Sola Scriptura

  • Erkennen die Amischen eigentlich dieses Konzept an?
    Oder haben die neben der Bibel, noch andere Quellen für

    ihren Glauben?

  • Ja, die Amischen sehen die Scriptura als alleinige Richtschnur. Mit einem Verständnis aus dem 17. Jahrhundert, es findet zusammengefaßt Ausdruck in den Dordrechter Glaubensartikel. Aber Sola Scriptura für sich ist nicht täuferisch.

  • Erkennen die Amischen eigentlich dieses Konzept an?
    Oder haben die neben der Bibel, noch andere Quellen für

    ihren Glauben?


    Ja, die Amischen sehen die Scriptura als alleinige Richtschnur.

    Wobei sich Martin Luther irrte,denn weder gibt es entweder die Bibel oder die Tradition,weil es nämlich die Bibel ohne die Tradition nicht gäbe,noch legt sich die Bibel selber aus,weil bereits jede (!) Bibelübersetzung aus der Ursprache - auch Luthers Übersetzung - eine Auslegung ist.

  • Die Bibel ist für Täufer nicht Grundlage des Glaubens. Sie hat einen hohen Wert, aber sie ist für sie nicht Wort Gottes. Hier haben sich die Amischen durch Wissensverlust von ihrem Ursprung zurückgezogen, das bedeutet die Bibel nimmt eine zu hohe Gewichtigkeit ein. Was nicht bedeutet, dass es in vereinzelte Gemeinden, auf jeden Fall so mancher Amische für sich, sich Gedanken macht, ob der eingeschlagene Weg noch vertretbar ist. Andere Gemeinden oder Abspaltungen rutschen immer tiefer ins fundamentalistische Schlamassel.


    Man darf nicht vergessen, das von den Lutheranern proklamierte „Sola Scriptura“ diente zur Abgrenzung, damit sollten die Täufer und Römer als Nichtgläubige ausgeschlossen und als exlex erklärt werden. Aber diese lutherischen Solas sind wohl erst im 19. Jahrhundert so formuliert worden.
    Für uns Täufer aber ist die Bibel nicht Wort Gottes, sie zeugt davon (Johannes 5,39, bibelserver). Daraus ergibt sich die Frage, was diese Zeugnisse in der Nachfolge Jesu für uns heute und unser Leben bedeuten, was können wir von ihnen lernen. Heute denken auch viele Lutheraner so.


    Was ist den das Ansinnen der Frage?

  • Die Bibel ist für Täufer nicht Grundlage des Glaubens. Sie hat einen hohen Wert, aber sie ist für sie nicht Wort Gottes.


    Das habe ich so noch nie gehört, aber wenn ich mir das so überlege, dann hat es Sinn. Es ist ein nicht stehenbleiben, lässt Wachsen zu.

  • Ich auch nicht und das sehe ich auch anders.

    Als Mennonit sehe ich die Bibel als das Wort Gottes an.

    Er hat seine Gedanken den Verfassern der Bibel eingegeben und bestimmte das was für Ihn wichtig war, dass es dort drinnen steht.

    Wer die Bibel richtig liest, wird auch den Passus finden, dass kein Wort geändert, weggelassen oder hinzugefügt werden darf, nicht einmal das kleinste Zeichen.

    So sehen es auch die meisten Amish und Mennoniten und andere Täufer.

  • Als Mennonit sehe ich die Bibel als das Wort Gottes an


    Da widerspricht dir selbst Menno Simons: „Nicht in Werken, Worten oder Sakramenten suchen wir die Seligkeit, wie die Gelehrten, sondern allein in Christus Jesus und sonst in keinem andern Mittel, weder im Himmel noch auf Erden.“ und mit ihm widersprechen dir viele andere frühe Täufer:innen

  • Hallo Fasel

    meinst du mit Seligkeit die Errettung aus dieser Welt? Da stimme ich dir zu.

    Wir können uns nicht aus eigener Kraft erretten. Nur Christus Jesus kann uns aus Gnade erretten.

    Aber Gottes Wort in der Bibel zeigt uns wie es gelingt und noch vieles mehr.

  • meinst du mit Seligkeit die Errettung aus dieser Welt?


    „Seligkeit, stammt aus dem Zitat von Menno Simons.


    Aber nein es geht Jesus nicht um eine Errettung aus dieser Welt, es geht darum diese Welt wieder ins Lot zu bringen.


    Aber Gottes Wort in der Bibel zeigt uns wie es gelingt und noch vieles mehr.


    Die Bibel ist für Täufer nicht Grundlage des Glaubens. Sie hat einen hohen Wert, aber sie ist nicht Wort Gottes. Wer die Bibel zu Wort Gottes erklärt, macht sich aus der Bibel einen Götzen.

    Die Bibel ist als eine von Menschen geschriebene gottgegebene Hilfe zu verstehen, die richtig verstanden mit dem Wesen Jesus übereinstimmen muß.

  • Das erkennt man in hermeneutischen Gemeinschaft! Wie die ersten Täufer*innen und viele davor und danach.

  • Meinst du mit hermeneutischen Gemeinden, Gemeinschaften die den Bibeltext auslegen und erklären?

    Nun ja, die Bibel ist zu einer Zeit geschrieben worden in der das jüdische Wissen noch präsent war.

    In unserem jetzigen Kulturkreis sind die Gepflogenheiten halt nicht mehr so präsent. Da bedarf es an einigen Stellen ein erklärendes Wort.

    Anmerken darf ich, das es allgemein bekannt ist das Bibel ist nicht von Gott persönlich geschrieben worden wie die Steintafel in Mose. Viel unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Schreibstilen in unterschiedlichen Zeiten und Orten haben den Texte unter Inspiration des heiligen Geistes verfasst. So das jedes Wort mit dem Willen Gottes über einstimmt.


    Aber noch einmal zurück, du meinst das Wesen Christus Jesus in der hermeneutischen Gemeinschaft und in den frühen Täufern erkannt hast?

    Aber woher habe sie es ? Es kann doch nur durch die heilige Schrift gegeben sein, da ja Zeitzeugen ausfallen.

    Wenn du das Wesen in diesen Gemeinschaften erkennst, ja dann must du diese Gemeinschaften ja gegen etwas geprüft oder mit etwas verglichen haben was in dir liegt. So ein Master oder Urbeschreibung des Wesen Christi.

    Wie und woher her hast du es?

  • Es kann doch nur durch die heilige Schrift gegeben sein, da ja Zeitzeugen ausfallen.


    Wenn man ignoriert, dass Jesus in Gott im Heiligen Geist bei uns ist, hast Du recht.


    Wir haben aber die Hoffnung, Jesus in Gott ist im Heiligen Geist bei uns. Auf dieser Grundlage sucht die versammelte Gemeinde (das sind Frauen, Männer, Diverse), als hermeneutischen Gemeinschaft, im Gespräch über die Bibel und Jesu Leben, immer wieder erneut zur Einsicht zu kommen. Damit wird Religion hinter sich gelassen, Glaubenswahrheit nicht als starre Dogmatik, sondern als dialogische Erkenntnisstruktur erfahren.


    Es resultiert daraus eine weitere Erkenntnis, Jesus spricht nicht zu jeder Gemeinde gleich. Befindet sich doch jede Gemeinde in einer anderen Situation, innen und außen.

  • Wichtige Botschaft des Evangeliums ist, wer das Gesetz fordert, wird an ihm scheitern, ist verloren, weil man es schlicht nicht erfüllen kann — jene die sich auf das Gesetz berufen, haben deshalb die Herrlichkeit Gottes von vornherein verloren.

    Wer begreift und versteht was anstelle des Gesetzes gesetzt ist, das Evangelium Jesu schmeckt, wird verstehen.

    Jesus hat es mit seinem Handeln, seinem Leben anschaulich vorgeführt. Paulus erklärt es offenbarend gegenüber den Zuhörenden.

    Man wird vor allem auch verstehen, weshalb im Reich Gottes die Gleichheit in Niedrigkeit, von solch elementarer Wichtigkeit ist.

  • Durch die Erfüllung des Gesetzes kann sich niemanden erretten. Niemand kann die hohen Ansprüche Gottes gerecht werden.

    Nur Gott kann uns erretten unser Sündern vergeben, uns aus reiner Gnade gerecht machen. Wenn wir umkehren unsere Sünden bereuen und Jesus Christus als Herrn in unser Leben einladen.

    Wenn wir diese Liebe erfahren, können wir beginnen die Gebote zu erfüllen, nicht um gerettet zu werden sondern weil wir bereits gerettet sind.

  • Umkehr im christlichen Verständnis bedeutet nicht, ein antikes Weltbild wiederherzustellen. Es bedeutet das Eintreten ins Reich Gottes, hier und jetzt in dieser Welt, in diesem Leben. Unser Leben zu dem machen, wie es sich Gott vorstellt. In Gleichheit in Niedrigkeit, anders ausgedrückt ein königliches Priestertum, in dem es keine Rangliste gibt. Wie in Galater 3,28 gesagt wird: Es gibt im Reich Gottes kein Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn im Reich Gottes sind diese Unterschiede ein Greuel, durch die innige Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen gleichwertige Menschen geworden. Es bedeutet ein Leben in multikulti, das hinter sich lassen antiker Sittenvorstellungen.

  • rein theoretisch kann man alle menschgemachten gesetze übertreten oder ignorieren ohne das die welt zugrunde geht aber die gesetze gottes und der natur bitte finger weg man hat es jetzt wieder beim hochwasser gesehen

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