Welche Verhaltensweisen habt ihr von den amischen übernommen?

  • Guten Tag an alle: Ich wollte fragen, welche Rituale etc. ihr habt oder von den amischen übernommen habt. Ich suche Inspiration, wie ich meinen Weg bestreiten soll und dachte, dass ein Austausch an Gedanken was feines ist.


    Vielen Dank an alle


    lg Tobias

  • Hallo Tobi,


    erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!!


    Ich habe von meiner Beachy Amish Freundin übernommen, dass ich möglichst viel in der Bibel lese. Sie liest innerhalb eines Jahres durch die gnaz Bibel mithilfe einer sogenannten Jahresbibel. Das schaffe ich im Moment nicht ganz, aber mindestens ein Kapitel ist es schon, und das ist sehr gut!


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Lieber tobi


    Ich habe mir - nebst meiner Frisur - auch ein paar Eigenschaften der Amischen angeeignet.
    Meine Prioritäten sind wie für manche Amische Frau meine Familie, mein Garten, meine Quilts. Ich habe gelernt, auch für viele kleine Dinge einfach dankbar zu sein. Und die weniger schönen Dinge auch dankbar hinzunehmen, weil Gott keine Fehler macht. Ich habe besser gelernt zu vergeben, wobei ich da (wie in vielem) immer noch Verbesserungspotenzial habe. Vielfach probiere ich, ruhiger zu reagieren anstatt sofort aufzubrausen oder stur meinen Willen durchzusetzen. Und dabei habe ich gemerkt, dass das schlussendlich meistens sogar besser kommt. Ich habe auch einige Dinge in der Kindererziehung von ihnen übernommen, die ich als sinnvoll erachte.

  • Liebe realnuk,


    dass ist sehr spannend zu lesen. Ich kenne mich noch nicht so gut aus bei dem Amischen. Was sind Quilts und welche Kindererziehung hast du dir bei ihnen abgeschaut? Gibt es auch Verhaltensweise oder Weisheiten, die sich junge Männer "abschauen" könnten?


    Lieben Dank für deine sehr nette Antwort

  • Lieber Tobias, junge Old Order Frauen können da ausgesprochen wählerisch sein, weil es ja keine Scheidungsoption für sie gibt.


    Deshalb achten sie auf ein paar Erscheinungsweisen bei jungen Old Order Männern: Frühe und erfolgreiche(!) berufliche Selbstständigkeit, Verzicht auf Alkohol und andere weltliche Vergnügungen, Gottesdienstbesuche mindestens alle zwei Wochen sowie die Bereitschaft viele ehrenamtliche Aufgaben in Gemeinde, Nachbarschaft und Verwandtschaft zu übernehmen.

  • Lieber Tobias, könnte man mit harter körperlicher Arbeit hierzulande eine Familie, womöglich eine größere, ernähren? Handwerkliche Familienbetriebe (z.B. Bauernhöfe, Tischlereien, Bäckereien, Schlachtereien, Schmieden) wie ich sie in meiner Kindheit kannte, gibt es in dieser Form nicht einmal mehr auf dem Lande.


    Amisch leben geht nicht für Einzelpersonen, denn nur innerhalb der Ordnung einer ganz bestimmten Gemeinde aus ca. 26 Familien funktioniert das plain living als Gesamtpaket. Ich fürchte, dass man sich selbst ein Bein stellt, wenn man einzelne Aspekte heraus pickt.

    Einmal editiert, zuletzt von gisela ()

  • Lieber Tobias,
    au´ von mir a´ willkumm.
    Im übrigen gebe ich Gisela durchaus recht: als Einzelner ist es "schwer" (das Wort unmöglich will ich nicht sagen), die Lebensweise zu verwirklichen. Wir sind drei Familien mit zusammen 21 Personen verschiedenen Alters (drei Jahre bis 82 Jahre) und haben teilweise einen schweren Stand. Obwohl wir (noch) auf Kutschen und reine Pferdearbeit verzichten.


    Einzelaspekte der Amish zu betrachten ist so, als wenn man sich beim Auto nur auf die Räder, oder Blinker und Lichter oder eben sonstige Details konzentrieren würde ohne die Gesamtstruktur des Autos zu erfassen.


    Alles hat seinen Sinn: von der Ordnung der Gmee bis zur Ordnung für Haus und Hof . Die oftmals geäußerten Argumente des Warum und Wieso gegenüber Aussenstehenden sind nur die weltlichen Aspekte.
    Die tieferen und dabei wirklicheren Aspekte bleiben innerhalb der Gemeinschaft.
    Nicht ohne Grund wird kein offzizieller "Religionsunterricht" gegeben, sondern findet in der Familie statt. Nicht ohne Grund wird nicht missioniert (es gibt auch da Ausnahmen in den USA).


    Wenn Du für Dich etwas verwirklichen willst, dann beginne vielleicht mit:
    - täglich um 5.00 Uhr aufstehen und einen erbaulichen Tagesspruch wählen
    - bei Sonnenuntergang Richtung Bett gehen
    - vergiß Radio, Fernsehen und Tageszeitungen
    - schränke Dich mit Benutzung von Handy, Strom und Internet auf das Nötigste ein
    - überlege täglich, wie Du Dein "Nötigstes" definierst.
    - beobachte Dich täglich und übe Gelassenheit
    - eventuell nimmst Du persönlichen Kontakt auf (Urlaub, etc.)


    Wenn Du englisch kannst: Buch "Amish Society" von John A. Hostetler
    Falls nicht oder parallel dazu: Buch "Die Amish" von Rüdiger H.H. Schneider


    Doch was die Familienbetriebe und Kleinhandwerker angeht: im Odenwald, im Schwarzwald, in der Eifel und in den Nordvogesen/Pfälzerwald
    gibt es genügend Betriebe, die das Sterben überlebt haben (allerdings gerade so). Doch auch wir autarke Kleinbauern kommen vermehrt wieder.


    Wichtig ist, daß es jemand tut!
    Und wer keine Massenmedien konsumiert, weiß eben nicht, daß es ihn offiziell nicht mehr gibt!
    Das ist mein Problem....


    Gott zum Gruße
    Jakobwol

  • Lieber Tobi


    Quilts sind (hand)gesteppte Decken mit Patchwork-Oberteil (verschiedene zusammengenähte Stücke, die dann ein Bild geben) und einem Hintergrundstoff. Die nähe ich auch. Wobei Familie und Garten bei mir momentan so viel Raum einnehmen, dass ich für einen Quilt in Doppelbettgrösse ca. zwei Jahre brauche. Was aber nicht weiter schlimm ist, ich produziere nur aus Freude am Nähen und eigentlich hat jedes Familienmitglied schon eine eigene Quiltdecke. Im Internet findest du viele Bilder zu Quilts. Die Amsichen bevorzugen - aus ihrer Geschichte heraus - traditionelle, unifarbige, meist dunklere Muster. Wenn dich das Thema tiefer interessiert, kannst du mich gerne mehr fragen.
    Gott mit dir
    Nadine


  • Jakobwol, verzichtest du komplett auf Radio, TV und Zeitungen? Also auf TV kann ich sehr gut verzichten, aber in der aktuellen weltweiten Lage kann ich absolut nicht auf Informationsmedien wie Zeitung, Radio oder bestimmte Webseiten verzichten.

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Guten Tag an alle,


    ich finde die Diskussion hier sehr spannend. Auf Zeitungen möchte ich auch nicht verzichten und wahrscheinlich hat Gisela recht, dass es nur komplett gehen wurde. Ich finde es trotzdem schön, dass hier so ein schöner Meinungsaustausch stattfindet, ohne das sich jemand schlecht dabei fühlt.


    Zumindest habe ich beschlossen, als junger Mensch den Weg des Glaubens weiterzugehen, was auch an den netten Beiträge hier auf der schönen Webseite liegt.


    Liebe Grüße


    Tobi

  • Schön, Tobias, wenn Du Dich hier wohl fühlst! Hast Du eine Kirchengemeinde gefunden, die Dir sympathisch ist?


    Es freut mich sehr, wenn Jakobwol ein Aufblühen von Kleinbauern und kleinen Handwerksbetrieben in strukturschwachen Gegenden erleben kann. Doch die Amischen waren und sind nicht auf Autarkie aus, sondern sie wirtschaften in eigenen Verbünden und mit Synergien. Sie spüren immer neue Marktlücken auf, die sich mit ihrer Lebensweise vereinbaren lassen. Und wenn dabei Tomaten (aus dem Vertragsanbau für die Fa. Heinz Ketchup) für den Eigenbedarf übrig bleiben, umso besser.


    Und den von Jakobwol vorgeschlagenen Verzicht auf Zeitungen praktizieren die Amischen nicht! Im Gegenteil, sie sind leidenschaftliche Zeitungs- und Zeitschriftenleser und geben auch zahlreiche eigene Periodika heraus: z.B. The Budget, Family Life, Die Botschaft, Plain Business Exchange. 1994 war ich außerordentlich erstaunt, als sie sehr viel mehr über rechtsradikale Übergriffe in den neuen Bundesländern wussten als ich.

  • [quote='Jakobwol','http://amisch.de/amisch/index.php?thread/1289-Welche-Verhaltensweisen-habt-ihr-von-den-amischen-übernommen/?postID=9469#post9469']


    Jakobwol, verzichtest du komplett auf Radio, TV und Zeitungen? Also auf TV kann ich sehr gut verzichten, aber in der aktuellen weltweiten Lage kann ich absolut nicht auf Informationsmedien wie Zeitung, Radio oder bestimmte Webseiten verzichten.


    Liebe Marie86,
    ich verzichte tatsächlich komplett auf Radio, was aber (leider) nicht haißen soll, daß ich nicht oftmals unfreiwilliger " Mithörer bin. Doch ich bemühe mich, es sein zu lassen.
    Auf Zeitungen verzichten wir insofern, solange es sich um Tageszeitungen und sonstige politischen Blätter handelt - was nicht bedeutet, daß wir nicht täglich auf für das Land und die Welt beten. Daß es schlimm steht, wissen wir - doch wann steht es nicht schlimm?
    Darum verzichte ich auch weitestgehend auf TV, Kino etc. Ausnahmen bestätigen die Regel, so war ich im Frühjahr im Film "Der Bauer und sein Prinz" (ein Film über den Biohof von Prinz Charles in GB). Im Nachhinein wäre es nicht nötig gewesen. :)


    Ich (also wir) lesen Gartenmagazine, Landwirtschaftszeitungen (auch eine US), Family Life Magazine und ein wenig mehr. Ob ich viel weiß? Ich denke nicht - denn wer viel liest, geht auch irr, habe ich bemerkt.


    Wir nutzen für den Schulunterricht unserer Kinder auch manchmal Film-Dokus - doch wirklich nicht oft. Mehr kommen da Sprach CD ´s zum Einsatz.


    Tatsächlich muß ich gestehen, daß unser Tag auch nicht um 5 Uhr beginnt - hier habe ich lediglich einen Vorschlag gemacht.
    Wir stehen jeden Morgen um 4.30 Uhr auf und gehen nach unserer "Morgenandacht" erstmal an die diversen Arbeiten. Gegen 6.OO Uhr gibt es Frühstück, um 7.15 Uhr beginnen wir mit der Schule.
    Am Abend (natürlich nun je nach Jahreszeit) endet die Arbeit entweder nach dem Abendessen (gegen 17.00 Uhr) oder gegen 20.00 Uhr. Dann ist um 21.30 Uhr sense.


    Wir sind Menschen mit Fehlern - doch was wir tun, tun wir nicht weil gewisse andere Formen des Lebens uns so faszinieren (dies war sicherlich einmal der Auslöser!), sondern weil wir für uns erkannt haben, was für uns passt! Es ist eine Saat im Herzen aufgegangen...


    Auch der Weg ist nicht leicht - meine Frau kommt aus einer ganz liberalen "Ordnung" (ja tatsächlich!) und so ist es immer ein gegenseitiges Abwägen und Weg suchen - doch der Herr leitet uns und so "wurschteln" wir halt voran.


    Wir sind eine kleine "Gmee" im Stammland der Amish - doch leider nicht in der Nachbarschaft zusammen. Daher nutzen wir auch noch das Auto für die Sundich-Gmee. Doch wir alle arbeiten daran, es zu ändern.


    Es ist leicht zu sagen, so oder so machen die oder die das. Es ist lehrreich es zu wissen. Doch unser Tun und Handeln muß aus uns kommen. Sonst ist es ein oberflächliches Dahinsagen. Das wäre so, als wenn jemand die Bibel intellektuell liest - er wird immer etwas anderes herauslesen als derjenige, welcher sie auch mit dem Herzen liest.


    Sehen und hören - immer im Herzen abwägen - und dann umsetzen, was für einen geht, was für einen paßt.


    Und ihr könnts glaabe odder net: je wennigger ihr von de Welt abhängig werddet, je besser gehts eich und je wennigger Geld braucher ´der!


    Schauts eich unsser Brieder und Schwestere dribbe net nur oberflächlich aa: schauts in die Dief (in die Tiefe!).
    Alles hat seinen tieferen Grund! Alles!


    Na ja, insofern war es halt nur ein (!) möglicher Vorschlag für Tobi_93


    :) Heit war scheints mei Babbel-Daach - na ja, kummt ja aa ´s Schweige widder - alls zu seiner Zeit.


    Sei gesegnet
    Jakobwol

  • Ich finde es aber bewundernswert, wenn man sich so lösen kann von den weltlichen Dingen. Ich persönlich verzichte aber nicht auf Radio, nicht auf TV, nicht aufs Internet, nicht auf Zeitung. Da es bei uns daheim tagsüber genug laut ist, brauche ich das normalerweise nicht, geniesse es aber ab und zu im Auto (Radio) oder am Abend (TV). Wenn wir etwas schauen, dann meistens ausgewählte Dokus (oder Eishockey). Ehrlich gesagt: ich hätte in keiner Quizshow eine Chance - keine Ahnung von Promis, keine Ahnung von Musik, keine Ahnung von Fussball, keine Ahnung Klatsch und Tratsch. Meine Zeitung (eine grössere Regionalzeitung) lese ich aber jeden Tag, denn ich interessiere mich für die lokale, regionale und kantonale Politik. Ich engagiere mich sogar politisch. Na gut, in der Schweiz kann das auch jede ;-)

  • Realnanuk: Das ist auch gut so :-)
    Mein Lebensgefährte engagiert sich auch politisch. Im TV schaue ich am liebsten ZDF Info oder ähnliche Doku Kanäle. Das Radio läuft im Büro nebenbei.


    Es ist wirklich bewundernswert wenn man sich wie Jakobwol so komplett ausklinken kann. Vermutlich kommt's da aber auch auf das Umfeld an. In meinem wäre das nicht möglich. Ich hab seit 31.12 keinen Facebook Account mehr und seitdem so gut wie keine "Freunde" mehr (und manche kannte ich seit 10 Jahren, man gingen am WE zusammen aus,..). Traurig, aber naja...

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo zusammen,
    ja, am Entertainment mangelt es nicht! :wacko:


    Der unsere TV-Röhre kommt zum Glück nur alle paar Wochen zum Einsatz und nur für ausgewählte Inhalte (z.B. Dokus oder Nachrichten). Radio nur wenn ich muss oder zum Wecken, da ich das Summen nicht ertrage um die Zeit. :)
    Internet ist noch ein großer Zeitfresser, wie man gerade sieht. :(
    Aber wie bei allem, muss mal sich die Frage stellen, ist es nützlich für das Reich Gottes!
    Da kann auch schon mal das "Wie?" und nicht nur das "Was?" entscheident sein.


    @Marie86, wenn ein Facebook Account alles war, was die "Freundschaft" zusammen gehalten hat, war es dann wirklich ein Freundschaft? Ich denke nicht!. Was allerdings sehr wichtig ist, nur weil man sich aus den Augen (aus dem Sinn) verloren hat, muss das nicht heißen, dass Du den Menschen gleichgültig bist oder sich hinter einigen vielleicht noch echte Freunde verbergen.
    Wenn man sich nach langer Zeit mal wieder sieht darf man ruhig offen und direkt auf alte Freunde zugehen. Der Konten ist schnell geöffnet und gibt Potential zum Zeugnis von unserem Herrn! :thumbsup:

  • Zitat von Bjoern

    @Marie86[/url], wenn ein Facebook Account alles war, was die "Freundschaft" zusammen gehalten hat, war es dann wirklich ein Freundschaft? Ich denke nicht!. Was allerdings sehr wichtig ist, nur weil man sich aus den Augen (aus dem Sinn) verloren hat, muss das nicht heißen, dass Du den Menschen gleichgültig bist oder sich hinter einigen vielleicht noch echte Freunde verbergen.
    Wenn man sich nach langer Zeit mal wieder sieht darf man ruhig offen und direkt auf alte Freunde zugehen. Der Konten ist schnell geöffnet und gibt Potential zum Zeugnis von unserem Herrn! :thumbsup:


    Naja....die Freundschaften gab's schon bevor Facebook in meinem Umfeld einzog. Aber alle Verabredungen werden in der heutigen Zeit in meinem Umfeld über Facebook abgemacht.
    Egal was kommt, ich werde mein Konto dort nie wieder eröffnen. Habe mich bewusst davon getrennt. Genauso wie von anderen Konten, Paybackkarte usw.


    (Ich empfehle das Buch ZERO von Marc Elsberg ;) )

    Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern,die ich ändern kann,
    und die Weißheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • ...Sammeln Sie Paybackpunkte?... :cursing: und schon hat man wieder einen Punkt zum Buße tun! :)


    Ja, da ist man ohne Facebook schnell aussen vor. Aber seh's positiv, die Verabredungen werden warscheinlich zu 95% Gelegenheiten sein, wo man als Nachfolger von unserem Herrn ohnehin nichts verloren hat...vielleicht sind auch noch 5% mehr! ;)


    Ich lese eigentlich nur Bücher, die mit der Schrift bzw. biblischer Geschicht zu tun haben, aber werde zumindest mal schauen, was "Zero von Marc Elsberg" ist.