Leben wie im Schlaraffenland ??????

  • Grüß Gott!


    Als Ältester von fünf Geschwistern wurde ich kurz nach Ende des 2. Weltkrieges geboren und bin wie so viele andere Kinder auch ziemlich arm aufgewachsen, wobei ich erwähnen muß, daß wir nicht Hunger leiden mußten.
    Das sehr entlegene kleine Haus hatte bis 1980 keinen Strom. Die Wäsche für die große Familie wurde im Waschtrog mit der Waschrumpel gewaschen und im vorbeifließenden klaren Bach geschwemmt. Unser Spielzeug waren selbstgebastelte Wasserräder, die wir im Bach laufen ließen. In den Sommerferien waren wir bei einem nachbarschaftlichen Bauernhof, um, wie Vater meinte, die Arbeit zu erlernen.
    Ich habe das Elternhaus im 24. Lebensjahr verlassen und habe "mein Glück" gemacht, zumal ich seit 35 Jahren glücklich verheirtatet bin. Auch sind wir schon stolze Großeltern.
    Wir haben es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht, wobei wir unsere Wurzeln keinefalls vergessen haben. Wir sind im Glauben erzogen worden und bekennen uns heute noch dazu. Auch dürfte es wohl der Glaube, gepaart mit Armut gewesen sein, der uns zu Menschen mit ausgeprägten Charaktereigenschaften machte.


    Am Pfingstsonntag waren wir zu einem sogenannten "BRUNCH" geladen.
    Dort ging es wahrlich zu wie im Schlaraffenland, zumal man sich nehmen konnte, was das Herz (Gaumen) begehrte. Wenngleich wir uns über die Einladung riesig gefreut hatten, so hielt sich die Begeisterung tags darauf in Grenzen, als wir erfahren haben, daß pro Person € 40,- berappt wurden.
    Um € 12,00 hätte es im selben Ort ein 3-gängiges Pfingstmenü gegeben, bei welchem wir sicherlich auch "satt" geworden wären. Der Differenzbetrag von € 25,00 hätte vielen hungernden Menschen in der Sahelzone ein Leben für Monate garantiert.
    Wenn man im Glauben erzogen worde, einen einwandfreien Charakter hat und zu keiner Zeit seine Wurzeln vergessen hat, so muß man wohl ein derartiges Schlaraffenland entschieden ablehnen.
    Unser größtes Glück ist das Familienglück.
    Gott erhalte uns unsere Gesundheit!


    LG: Glaubender

    "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!"

  • Danke, lieber Glaubender, für Deinen Bericht von Eurem Pfingst-Brunch! Hoffentlich kannst Du mit Deinen Enkeln recht viele Sommer in einem Haus mit Bachgrundstück verbringen. Dort verzichten sie gern für ein paar Stunden auf ihre Unterhaltungselektronik.


    Auf dem Katholikentag in Mannheim schilderte Auma Obama (die kenianischen Schwester des US-Präsidenten und CARE-Mitarbeiterin) die Auswirkungen von Biosprit auf die Landwirtschaft in Kenia. Die Flächen, auf denen - regenerierbares - Palmöl erzeugt wird, stehen dort für die Ernährung nicht mehr zur Verfügung. Und Tiefkühl-Geflügelfleisch aus der EU bekommt sie in den Supermärkten Nairobis billiger als heimische Hühnchen. Bewahrung der Schöpfung und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung sind die großen Aufgaben für die junge Generation. Grüße von Gisela

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  • p.s.: In vielen amischen Siedlungsgebieten gibt es tolle All-You-Can-Eat Büffets, die es mit manchem Brunch mühelos aufnehmen. In Indiana z.B. konnten die amischen Gäste und wir unsere Teller füllen mit:


    - Suppen: klare Rinderbrühe mit Nudeln, Gemüsecremesuppe, Chily con Carne
    - Vorspeisen: Nudelauflauf, Kartoffelauflauf, Buchweizenpfannkuchen, Belgische Waffeln, Bacon, Bratwürstchen, Wiener Würstchen, Baked Beans
    - Eierspeisen: Rührei, Spiegelei, Omlett, gekochte Eier, verlorene Eier
    - Fleisch: Krustenbraten, Roastbeef, Hackbraten, Hacksteaks, Hühnchenbrust, -schenkel und -frikasse, Putenbraten, panierte Schnitzel
    - Fisch: paniertes Fischfilet, gebratener Lachs, marinierter Lachs, panierte Tintenfischringe
    - Salate: Kopfsalat, Pflücksalat, Krautsalat, Farmersalat, Möhren, gemischter Salat, Mais, Gurken, Radieschen, Zwiebeln, Tomaten, Oliven
    - Dressing: Italienisches Dressing, Französisches Dressing, Thousand Island, Käsedressing
    - Gemüse: Spargel, Blumenkohl, Brokkoli, Grüne Bohnen, Erbsen, Möhren, Auberginen, Ocra, Rosenkohl, Leipziger Allerlei, Gemüsepaprika, Rote Beete
    - Saucen: Holländische Sauce, Rahmsauce (gravy), Tapiokapudding, Gelees
    - Beilagen: Kartoffelbrei, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kroketten, Pommes Frites, Wedges, Mais, Weiße Bohnen, Schwarze Bohnen, Rote Bohnen, Reis, Nudeln, gebratener Maisbrei (scrapple), Polenta, Sauerkraut, fritierte Zwiebelringe
    - Brote: Biscuits, Stangenbrot, verschiedener Toast, Brötchen (rolls), Bagels, Grahambrot, Cracker, Knäckebrot
    - Brotaufstrich: Butter, Margarine, Konfitüren, Marmeladen, Honig, Ahornsirup, Erdnussbutter, Frischkäse, Kräuterquark
    - Kompott und Pickles: Apfelmus, Birnenhälften, Kürbis süß-sauer, Fruchtsalat, eingelegte Gurken, eingelegte Tomaten, eingelegte Paprika, Perlzwiebeln, Maiskölbchen
    - Nachtisch: Angel Food Cake, Shoofly Pie, Apfel Pie, Pecan Pie, Zitronen Pie, Brownies, Zimtschnecken, Mürbe-Kekse, Schokomuffins, Kirschmuffins, Nussmuffins, Whoopie Pies, verschiedene Donuts, Schlagsahne
    - Obst: Äpfel, Orangen, Melonen, Grapefruit, Erdbeeren, Weintrauben, Pfirsiche, Bananen, Lichies, Ananas, Kiwis
    - Eis: Softeis mit Schokoladen-, Erdbeer- oder Karamellsauce, Schokostreusel, Mandelgebäck, Nuss-Krokant
    - Käse: Cheddar, Edel-Schimmelkäse, Schafskäse, Hüttenkäse, Frischkäse mit Ananas oder Walnuss
    - kalte Getränke: Eiswasser mit Zitrone, Eiswasser mit Pfefferminz, Orangensaft, Apfelsaft, kalte Milch, Root Beer, diverse Tonic- und Soda-Getränke in Flaschen
    - warme Getränke: Filterkaffee, Espresso, Cappucino, Latte, schwarzer Tee, grüner Tee, Kräutertees, Kakao, heiße Milch


    Ist das nicht ein kleiner Vorgeschmack auf's Paradies? fragt Gisela

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