Chocolate Chip Zucchini Bread (die amische Köchin)

  • Jetzt, wo das Schuljahr vorbei ist, habe ich endlich wieder die Zeit gefunden, Lovinas Kolumne zu übersetzen. Ich hoffe, ihre könnt mir die lange Pause verzeihen...


    Lovina Eicher schreibt: Es ist ein heißer und schwüler Samstagabend. Das Quecksilber in unserem Thermometer hat die 90°F Marke überschritten. Es ist zu warm zum Kochen, deshalb wird mein Mann Joe den Grill anwerfen für ein Abendessen mit Chicken Wings und Hotdogs. Danach werden die Kinder Marshmallows machen. Die Schultüren sind seit letztem Mittwoch geschlossen und das werden sie bis zum nächsten Jahr auch bleiben. Meine Tochter Lovina hat den letzten Tag verpasst. Sie war sehr enttäuscht, denn an diesem Tag gibt es immer ein Picknick. In der Nacht davor hatte sie schlimme Schmerzen in ihrer rechten Seite. Sie kam an unser Bett und musste sich ein paar Mal übergeben. Am nächsten Morgen habe ich den Doktor angerufen. Nachdem er sie untersucht hatte, wurden wir zu einer Blinddarmuntersuchung ins Krankenhaus geschickt. Der Test kam positiv zurück und wir machten noch für denselben Abend einen Operationstermin aus. Joe ist zu Lovina und mir ins Krankenhaus gekommen, während die älteren Mädchen auf die Kinder aufgepasst haben. Um 10.30 Uhr begann die OP und um Mitternacht war sie fertig. Es war zwei Uhr, bis sie auf ihre Zimmer gebracht wurde. Wir sind dankbar, dass alles gut verlaufen ist und es ihr zuhause erwartungsgemäß gut geht.
    Heute waren Joe, Verena, 14, und Loretta, 11, beim jährlichen „Behinderten Treffen“. Es war unser erstes Mal dort. Eine Menge Amische aus verschiedenen Gemeinden in Michigan, Indiana, Illinois, Ohio, Pennsylvania und Iowa waren dort. Wahrscheinlich waren es noch mehr Staaten, die ich nicht mitbgekriegt habe. Jedem wurde ein sehr gutes Mahl aus Steak, Kartoffelpüree, Gravy, Bohnen, Salaten, selbstgebackenem Brot, Obst und verschiedenen Pies serviert.
    Ich sollte erklären, warum wir dort waren. Letzten Herbst wurde bei Verena und Loretta Muskeldystrophie diagnostiziert. Neulich fanden wir heraus, dass es sich um eine bestimmte Form von Muskeldystrophie, genannt Gliedergürtel-Muskeldystrophie, Typ 2A, handelt. Es ist eine Erbkrankheit und bis auf Physiotherapie und Stärkung des Immunsystems kann man nicht viel machen. Es war schwierig für die Mädchen und alle anderen die Diagnose zu akzeptieren.
    Möge Gott uns Trost und Ansporn für die Mädchen sein. Ersten letzten Monat erfuhren wir von der Diagnose. Wir brauchten ein wenig Zeit, um damit privat und in der Familie klarzukommen, bevor ich es mit meinen Lesern teile. Die Ärzte glauben, dass Verenas Gehirnerschütterung letztes Jahr durch einen Fahrradunfall verursacht wurde, der wiederum von ihren schwächer werdenden Muskeln kam. Dann brach sie sich den rechten Fuß, weshalb sie operiert wurde, weswegen die Ärzte langsam eine Muskeldystrophie vermuteten.
    Photo: Eine der Beinschienen, die Loretta trägt.
     [Blocked Image: http://www.oasisnewsfeatures.com/wp-content/uploads/2012/06/legbrace.jpg]
    Außerdem fiel mir auf, dass Loretta immer öfter fiel und so dachte ich zuerst, dass sie bloß ungeschickt ware, aber eine Biopsie bestätigte unsere Ängste (Anmerkung des Editors: Gliedergürtel 2A ist eine erbliche Form der Muskeldystrophie. Das Ausbruchsalter variiert, aber die Krankheit befördert ihre Opfer von voller Beweglichkeit in einen Rollstuhl, bis sie 30 sind, manchmal sogar früher).
    Wir wissen, dass Gott keine Fehler macht und manchmal verstehen wir nicht alles. Lasst uns trotzdem unser Vertrauen in Ihn behalten. Es fällt mir immer noch schwer, die Diagnose zu akzeptieren. Ich bete zu Gott, dass Er mir die Kraft und Geduld, die ich für die nächsten Jahre brauchen warden, gibt. Loretta scheint sich schneller zu verschlimmern als Verene. Seit sechs Monaten bringe ich sie zweimal in der Woche zur Therapie, aber ihr Zustand verschlechtert sich weiter. Treppensteigen scheint für sie am schwierigsten zu sein. Im letzten Herbst wurde Verena operiert, um ihre Achillessehne zu verlängern. Nach monatelanger Therapie scheint sie in Remission zu sein, aber sie trägt immer noch eine Knöchelschiene. Ansonsten scheint es ihr gut zu gehen. Wir haben es bei Loretta mit Schienen versucht, aber bei ihr scheinen sie nicht wirklich zu helfen. Nach dem heutigen Tag denke ich, dass sie dankbar sind, nachdem sie all die schlimmeren Behinderungen, die es gibt, gesehen haben. Möge Gott sie segnen und ihnen helfen, die Veränderungen in ihrem Leben, die die Diagnose mit sich bringt, zu akzeptieren.
    Um alles so normal wie möglich zu halten, beende ich die Kolumne wie immer mit einem Rezept. Mit der Zucchini Zeit vor der Tür solltet ihr dieses Rezept mal ausprobieren!


    ZUCCHINI CHOCOLATE CHIP BROT
    2 Tassen Zucker
    1 Tasse Öl
    2 Tassen geriebene Zucchini
    2 EL Zimt
    6 oz. Chocolate Chips
    3 Eier
    1 TL Vanille
    3 Tassen Mehl
    1 EL Backpulver
    1 TL Natron
    1 /2 Tasse Walnüsse (optional)
    Zucker, Eier und Öl mischen. Add vanilla and zucchini and mix. Mehl, Zimt, Natron und Backpulver vermischen und unterrühren. Chocolate Chips und Walnüsse reinkneten. In zwei gefettete Kastenformen geben. Bei 350°F eine Stunde lang backen.

  • Da hast Du Dir eine Menge Arbeit gemacht, vielen Dank für die gelungene Übersetzung :) Das Rezept müsste man definitiv mal ausprobieren, klingt jedenfalls sehr interessant.

  • Mein Schuljahr ist leider noch nicht vorbei, aber schön, dass du jetzt wieder zeit zum übersetzen hast.
    90°F sind übrigens für alle die keine Vorstellung haben ca. 32°C. Es ist also wirklich ziemlich heiß.