimmen zu dürfen muß auch für Frauen drinn sein.

    Hier, nur ein paar Beispiele:

    noch 1958 konnte ein Mann wann immer es ihm beliebte den Anstellungsvertrag seiner Frau nach eigenem Ermessen ohne Angabe von Gründen fristlos kündigen. Erst 1977 wurde dieses Gesetz gekipt! In Bayern durften nur ledige Frauen Lehrerin werden, mit der Ehe verlor man automatisch seinen Job. Bis 1958 hatte der Ehemann auch das alleinige Bestimmungsrecht über Frau und Kinder inne. Auch wenn er seiner Frau erlaubte zu arbeiten, verwaltete er ihren Lohn. Ohne Zustimmung des Mannes durften Frauen kein eigenes Bankkonto eröffnen, noch bis 1962. Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen. Sexuelle Gewalt wurde erst 1997 Straftatbestand. Vorher musste sie ihm wann immer er wollte zur Verfügung stehen und musste auch leichte Gewalt dulden. Bis 1997! Es wird zu lang, daher höre ich damit auf. Aber der Punkt kommt rüber, denke ich. Eine Frau ist kein Wesen zweiten Ranges. Sie kann selbständig denken und handeln. Es ist schön wenn sie einen Partner hat der es ermöglicht nicht arbeiten zu müßen und so die Zeit bekommt für Familie und Garten. ABER sie sollte auch ohne Partner sich selbst versorgen können. Und sie sollte bei einem Vollidioten (was ja manchmal leider erst hinterher rauskommt) die Möglichkeit haben sich nicht von ihm in den Abgrund ziehen zu lassen.


    Ich lese das nun nicht mehr, behaltet die Rechtschreibfehler. Danke für eure Aufmerksamkeit :)

  • SabineB na das sind mal Fakten. Ja, die Emotionen hier in diesem Themenbereich sind einfach übergeschwappt. Das ging nicht nur dir so. Vielen Dank für deinen Beitrag. LG Susanne

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)

  • Beitrag von schutsch. ()

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  • Guten Morgen, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Mein Sohn hat nach über einem 3/4 Jahr seinen Hausunterricht genehmigt bekommen. Gestern kam der Brief. Doch wieder nur bis zu den Sommerferien. Bitte bleibt für eure Kinder beharrlich, auch wenn es nur Tropfen auf dem heißen Stein sind. LG Susanne

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)

  • Das ist ja toll!


    Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Schulpflicht mal in eine Unterrichtspflicht oder Bildungspflicht geändert wird ...


    Wer unterrichtet deinen Sohn denn? Du selbst? Oder habt ihr auch externe Lehrer/Freunde, die bestimmte Fächer übernehmen. Oder macht er viel Selbststudium?

  • Traummaler die Heimatschule muss für ihn den Hausunterricht einrichten und dafür sorgen daß ein Lehrer für die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch zu uns nach Hause kommt. Das erfolgt nun Gott sei Dank wieder 2x die Woche.

    "Aber der Tod hilft den Menschen doch, dass ihre Seele nicht verlorengeht." (Lennart, 9 Jahre)