Gestaltung des Glaubens

  • Wäre ein Leben für euch wie die Amischen, denkbar?


    1) Genau nach der Bibel leben

    2) Rollenverteilung Mann und Frau

    3) Kinder

    4) Abgeschieden von der moderne?

    Es besteht für keine der vier aufgezählten Punkte eine christliche Grundlage. Selbst für Punkt 1 nicht. Die Urgemeinden kannten das Neue Testament noch gar nicht, es wurde erst später verfaßt. Es sind (biblische) Erzählungen aus denen wir schöpfen und zusammen auf der Grundlage der Gegebenheiten in die wir gestellt sind, in Gemeinschaft mit anderen, versuchen unser Leben an Gott auszurichten.

    Deswegen wäre ein Leben bei den Amischen für mich nicht denkbar. Daß die Frau dem Mann untertan ist, ist ein Widerspruch zu dem was Jesus uns vorgelebt. In der Urgemeinde waren Gemeindeleiterinen etwas Normales, und das sollte es heute erst recht sein.

  • Es besteht für keine der vier aufgezählten Punkte eine christliche Grundlage. Selbst für Punkt 1 nicht. Die Urgemeinden kannten das Neue Testament noch gar nicht, es wurde erst später verfaßt. Es sind (biblische) Erzählungen aus denen wir schöpfen und zusammen auf der Grundlage der Gegebenheiten in die wir gestellt sind, in Gemeinschaft mit anderen, versuchen unser Leben an Gott auszurichten.

    Deswegen wäre ein Leben bei den Amischen für mich nicht denkbar. Daß die Frau dem Mann untertan ist, ist ein Widerspruch zu dem was Jesus uns vorgelebt. In der Urgemeinde waren Gemeindeleiterinen etwas Normales, und das sollte es heute erst recht sein.


    Woher entnimmst Du, dass Gemeindeleiterinnen in der Urgemeinde normal waren? :/

  • Mag sein, dass unter den Urgemeinden auch Ortsgemeinden waren, die Sonderlehren vertraten und sich nicht an die Schöpfungsordnung gehalten hatten. Gott schuf die Frau jedenfalls als Gehilfin (1Mo 2, 18) und so sehen es die Amischen auch und ich glaube nicht, dass amische Frauen deswegen unglücklicher sind. Ein Gehife habe ich noch nie in einer Führungsposition gesehen. Wenn ich eine Gemeinde sehe, die eine Frau in der Gemeindeleitung hat, sagt es mir vorallem, dass die Männer sich um die Verantwortung drücken möchten. Wie dem auch sei, jeder kann ja seine eigene Sekte gründen. Ich bin jedenfalls der Ansicht, dass ATund NT Gottes Wort ist, aber, wie schon die Alten gesungen haben: Such wer da will ein ander Ziel.

  • Dummkopf das hatten wir hier im Forum schon X-mal durch. Auch alttestamentlich läßt sich eine Unterordnung der Frau am Ende nicht rechtfertigen. So sagt uns Genesis 3,16, vorausgesetzt wir sind bereit zu begreifen was da geschrieben: Die Herrschaft des Mannes über die Frau ist ein Ergebnis des Sündenfalls und daher keine annehmbare Ordnung für die Erlösten!


    Der oben von Dummkopf angeführte Vers, Genesis 2,18, der nach seiner Ansicht eine Unterordnung begründen soll, besagt im Kontext, also des ihm Vorangestellten, doch etwas ganz anderes, nämlich: … dem Menschen wurden Tiere und Pflanzen gegenübergestellt, die er benennt, also ihnen einen Namen gibt, aber er kann in ihnen am Ende doch keine wahre Freundschaft finden. Die findet er nur unter seinesgleichen, unter Menschen.
    Der Mensch ist ein Herdentier, wir brauchen einander - sind auf gegenseitige Hilfe angewiesen.


    Wie der Mensch gedacht ist, findet sich in Genesis 1,26-27. Danach schuf Gott beide, Mann und Frau, nach seinem Bilde. Beide sind gleich vor Gott, geschaffen zur Gemeinschaft miteinander. Die Beziehung der Frau zu Gott leitet sich nicht ab vom Mann, umgekehrt gilt dasselbe für die Beziehung des Mannes zu Gott.


  • Punkt 2 ist nicht so ganz meins.

    Zwischen meinem Freund und mir herrscht zwar doch eher eine klassische Rollenverteilung, aber er bestimmt nicht alleine. Es wird zusammen entschieden ;)

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo Tobi_93

    nach langer Zeit bin ich wieder hier,

    wir hatten schon das Vergnügen.


    Zu Deinen Fragen

    Ja, ja, ja und ja :-)


    Was heisst, nach der Bibel leben?

    Ja, nach den Geboten, nach Jesus leben.

    Und nach des Herrn Stimme.


    Es ist nicht gut, wenn der Mensch alleine ist. Da finden sich Mann und Frau - und das mit den Kindern ergibt sich dann auch :-)


    Aber zum für mich interessantesten Teil - Abgeschiedenheit.

    Weisst Du, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist?

    Wenn Du ernsthaft in Gott Leben willst, kannst Du nicht Teil der Welt sein.

    Aber er nimmt uns nicht aus der Welt.

    Wir alle sind in der Welt und es zeigt sich wer von der Welt ist und wer nicht.

    Die Saat und das Unkraut wachsen zusammen - bis zur Ernte.

    Aber wir sollen uns hüten, vor der Welt und dem Geist der Welt.

    Daraus resultieren die vielen Regeln, die Ordnung der Amische z.B.

    Jeder muss seinen Weg finden in der Welt zu sein und sich dennoch nicht zu beflecken.

    Ein ständiger Versuch, ein ständiges Bemühen.

    Regeln können helfen, Orte können helfen, aber die Wüste musst Du in Dir haben. Es gibt keinen Ort auf der Welt ohne Bedrängung.

  • Hallo Daniel,


    vielen Dank für deine Antwort. Es ist sehr spannend, aber für mich noch etwas abstrakt.


    Wenn du Zeit hast, können wir uns gerne darüber austauschen.


    Danke für deine Zeilen

  • Daniel Simoms hat recht Tobi_93 Jesus kam nicht, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten. Das bedeutet er will, dass wir es gut haben auf dieser Welt. Laut Schöpfungsgeschichte wurde die Welt von Gott erschaffen und er, Gott, sah, dass es gut war. Feindschaft mit der Welt bedeutet Feindschaft mit Gott. Deswegen war Jesus ganz Mensch. Er, Jesus hat uns vorgelebt, wir dürfen ganz Mensch, ganz von dieser Welt sein, dies im Bunde mit Gott. Wir brauchen uns nicht vor der Welt hüten sondern vor der Gefahr, uns über Gott zu erheben.

    Daniel Simoms hat Recht wenn er sagt „Regeln können helfen“, aber wir sollen uns keine Golde Kälber daraus machen. Wir haben die Bergpredigt als Regel, damit sind wir gut beraten.

  • Fasel,

    Du hast mich da wohl falsch verstanden.

    Ich schrieb: Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft mit Gott.

    Wir sollen uns hüten vor der Welt, vor den Menschen.

    Das ist auch der Grund warum viele Taufgesinnte sich von der Welt absondern. Wie z.B. die Amische - deren Regeln oft genau auf eine Distanzierung zur Welt ausgerichtet sind.


    Jesus sagt, er ist nicht gekommen um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

    Mit diesem Schwert trennt er die Menschen, selbst innerhalb einer Familie.

    Nur bösartige Menschen bemühen dieses Zitat um zu unterstellen Jesus riefe zum Kampf, zu Gewalt auf...

    Es geht nur um den Schnitt zwischen den Menschen, um die Trennung von "unser' Seit' Leut' und ander' Seit' Leut'"


    Der Geist in der Welt ist der Geist des Teufels. Die Welt ist des Teufels.

    Alle Sünde der Welt, alle Versuchung der Welt und alle Macht der Welt ist des Teufels.


    Als Jesus nach der Taufe gefastet hatte kam der Teufel um ihn in Versuchung zu führen. Die Stelle ist sicher bekannt.

    Was macht der Teufel?

    In einem Augenblick zeigt er Jesus alle Reiche und allen Reichtum der Welt und bietet ihm das alles an, wenn Jesus sich vor dem Teufel niederwerfe.

    Das kann der Teufel nur, wenn ihm die Macht über allen Reichtum und alle Reiche der Welt gegeben ist.

    Der Teufel ist also Herrscher der Welt.


    Darum hütet euch vor der Welt, denn den Bösen ist die Macht gegeben auch über die Heiligen zu siegen.

    Meidet die Welt und den Kampf mit der Welt.

    Wer Freundschaft mit der Welt sucht, wird wie die Welt. Das Gegenteil von heilig.


    Darum geht es auch den Amischen:

    Sich von der Welt fern zu halten um nicht Teil der Welt zu werden.

  • Fasel,

    Du hast mich da wohl falsch verstanden.

    Ich schrieb: Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft mit Gott.

    Wir sollen uns hüten vor der Welt, vor den Menschen.

    Das ist auch der Grund warum viele Taufgesinnte sich von der Welt absondern. Wie z.B. die Amische - deren Regeln oft genau auf eine Distanzierung zur Welt ausgerichtet sind.

    Gut dann habe ich Dich falsch verstanden.

    Dem was Du sonst vorbringst, widerspricht das Leben Jesu, Jesus hat sich nicht vor der Welt und den Menschen gehütet, er begab sich mitten unter sie.

    Der Grund weshalb sich viele Taufgesinnte zurückzogen (absonderten), hat unterschiedliche Ursachen, die man in ihrer Zeit jeweils auch theologisch begründen versuchte. Aber tatsächlich war und ist es in Hauptsache die negativen Folgen der Verfolgung, die zum Teil bis heute nicht verarbeitet wurden. Viele der Täufer bekamen nur Aufenthaltsrechte unter der Bedingung, daß sie nicht missionierten. Mit anderen Worten unter sich blieben. Ein weiterer wichtiger Punkt weshalb man Distanz zu anderen hielt, war, die Furcht vor verrat. (Der damals zum Tod führen konnte.)


    Auf den Rest Deines Textes mag ich nicht eingehen, denn da ist nichts Erbauliches das zu Gott führt.

  • Ja, Fasel, mir viel schon auf, dass Deine Betrachtungen ehr weltlicher Art und kulturelle Nachbetrachtungen, denn theologischer Art sind.

    Belassen wir es dabei:

    Wer Augen hat zum Sehen, der sehe;

    Wer Ohren hat zum Hören, der höre

  • Ich lasse zwei alte Täufer für mich Antworten:


    Hans Hut, 149?-1527 Wiki

    Wer die Fußstapfen und den Weg nicht wandeln

    und das Kreuz Christi nicht tragen will,

    der hat und erkennt den Sohn nicht.


    Hans Denk, 1495 -1527 Wiki

    Das Mittel aber ist Christus, welchen niemand mag wahrlich erkennen, es sei denn, daß er ihm nachfolge mit dem Leben. Und niemand mag ihm nachfolgen, denn soviel er ihn zuvor erkennt.

  • Ich bin nicht hier um mich zu streiten.


    Ich bin auch nicht hier um über GeFASEL zu diskutieren, das auf Achtelwissen beruht.


    Ich wollte mich hier mit Menschen austauschen, die auf unterschiedliche Weise Interesse an Amischen haben.


    Fasel, Dein Ton, den Du versuchst mir gegenüber anzuschlagen und den Du in vielen Beiträgen, die ich las, anschlugst, halte ich für unangebracht.

    Dein Ansatz ist völlig konträr zu meinem Ansatz und dem der Amische.

    Wer den Grundsatz:

    AUF DIESER WELT, ABER NICHT VON DIESER WELT,

    der ein Kern der Amischen Glaubenstradition und ein Kern der biblischen Überlieferungen vom Alten Testament über die Evangelien und die Briefe bis zur Offenbarung ist,

    nicht im Ansatz erfasst, kann schwerlich über Amische oder den Glauben der Taufgesinnten diskutieren.

    Man diskutiert mit einem Analphabeten auch nicht über Literatur.


    Ich wünsche Dir mit Deinen Vorstellungen glücklich zu sein, mit Amischen, mit der Bibel und Jesus, mit mir haben sie nichts gemein.

  • Ich wünsche Dir mit Deinen Vorstellungen glücklich zu sein, mit Amischen, mit der Bibel und Jesus, mit mir haben sie nichts gemein.

    Dem ist nichts hinzuzufügen! (Sollte ich jemals unterstellt haben, Du hättest etwas mit der Bibel und Jesus gemein, so entschuldige ich mich jetzt und hier dafür.)

  • komisch, dass es immer nur zu “Problemen“ kommt, wenn einer faselt....


    Es gibt aktuell schon genug Unruhen in der Welt....

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.