Daviess County, Southern Indiana

  • Ich bin gerade am stöbern über Daviess County in Süd Indiana !


    Angeblich sollen dort über 700 Old Order Familien leben !


    War schon mal jemand in der Region und kann erzählen ?


    Gibt es Tipps zur Anreise, Übernachtung etc. ?


    Freue mich auf regen Gedankenaustausch !

    ... mit Pferden arbeiten .....

  • Hallo Fuhrmann, wir waren 2008 zuletzt in Daviess Co. und inzwischen hat sich sicher vieles verändert.


    Wir sind über Chicago eingeflogen. In und um Washington, IN gibt es mehrere Motels und auch Ferienhäuser. Wir haben gegenüber von Knepp's Restaurant logiert, und deren Büffet, bei dem auch viele Amische speisten, ist mir in allerbester Erinnerung geblieben, u.a. wegen des Softeises zum Selberzapfen.

  • Danke Gisela,


    Ja na Chicago hatte ich auch gedacht,
    dann müsste man nicht noch mal weiter fliegen und könnte von dort mit einem Mietwagen fahren.

    ... mit Pferden arbeiten .....

  • Hallo Fuhrmann, von Chicago aus sind es ca. 250-300 km.


    Mietwagen kann man bei den großen Anbietern gegen Aufpreis auch in einer Stadt anmieten und in einer anderen abgeben. Wenn Ihr von Pennsylvania oder Ohio kommt, durchquert Ihr schöne Natur- und Kulturlandschaften, mal mehr Wälder, mal mehr Maisfelder.


    Der riesige Zuchthengst der Familie Wagler soll damals zahm und umgänglich sein gewesen sein, doch ich habe ihn nur aus respektvoller Entfernung betrachtet.

    Edited once, last by gisela ().

  • Es sind erste Ideen, die durch unsere Köpfe geistern.
    Mal schauen wie sich das entwickelt.


    Das Fahren soll nicht das Ziel sein, evtl. suchen wir uns eine Region, beziehne dort Quartier und machen dann von dort diverse Ausflüge.
    Evtl. Indiana und einen Abstecher nach Ohio


    Quote

    Der riesige Zuchthengst der Familie Wagler soll damals zahm und umgänglich sein gewesen sein, doch ich habe ihn nur aus respektvoller Entfernung betrachtet.


    Feigling ! ;-)

    ... mit Pferden arbeiten .....

  • Von wegen Feigling, Fuhrmann, dieser Hengst könnte auch Dir mit nur einem seiner Hufe locker Deine beiden Füße gleichzeitig brechen! Es ist das größte Pferd, das ich in meinem Leben gesehen habe, und meine Großeltern hatten noch in den 1950ern einen Belgier im Stall.


    Ich finde den Süden Indianas gepflegt langweilig. Wenig Menschen, wenig Kultur, viel flache Landschaft, und das ist genau das Richtige nach 11,5 Monaten Großstadt. Es gibt völlig verschiedene amische Siedlungsgebiete in Indiana von ganz groß über mittel bis ganz klein: Old Order, New Order, Amish Mennonites, Lancaster Amish, Swiss Amish, Schwarzentruber und ihre jeweiligen Untergruppierungen, oftmals bunt gemischt. Überall, wo mehr als 10.000 amische Seelen leben, sind sie an den Umgang mit Gästen gewohnt.


    Wir waren Anfang Oktober da und konnten noch in einem der Anglerteiche schwimmen. Feriengrüße von Gisela

  • Gisela, warum sollte der Hengst das tun ?
    Pferde sind doch keine Raubtiere !


    [Blocked Image: http://www.fuhrhalterei-zauner.de/H-weide.jpg]


    Ich würde ihnen gerne ein bisschen bei der Arbeit mit den Pferden zuschauen.
    Swartzentruber sind da natürlich die Hardliner, aber welche Lösungen sie haben interessiert mich schon.
    Ich lebe ja auf dem Land, für mich wäre es ne Fortbildung !

    ... mit Pferden arbeiten .....

  • Lieber Fuhrmann,
    ich kenne mich nur in Elkhart County ein bisschen aus, aber das ist viel nördlicher.


    Ich wünsche gute Reisevorberietungen!!


    Sabine

  • Hallo Fuhrmann, bei den Amischen hört mal leider oft auch von schlimmen Unfällen mit Pferden. (Kennst Du die Geschichte von dem Jungen, der unter die Scheibenegge geriet?) Nein, Raubtiere sind es nicht, sondern Fluchttiere. Und bei der Flucht vor einer Maus hat schon der Huf eines Mini-Ponys heftige Prellungen bei mir hinterlassen.


    Konnten Dich die Horse-Progress-Days nicht locken? Was interessiert Dich denn als "Fortbildung"? Im zeitigen Frühjahr könntest Du viel Bodenbearbeitung betrachten, ansonsten dürften bis auf die Maisernte die Feldarbeiten für dieses Jahr weitgehend abgeschlossen sein. Mist wird wohl in jeder Jahreszeit ausgebracht.

  • Sabine, erzähl mal über Elkhart County !


    Gisela, bei uns laufen solche Planungen längerfristig also entweder nächstes Jahr oder übernächstes Jahr.
    Da muss ich die Ernte einplanen und und das Vieh versorgt wissen.


    Passieren kann immer mal was. Was die letzten Tage wieder mit Traktoren passiert ist, da ist es mit Pferden sicher ungefährlicher.
    Ich kenne nur die Geschichte mit dem Pferd und der Frau ( das ist aber ein Witz)


    Nähstes Jahr sind die Horse Progress Days im Süden Indianas, übernächstes im Norden Indianas. Von daher ist auch der Norden interessant.
    Und wenn würde ich das gerne kombinieren.
    Zu gucken gibt es für mich immer was.


    Habe gestern auch mal wieder Bachmann-Geiser: Die Amischen in Berne Indiana aus dem Regal geholt.


    hier ein Film ab 0:30 in New Heaven:

    ... mit Pferden arbeiten .....

  • Hallo, lieber Fuhrmann,


    wir haben Freunde in Elkhart und in LaGrange County unter den Beachy Amish Mennonites. Sie allesamt haben Old-Order Nachbarn, die mit Pferden arbeiten. Wir könnten hier ggf. Kontakte herstellen. Shipshewana wäre ein zentraler Ausgangsort für eine Exkursion in diese Gegend. Weitere Infos: http://www.shipshewana.com/


    Wir sind immer über Detroit eingeflogen und manchmal bis South Bend weitergeflogen.


    Was willst Du noch wissen?


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo Fuhrmann, gestern ist es in Ohio zu einem tödlichen Unfall mit scheuenden Pferden gekommen. Orley Miller (36) hinterlässt eine Frau und sechs Kinder. Unsere Old Order Freunde M. und S. waren gestern Abend mit ihren Kindern bei der Aufbahrung.


    Das Buch der Bachmann-Geisers habe ich auch gern gelesen. Diese Mischung aus Beobachtungen, Rezepten, Liedern und Zeichnungen ist ganz einmalig. Wir waren 2008 zuletzt in Berne, Indiana, und da hatte sich nicht nur gegenüber 1988 viel verändert, sondern auch gegenüber 2001. Einige Leute hatten ihre Gemeinde gewechselt. Gruß von G.

  • Hallo Gisela,


    eine Frage: Hast du eine Ahnung, wie es mit der Familie weitergeht? Wie werden sie aufgefangen? Wie gehen die Amischen allgemein mit Todesfällen (insbesondere bei so jungen Menschen) um? Springt die Gemeinde ein / die Familie? Oder wird eher eine Wiederverheiratung angestrebt?
    Versteh mich nicht falsch, ich finde Unfälle mit Todesfolge immer tragisch, allerdings denke ich, daß jeder amisch getaufte für seine Ewigkeit vorgesorgt hat und dieses Thema auch nicht erörtert werden muss - allerdings interessieren mich die sozialen Netze - ob und wie die greifen.
    Schon im Voraus Danke für deine Antwort, da ich nicht täglich vorbei schaue.
    LG
    Christa

  • Mich interessieren die Ursachen von Unfällen mit Pferdegespannen,da ich selber mit Fremden Pferden einige Unfälle hatte,aber mit meinen eigenen Pferden in 40 Jahren nur in verflixte Situationen geraten bin ohne das etwas passiert ist .Klopf auf Holz.Es liegt wohl daran dass meine Pferde auf Gehorsam trainiert sind und viel Vertrauen in mich haben, auch in Ausnahmesituationen wie angewurzelt stehen bleiben.
    Die Amish verwenden für ihre Buggys ausgediente Rennpferde was nicht Ungefährlich ist wenn in Paniksituationen der Turbo eingeschaltet wird.Es passieren jährlich sehr viele Unfälle mit Todesfolge durch Auffahrunfälle wo gleich mehrer Kutschen aufeinander geschoben werden.Z.B.:im Stadtverkehr.Oder eine ganze Familie mit Kutsche und Pferd in den Strassengraben regelrecht geschossen werden.Tragisch aber Wahr.
    Immer wieder sehen Freunde, die zum ersten mal mit der Kutsche mitfahren ,wie Verrückt und Rücksichtslos sich manche Motorrad/Autofahrer einen Pferdegespann gegenüber benehmen .Jetzt sind die Landwirte mit ihren Monstertraktoren mit Frontlader die grosse Gefahr wenn sie mit 40 Sachen auf uns zu kommen.Wie soll man da ein junges Pferd Verkehrssicher machen ?


    Gruss von Spyder.

    Edited once, last by Spyder ().

  • - Ja, Spyder, die Belgier der Rolling Ridge Ranch waren nicht die eigenen von Orley Miller. Aber ebenso wie US-Bürger ihr Auto mühelos verleihen, wenn sie es gerade nicht benötigen, so leihen sich auch Old Order Leute ihre Pferde gegenseitig aus. Wir waren in Ontatio einmal dabei, wie jemand seinen fast 40 km entfernt wohnenden Onkel besuchen wollte, auf halber Strecke sein müdes Pferd gegen den ausgeruhten Traber eines Bekannten tauschte und auf dem Rückweg wieder ablieferte.


    - Hallo Echausch, auch mich interessiert, wie es mit der Familie Miller weiter geht. Bislang weiß ich noch keine Einzelheiten, doch staatliche Wohfahrtsleistungen werden sie nicht in Anspruch nehmen.


    Da amische Mütter nicht außerhalb des Hauses arbeiten möchten und dürfen, wird Orleys Witwe den Lebensunterhalt für sich und die Kinder nicht bestreiten können. Der Ernährer ist kaum zu ersetzten. Doch wovon soll sie die laufenden Kosten für die Hypothek, die Lebensmittel oder das Heizmaterial für den langen Winter in Ohio bezahlen?


    Ihre Eltern bzw. Schwiegereltern werden ihr angeboten haben, zu ihnen zu ziehen. Außerdem hat sie Geschwister, Schwager, Schwägerinnen, Tanten, Onkel und Nachbarn, die sie kennen. Bei Arztrechnungen z.B. kann sie sich an den Armendiener ihrer Gemeinde wenden, ggf. auch den Verkauf des Hauses mit ihm besprechen. Falls ein passender Witwer in der Nähe lebt und die Chemie stimmt, dann kann sie bald wieder heiraten. Nur wenn nichts davon möglich ist, müsste sie die Kinder in amischen Pflegefamilien unterbringen und selbst arbeiten gehen, wie ich es aus einem anderen Fall kenne. Gruß von G.

    Edited 2 times, last by gisela ().