Four Ladies sin am acapella Singa

  • Hey Fasel,


    weißt du in was für einem Umfeld die das singen?


    Ich mein es wird geklatscht und fotografiert...

  • ich hab damit kein problem.
    Ich wollt nur wissen, wo die das singen. in was für einem zusammenhang. wer die zuhörer sind...

  • Genau kann ich zwar nicht sagen, wo das ist, aber in Lancaster County gibt es z.B. Touristen-Abspeisen, wo man hin und wieder solche Vorführungen geboten bekommt. Nach den Häubchen zu urteilen, würde ich sagen, dass Video stammt eher aus dem Mittleren Westen, aber dort wird es diese Touri-Restaurants sicher auch geben.

  • Liebe Keturah und liebe Clara, Tourismus ermöglicht Transzendenz, deshalb sind Pilgerwege und Klosterwochen so beliebt! Und danke, lieber Fasel, für dem Link!!


    Pro Jahr reisen 19 Millionen Amish-Touristen zu den derzeit 250.000 Amischen: Jede/r Amische vom Säugling bis zum Greis erfreut sich also der Aufmerksamkeit von durchschnittlich 76 Besuchern. Die wollen gut essen, angenehm unterhalten werden und ein authentisches Souvernir mitnehmen; in dieser Saison dürften noch ein paar Tausend mehr aus Europa hinzu kommen, die die Channel-4-Serien gesehen haben. - Und das alles meistern die Old-Order-Leute neben ihren Pflichten in Gemeinde, Familie und Beruf.


    In Siedlungsgebieten ab 10.000 Seelen entsteht eine touristische Infrastruktur, um die vielen Bustouristen zu versorgen, die während ihres kurzen Aufenthalts womöglich in Wohnhäuser marschieren, Ställe als Streichelzoos nutzen oder Gemüsegärten als Selbsternte-Angebote missverstehen würden. Solche Family-Style-Dinner wie in dem Video sind tolle Einrichtungen. Man isst an langen Tafeln, die Schüsseln werden weiter gereicht und nach dem Essen singen die Servierinnen für die und mit den Gästen mennonitische Lieder. Immer mehr Amische führen kleinere Einkehrstätten in Eigenregie, und man bekommt sogar auf einer organisierten Gruppenreise echte Einblicke in die kulinarische und musikalische Kultur. Ein Amish-Tourist, der das nicht erlebt, verpasst was, findet Gisela

    Edited 4 times, last by gisela ().

  • Liebe Gisela,
    danke für die umfangreiche Antwort. Jetzt bin ich wieder ein bisschen schlauer.


    :) Keturah

  • Schon vor einem Vierteljahrhundert wurden an amischen Schulen die Vorteile des Tourismus, sogar in einer Gegend, die damals noch gänzlich untouristisch war, klar gesehen. Hier ein aufschlussreicher Sprechchor aus einem Klassenzimmer:


    Lehrer: Switzerland is a country of what?
    Schülerchor: Of many mountains!
    Lehrer: That's a what?
    Schülerchor: A disadvantage for the farmer.
    Lehrer: With what did the Swiss turn this disadvantage into an advantage?
    Schülerchor: With tourists!


    zitiert nach: Brigitte und Eugen Bachmann-Geiser: Amische, Bern 1988, S. 201