Sehr guter Bericht über die Amish in Bibel TV

  • Hallo wer hats auch gesehen, gestern Abend. Leider hab ich nur 45 Minuten gesehen. Aber sehr gut gemacht. Hab wohl im richtigen Moment rumgezappt, auf einmal waren sie da.

  • Liebe Barbara,


    ob es eine Wiederholung bei Bibel-TV gibt, weiß ich nicht. Doch Du kannst Alexandre Frontys Dokumentation (Frankreich, 2005), die vor ein paar Jahren von Arte ausgestrahlt wurde, in der Originalversion für 2,99 Euro ansehen.


    Grüße von Gisela

    Edited once, last by gisela ().

  • Liebe Gisela,liebe Barbara!
    Das gibt es gratis bei Amish TV, viele Dokus und Wissenswertes!Da ich Muskelkraft der Pferde als ökologischer Umweltfreund bevorzuge ,bewundere ich jene Amish die auf ihren Feldern keinen Treibstoff benötigen (ausgenommen mähen u.Heupressen).
    Grüsse von Josef.

  • Kein Treibstoff für die Feldarbeit, lieber Josef?


    Seit Jahrzehnten wird so gut wie jede Landmaschine von einem "power unit", d.h. einem Dieselmotor auf Achsen, angetrieben. Die PS-Zahl kannst Du besser schätzen als ich. Die Muskelkraft der Pferde oder Maultiere zieht dann das Ganze. Grüße von Gisela

    Edited 4 times, last by gisela ().

  • Aber ein Pflug,Egge,Schrollenwalze,Scheibenpflug,Sähmaschine ,Bindemäher,und so manche Geräte mehr ,kommen ohne Motor zum Einsatz .Oder hab ich mir zu alte Filme angesehn?
    Ist es wirklich der zukünftige Weg mit modernsten motorbetriebenen Maschinen ,teuren Reparaturen,immer billigere Lebensmittel zu produzieren?
    Wenn man 40 Jahre zurückdenkt war z.B.Fleisch teurer als heute.Ein Schlachtbares Schwein brachte damals ca 220,-Euro,heute 150,-.Das Chaos ist:wir müssen immer mehr für teueren Aufwand billiger produzieren und früher konnte man sich die teueren Lebensmittel leisten bei 15 fachen niedrigeren Einkommen.
    Vor kurzem war ein Bericht im Pferdekutscherforum über 11.000.000 tonnen Lebensmittel wandern jährlich in Deutschland in den Müll, in Zeiten wo alle 5 Sekunden ein Kind an Hunger stirbt.
    Damals hatten wir vor unseren Nahrungsmitteln noch Achtung weil es noch Sünde war verschwenderisch zu sein.
    Grüsse von Josef.

    Edited once, last by Spyder: Korrektur von 40 auf 11 ().

  • Lieber Josef, wird es nicht langsam Zeit, dass Du die aktuelle Old Order Landtechnik in Aktion erleben kannst? Schweinemast spielt dabei keine Rolle mehr, aus dem von Dir genannten Grund. Museums- oder Hobbylandwirtschaft wirst Du nicht finden, sondern den gesamten konventionellen Maschinenpark und -einsatz.


    Da schon lange keine bodenbetriebenen Geräte mehr produziert werden, wären die amischen Bauern ohne Zapfwelle und Hydraulik aufgeschmissen. Eggen und Walzen kommen wohl noch ohne Motor-Antrieb aus, aber Sämaschinen, Wendepflüge, Pressen, Häcksler, Unkrautspritzen, Düngerstreuer, Ladewagen, Mähwerke oder Güllefässer, Ballenwickler habe ich noch nie ohne power unit gesehen. Grüße von Gisela

    Edited 11 times, last by gisela ().

  • Vor vierzig Jahren hat ein Maurer über den Sommer ein Einfamilienhaus , nach Feierabend und am Wochenende, hochgemauert. Als Arbeitslohn wurde ab und zu auch mal ein schweres Hausschlachtungsschwein vereinbart.


    Wenn du heute an einem Samstag einen Maurer beschäftigst. Der verlangt für 8 Stunden Schwarzarbeit den Gegenwert eines ganzen Schweines.


    Hühnerjerg

  • Liebe Gisela !
    Danke für den Hinweis.Meinst du nicht auch dass man den Einsatz von rationellen Lebensmittelproduktionsmaschinen um einiges sparen könnte um 11.000.000 tonnen Überschuss zu vermeiden?
    Meinen Pferden schmeckt das Heu viel besser wenn sie es mit bodenbetriebenen Antiken Museumsmaschinen selber erzeugen dürfen und die zukünftigen Mahlzeiten schon bei der Arbeit beschnuppern dürfen.
    Jesus teilte 5 Brote und 2 Fische für 5000 die satt wurden und 12 Körbe übrig blieben.Warum bekommen den Überschuss von 11.000.000 tonnen nicht die hungernden dieser Welt?
    Grüsse vom zweifelnden Josef an der christlichen modernen Welt.

  • Die 12 Körbe mit Überschuss (Mk 6,43), lieber Josef, können m.E. leicht als Argument für die Überproduktion von Lebensmitteln fungieren.


    Die von Hühnerjerg empfohlene Dokumentation von A. Fronty scheint schon vor Jahren eine verbreitete Vorstellung hinsichtlich der Abgeschiedenheit von amischen Siedlungen verstärkt zu haben: "In unserer Wahrnehmung des Films gingen wir davon aus, dass die Amish People in einem abgegrenzten Raum fern der Zivilisation leben. Doch weit gefehlt. Durch das Gebiet führen Highways und Schnellstrassen, an denen Einkaufszentren in allen Größenordnungen gebaut wurden." Bei Treibstoffen, landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen oder Stundenlöhnen für Handwerker können sie sich jedenfalls nicht von den marktüblichen Bedingungen abkoppeln. Grüße von Gisela

  • Interessant fand ich, dass einer der Experten von den Brethren stammte. Leider wurde sonst nicht weiter auf die Schwarzenau Brethren und ihre Relationen zu den Amischen eingegangen. Ich fand es sonst ganz gut, dass zumindest zum Teil auf einige der unterschiedlichen amischen/mennonitischen Richtungen eingegangen wurde.


    Vielleicht schau ich mir auch nochmal die Wiederholung am 27.05.2012 an.


    viele Grüße

  • Danke, lieber Kjell, für Deinen Hinweis!


    Morgen, am Pfingstsonntag um 21:00 Uhr wird diese Dokumentation wiederholt.


    Frohe Pfingsten wünscht Euch: Gisela

    Edited once, last by gisela ().


  • Hallo!
    Leider habe ich diese Sendung verpaßt.
    ;(
    Weiß jemand, wann es abermals eine Wiederholung geben könnte???
    D a n k e


    Gruß, Glaubender

    "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!"

  • Danke, liebe Carry und liebe Sabine, für Euer freundliches Feedback!


    Hättet Ihr nicht Lust, eine Zusammenfassung der Doku für Glaubender und andere, die sie nicht sehen konnten, zu schreiben (was war neu, was war anders als gedacht, was fehlte)?


    Grüße von Gisela

  • Dank dem Hinweis, wann die Sendung wiederholt wurde, konnt ich sie ach sehen. Es war tatsächlich eine sehr gute Dokumentationssendung. Ausgeglichen und mit vielen guten Bildern, ohne die Amischen zu belästigen. Sehr spannend fand ich, als ein älterer Herr Pennsylvania Dutch sprach. So konnte ich testen, dass ich alles verstand. Positiv fand ich, dass einige Problempunkte auch zur Sprache kamen, u.a. erzählte ein Arzt offen über die Probleme mit Erbkrankheiten. Aber nicht im lächerlichen Sinn sondern sehr sachlich - und auch nicht zu lang. Die Touristen und das Business damit fanden selbstverständlich auch Einzug. Aber man konnte tatsächlich auch viel über das einfache Leben erfahren, ohne Sensationshunger der Filmemacher. Den Anfang fand ich auch gut, als sie ganz kurz auf das Geschichtliche eingingen, aber damit nicht zu lange machten. Am Besten haben wir übrigens die tollen Voratsräume mit den vielen Einmachgläsern gefallen! So stelle ich es mir bei uns daheim eben auch vor, bin aber meist nicht ganz so fleissig. Als Quilterin habe ich natürlich ein Auge auf alle in der Sendung vorkommenden Quilts in jedem Eckchen geschaut (mein Bear-Paw wird in den nächsten Tagen fertig). Die Sendung war wirklich gut gemacht. Kein Thema, auf dem herumgehackt wurde, gut recherchiert, keine Flops, wenig Vorurteile - oder diese zumindest revidiert (bis auf eine Sequenz, die nicht korrigeirt wurde: die interviewten Englishen Jugendlichen meinten, die amisch seien reich, weil sie keine Sterun zahlen müssen). Mir hat die Doku wirklich gut gefallen, ist empfehelnswert.