allgemeiner Gemütszustand?

  • Darf ich mal ganz allgemein nachfragen, wie es den Forumsteilnehmern hier so geht?
    In meinem Umfeld merke ich, daß sich allgemeine Bedrückung und Antriebslosigkeit breit macht.
    Nicht nur der typische Herbstblues sondern leicht grenzwertig zur Depression.
    Ich weis zwar, daß das um diese Jahreszeit normal ist, aber so schlimm wie dieses Jahr ist es mir noch nie aufgefallen.
    Daher nun die Frage: Macht ihr ähnliche Beobachtungen - bei euch, in eurem Umfeld?
    Und wie geht ihr damit um sprecht ihr die Leute drauf an? Lasst ihr es gut sein? Wie geht es euch selbst?
    Wie bringt ihr euch selbst und eure lieben zum Lachen? ?(

  • Liebe(r) Echausch


    Wir haben drei wilde Jungs, die mich jeden Tag herzhaft zum Lachen bringen, egal ob Sommer oder Winter. Daneben werden wir Ende Jahr in unser Eigenheim ziehen, was natürlich viel Auftrieb gibt. Und viel Arbeit bis dahin noch... Ich habe gar keine Zeit, um depressive Stimmungen aufkommen zu lassen :-)


    Ich hatte aber ehrlich gesagt auch schon Zeiten, in denen mir fast die Decke auf den Kopf gefallen ist, weil es draussen dauernd kalt und neblig war. Das drückt schon ein bisschen auf die Stimmung, finde ich. Und manchmal machen es einem die Liebsten auch nicht einfach... Aber ich finde an den dunklen Abenden dafür mehr Zeit, um Gottes Wort zu studieren, in einem gemütlichen Raum, mit einer Quiltdecke über mir und einem feinen Tee. Probier das auch mal, das hilft. Und sonst kommst du in die Schweiz, machst eine Bergtour bis über die Nebeldecke und freust dich über die Sonne ((auf 4000 m.ü.M. - oder so) und über Gottes wunderbare Schöpfung. Das hilft auch!


    Viel Sonne ins Herz, und Gottes Liebe um dich.
    Nadine

  • Liebe Nadine,
    ganz herzlichen Dank für die aufmunternden Worte.
    Ich werde deine Vorschläge auch gern weiter geben. Denn es trifft, wie geschrieben, nicht nur mich (stimmt, ich habe auch keine Zeit dafür,da ich zwei Jungs habe, die mich auf Trab halten :-) ), sondern extrem viele in meinem Umfeld. Und genau das war mir halt auch aufgefallen. Speziell auch, daß insbesondere die betroffen sind, die für die Ewigkeit keine Hoffnung haben. Und genau die werden auch immer weniger zugänglich für die Hoffnung in Gottes Wort.


    Ich arbeite in einem CallCenter für einen Energieanbieter und auch da ist mir aufgefallen, wieviele Menschen (die eigentlich nach ihren Zählerständen oder Rechnungen fragen sollten) plötzlich anfangen und einem das Herz ausschütten wollen.
    Die Gesellschaft vereinsamt, Hoffnungslosigkeit macht sich breit, Jugendliche haben keine Perspektive und flüchten sich in Drogen oder Selbsmord.
    Jetzt wollte ich herausfinden ob euch ähnliche Tendenzen auffallen oder ob es daran liegt, daß ich inzwischen sensibler auf andere Reagiere.
    Dir jedenfalls schon danke für Deine Antwort.


    Seid und bleibt gesegnet


    Christa

  • Ich habe manchmal auch eine depressive Verstimmung. Es ist nicht einfach es ist leider chronisch, damit ich merke wie sehr Gott mich liebt. In der Zeit in der wir leben ist es nicht leicht und es wird nicht auch nicht leichter. Die Menschen Vereinsamen immer mehr zu nehmend entfernen sich die Menschen von Gott. Der Fokus liegt heut zu Tage mehr in der Karriere als in der Familie und zu Gott. Für viele Frauen wird es zu nehmend schwerer sich in einer Welt in der Frauen genauso viel leisten müssen wie Männer aus falsch verstandenen emanzipismus. Vielleicht ist es bei Amish oder ähnlichen Gemeinschaften besser als in einer Welt in der es nur um Leistung geht. Die Psychiatrien explodieren. Jetzt steht auch noch Weihnachten vor der Tür. Die Selbstmorde steigen. Warum? Weil die Menschen vereinsamen. Familie ist heute nicht mehr so wichtig. Ich kann mich an kaum ein harmonisches Weihnachten erinnern. Darauf habe ich keine Lust. Dann freue ich mich um Mitternacht in der Kirche zu sein und das wirkliche Weihnachten zu feiern.