• Hallo ihr Lieben,


    beim Stöbern durchs Forum habe ich leider nichts gefunden (oder war blind ;) ), aber ich möchte anfangen, Brot zu backen und wollte euch mal fragen, ob jemand ein Brotrezept nach amischer Art in petto habt. Ich möchte so ursprünglich wie möglich arbeiten und im Internet findet man auch viel Mist muss ich sagen. Daher dachte ich, ich wende mich vertrauensvoll an euch.


    Einen schönen Tag wünsche ich euch :)


    Kathrin

  • Hallo Kathrin090188


    Die Amischen haben, obwohl sie ihren Ursprung in Europa haben, keine Brotkultur. Es mag sein einzelne Familien Backen selber, aber überwiegend wird billiges Luftbrot (Toastbrot) gekauft. Es ist einfach günstiger als es selber herzustellen. Jedenfalls war das vor 20 Jahren noch so, aber es ist anzunehmen da hat sich kaum etwas geändert.


    Das Beste ist in hierzulanden nach einem Rezept zu suchen, das einem zusagt.


    Aber vielleicht kennt ja doch noch jemand ein Brotrezept von Amischen, das mehr als Luftbrot hergibt …

  • Das stimmt, die essen hauptsächlich toastbrot. Ich habe das auch angefangen, denn mit kindern ist das mega praktisch! Man toastet so viel, wie nötig. Der rest wandert zurück ins gefrierfach. Keine resten, immer frisch, kein theater wegen der harten brotrinde, kein theater wegen zu dick, zu dünn, zu gross oder klein. Ich finds super. Obwohl ich ab und zu auch selber backe. Ich persönlich mag das backen - und das ofenfrische brot. Ein laib, den es dann frisch gibt. Ich habe ein normales brotbackbuch und backe verschiedene arten. Also kein geheimtipp...
    Viel spass beim backen!

    Edited once, last by realnanuk ().

  • Hallo,
    habe ein simples Grundrezept, was man nach belieben verändern kann.
    Ist zwar nicht Amisch, aber einfach, schlicht und dennoch lecker.


    Mache immer gleich 2-3 Kastenformen (je nach Größe), daher die relativ hohe Menge.


    Zutaten:
    1000g Mehl


    Finde die Mischung 500g Roggen und 500g Weizen am besten. Wer es gesünder mag nimmt Vollkorn bzw. Dinkelmehl anstelle des Weizenmehls. Bei 1000g Weißmehl hat man eine Art Weißbrot, was sich auch gut Toasten läßt. :D



    je 25-30g Salz/Zucker/Öl


    Hier empfehle ich Meersalz, Roh-Rohrzucker und kaltgepresstes Olivenöl. Man kann auch andere Sorten nehmen, aber geschmacklich und qualitativ ist das schon besser.



    2 Pck. Trockenhefe oder 1 Würfel frische Hefe


    Geschmacklich und vom Aufgehen des Teiges konnte ich keinen nennenswerten unterschied zwischen frischer und getrockneter Hefe feststellen.



    ca. 600-700ml lauwarmes Wasser


    Je nach Mehlsorte muss man etwas variieren. Erst mal 500ml rein und wenn der Teig noch bröselt schluckweise nachgießen, bis der Teig zu einem Klumpen wird. Wenn der Teig zu klebrig/matschig geworden ist, kann man noch etwas Mehl dazugeben. Dann erspart man sich, dass der Teig an Händen und Schüssel klebt.



    Das wars im Prinzip schon. Wer mag, kann noch ein paar Esslöffel Leinsamen, Sesam oder Sonnenblumenkerne unterrühren.


    Da mir die meisten Anleitungen zu aufwendig waren hier mal meine Vorgehensweise:

    • Alles in die Schüssel und im trockenen Zustand schon mal gut vorrühren/mischen (Mit Wasser ist das halt anstrengender :) ). Bei frischer Hefe, einfach rein bröseln. Soviel wasser dazu, bist der Teig zu einem Klumpen wird, wie oben beschrieben.
    • Kastenform Fetten oder Ölen geht auch und ist gesünder, wenn man gutes Öl nimmt. Bei der Mehlmenge 2-3 kleinere Kastenformen.
    • Mit den fettigen Fingern den Teig aus der Schüssel holen, dann klebts auch nicht so. Und ab in den Kasten, Füllhöhe ca. bis zur Hälfte.
    • Den Teig oben drauf mit Öl bestreichen, damit er beim Gehen nicht trocken wird und später das Brot länger frisch bleibt.
    • Den Backofen auf knapp unter 50°C Umluft stellen und etwa 1 - 1,5 Stunden gehen lassen.
    • Dann auf ca. 180°C Umluft stellen auf Schnellaufheizung drücken und ca. 45 min Backen (Aufheizen inklusive), bis die gewünschte Bräunung erreicht ist. Ohne Schnellaufheizung habe ich noch nicht ausprobiert, verlängert sicher nur die Backzeit etwas.
    • Fertiges Brot aus den Backofen holen, aus der Kastenform stürzen und abkühlen lassen.
    • Die überschüssigen Brote in etwas Frischhaltefolie einwickeln und einfrieren. In den Beutel passt es meistens nicht und die Folie kann man bis zur letzten Schnitte verwenden. :thumbsup:


    Mit dieser Methode sind die Brote immer schön gleichmäßig aufgegangen und man hat keine zusätzlichen Aufgehzeiten oder Knetereien.
    Ist im Prinzip nur Rühren, in die Form und ab in den Ofen.


    Wenn jemand noch weitere Vereinfachungen bei gleichem Backergebnis hat, dann schreibt mir bitte :!:


    Viel Spaß beim Testen!!!

    Edited 10 times, last by Bjoern ().

  • Bei mir wird viel gebacken, ich mahle das Getreide aber möglichst immer selber um es so frisch wie möglich zu verarbeiten.
    Eines unserer Lieblingsrezepte zu Zeit ist folgendes:
    400g Dinkelvollkornmehl
    400g Weizenvollkornmehl
    100g Quinoa (mahlen)
    100g Hirse (mahlen)
    20g Salz
    3EL Apfelessig
    1P Hefe
    600ml Wasser
    je 70g Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne (Saaten nicht mahlen)
    Mehle und Saaten mischen, Salz in Wasser auflösen, Hefe in Mehl bröseln, alles kräftig durchkneten, ca. eine Stunde gehen lassen, in zwei gefetteten Formen nochmals kurz gehen
    lassen, in der Mitte einschneiden und bei ca. 220 Grad im vorgeheizten Backofen1 Std. backen.
    Hält einge Tage frisch, oder kann eingefroren werden.


    Liebe Grüße, Polly