Beef Chunk Casserole

  • Die Amische Köchin


    von Lovina Eicher


    Es ist 7 Uhr früh und unsere sechs jüngeren Kinder sind schon in der Schule. Ich dachte, ich schaffe es diese Kolumne diesen Morgen fertig zu schreiben. Ich habe eine Erkältung, die mich heut Nacht wach gehalten hat. Deswegen bin ich ziemlich müde und es hilft nichts, wenn ich an die vor mir liegende stressige Woche denke.


    Freitag Abend schlachteten wir eine 1280 Pfund (580 kg) schwere Kuh. Wir sind froh, dass es kalt geblieben ist. Das Thermometer zeigte 20°F (-7°C). Bei den milden Temperaturen im Winter kann es schwierig sein Vieh zu schlachten. Die Mädchen und ich planen, das Fleisch morgen zu verarbeiten. Joe und die Kinder werden helfen, wenn sie nach hause kommen. Ich mag es Fleisch zu schneiden, obwohl es viel Arbeit ist.


    Heute Morgen haben wir Wäsche gewaschen, weil Elizabeth heute Nachmittag arbeiten gehen wird. Während Elizabeth arbeitet, planen Susan und ich die Tische für das Fleisch vorzubereiten. Wir wollen alles fertig haben, damit wir morgen die große Aufgabe in Angriff nehmen können. Hoffentlich fühle ich mich bis dahin besser. Ich werde ein bisschen einmachen, aber nicht so viel wie normalerweise. Es ist so viel einfacher, alles einzufrieren. Ich mag eingemachte Rinderstücke für Suppen und eingemachtes Hackfleisch für Kasserollen. Die Sonne scheint schon hell, aber nächste Woche wird es durch die Zeitumstellung eine Stunde später sein. Ich freue mich immer zu sehen, wenn die Sonne rauskommt, aber jetzt wo wir die Solarmodule haben, um den Gefrierschrank zu betreiben, freue ich mich noch mehr.
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    Wir wollen sehen, wievielt Platz wir noch im Gefrierschrank haben, nachdem das Fleisch fertig ist. Wenn wir noch ausreichend Platz haben, werden wir vielleicht ein oder zwei Schweine schlachten, wenn das Wetter kalt genug bleibt. Ich hab immernoch ein paar Tüten mit Wurst vom letzten Jahr im Gefrierschrank. Ich verbrauche die Wurst meistens, wenn ich Chilli-Suppe oder Bratensoße mache. Ich benutze sie auch manchmal für Kasserollen oder Pizza. Eine Person kann nicht dankbar genug dafür sein, wenn genug Fleisch für ein weiteres Jahr im Haus ist. Und ehe wir uns versehen wird die Gartenzeit wieder anbrechen. Der Garten hilft uns auch, die Gläser mit Lebensmitteln zu füllen. Gott ist gut zu uns gewesen. Lasst uns nicht vergessen, uns Zeit zu nehmen um IHM für die Segnungen zu danken!


    Unsere Gedanken und Gebete wenden sich den Familien zu, die letzte Woche von den Tornados getroffen wurden. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen beim Wiederaufbau. Obwohl wir nicht im Tornadogebiet leben, ist einer von den großen roten Eichenbäumen in unserem Hof bei einem Sturm entwurzelt worden. Wir sind sehr dankbar, dass die Kinder zu der Zeit nicht zu hause waren, weil sie draußen gespielt haben hätten können. Gestern Abend war es schön sonnig mit Temperaturen über 60°F (15°C).


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    Gestern hatten wir einen netten Überraschungsbesuch von Joes Onkel Solomon aus Ohio. Der Sohn von Joes Cousin war auch mit dabei. Die Mädchen und ich haben gerade Frühstück gemacht, also haben wir gemeinsam gefrühstückt.. Auf der Speisekarte standen Eier, Bratkartoffeln, Schinken, Schweizer und Colby Käse (Cheddar), gebratenes Gehirn, das ich von der Kuh hab, die wir geschlachtet haben. Onkel Solomon half Joe es zu essen. Ich dippe es in Eier, rolle es in Mehl und brate es dann. Wenn man es rausnimmt sehen sie aus wie Hühnerbrüstchen. Du könntest damit jemanden hereinlegen, sosehr sieht es nach Huhn aus. Ich habe es noch nie probiert und ich denke, ich werde es niemals tun, aber Joe mag es. Ich hab Joe gesagt, dass ich froh bin, dass es für ein weiteres Jahr vorbei ist. Drei Jungs haben das Gehirn gekostet und gesagt, es würde gut schmecken, aber keiner hat nach einer zweiten Portion gefragt. Das Highlight des Schlachtens für unsere Familie ist es mal wieder "rare beef" zu haben. Das ist Steak, das in sehr dünne Scheiben geschnitten und nur wenige Sekunden auf jeder Seite gebraten wird. Großvater Graber hat viel Pfeffer dran gemacht. Auch Mama hat ihres stark gepfeffert. Joe und ich mögen unseres sehr pfeffrig, aber die Kinder mögen nur wenig. Deshalb brate ich immer ein Steak mit viel Pfeffer und eins mit weniger für die Kinder.
    Letzte Woche wohnten Jacob, Emma Joe und ich der Beerdigung einend Cousins zweiten Grades in einer benachbarten Gemeinde bei. Er war ein Diener dieser Gemeinde und 69 Jahre alt. Unser Mitgefühl geht an die Familie.
    Weil es Schlachtzeit ist, dachte ich ich könnte ein gutes Kasserollenrezept mit euch teilen.
    BEEF%20CHUNK%20CASSEROLE
    1 pound canned beef chunks (500g Rinderstücken aus der Dose)
    3 Eier
    2 cups Milch
    1 cup geschnittene Zwiebeln
    2 Esslöffel Butter
    6 Scheiben Brot (gewürfelt)
    1 /2 Teelöffel Salz
    1 quart corn (ca. 1 Liter Mais)
    1 cup geriebener Käse
    Gib das gekochte Fleisch in eine Auflaufform. Verrühre Eier, Milch und Salz und füge Brotstückchen, Mais und Zwiebeln hinzu. Bedecke admit ads Fleisch. Schmelze die Butter und gib sie darüber. Backe es bei 180°C 30 Minuten lang. Nimm die Kasserollen aus dem Ofen und verteile den Käse darüber und back es nocheinmal bis der Käse geschmolzen ist.

  • Wie macht man denn Fleich oder Gehacktes ein? Wird das vorher gekocht, oder dabei? ?(
    Ich kenne nur gekochtes in Gläsern. Oder halt einfrieren. Hm.


    Schmeckt Gehirn wirklich nach Huhn? Ist ja in Frankreich auch etwas Besonderes. Aber...???
    Hat es von euch schon jemand probiert?


    Danke Keturah, daß du die Grad Celsius in () geschrieben hast, ist leichter ohne rechnen. :D

  • Im Englischen steht "canned". Das Wort kann sowohl "eingemacht" als auch "in Dosen" bedeuten. Ich hab auch noch nie Fleisch in Dosen oder Einmachgläsern gesehen... ?(



    Gehirn hab ich auch noch nicht gegessen und hab es auch nicht vor. Lovina schreibt aber nur, dass es aussieht wir Huhn und nicht, dass es so schmeckt. Sie hat es ja selbst auch noch nicht gegessen.
    Ich finde es übrigens bewundernswert, dass sie es, obwohl sie es selbst nicht mag und eher eklich zu finden scheint, trotzdem für ihren Mann zubereitet. Das würde mich glaub ich ganz schön Überwindung kosten...

  • Stimmt, habe mal wieder mehr gelesen, als geschrieben wurde. :rolleyes:
    Auf jedem Fall hat wohl jemandem geschmeckt, wenn auch vielleicht nicht nach Huhn.
    Mein Mann kennt das auch von früher her. Ich glaub ich würde es probieren. Aber es soll nicht gut riechen in der Zubereitung? Meine ich gehört zu haben. Aber da ich sowas nicht kaufe, wird das mit dem Probieren eh noch dauern. :D
    Was man/Frau nicht alles für den Partner macht.
    Mir fällt gerade ein, in einer -ich glaub - Hutterischen-Doku habe ich gesehen, wie sie Truthanfleisch in Dosen gemacht haben -ich glauch als so eine Art Care-Paket. Vielleicht ist es so was. Aber dafür braucht man ja auch die entsprechenden Maschinen. Also wohl doch eingemacht in Gläsern?

  • Auf der Seite , wo die Kolumne wöchentlich auf Englisch gepostet wird gibt es die Möglichkeit, Kommentare abzugeben. Dort wird auch gerade diskutiert. Ich habe mir mal erlaubt einen Beitrag zu kopieren:


    Wendy says: March 5, 2012 at 5:16 pm

    Quote

    Please don’t eat the brains!
    My father died of Crutzfeld-Jacob disease (the human form of “mad
    cow”). One of the ways it is spread is by eating the brains or nerve
    tissue (spinal material) of infected animals. It is not an easy way to
    die, and there is no cure. Animals that are butchered young will not
    have had time to develop symptoms. Sorry to be negative – but this is a very dangerous practice.

    Wenn jemand mit seinem Englisch nicht so weit kommt, kann er gerne fragen...
    Aber ich denke, das ist ziemlich eindeutig.

  • Da ist was Wahres dran. Also nix mit dem Probieren. Ist wohl auch besser so.
    Wenn ich sowas lese, ist das schon schlimm genug.

  • *hm* - Zu meinem Erstaunen ist mein Text den ich gepostet hab hier wohl nicht angekommen.


    Verschollen im ewigen Internet-Nirwana. *kopfkratz*


    Na gut - dann eben noch mal. Bin ja nicht so. :D


    Welches Brot nimmt man da am besten? Toastbrot oder Schwarzbrot?


    Und Mais? Ist damit 1 Literbecher Maiskörner gemeint? Kommt mir etwas viel vor.


    Die Rezepte sind für 4 Personen. *denk* Oder mehr?




    Quote

    Ich hab auch noch nie Fleisch in Dosen oder Einmachgläsern gesehen... ?(


    Also eingemachtes Fleich in Gläsern hab ich zwar noch nie gemacht, aber ich hab schon Rezepte darüber gelesen.


    Das gibt es durchaus. Und in Dosen gibt es doch auch in Deutschland dieses Beefcorn. (Was ich aber gar nicht mag. :) )

  • Rezepte aus dem Englischen zu übersetzen ist echt schwer...
    Nicht allein wegen der anderen Maßeinheiten
    Leider weiß ich auch nicht imme rgenau, was gemeint ist. In dem letzen Rezept, wo sie etwas mit "bread" schrieb, war eindeutig Toastbrot gemeint, aber hier bin ich mir nicht 100% sicher. Würde aber auch eher zu Toast tendieren, da die Amis es nicht so haben mit Brot, wie wir es kennen...


    Ich denke schon, dass mit 1 quart corn ein Volumen von ca. einem Liter Mais gemeint ist.


    Hier sieht man die Größe eines "quart-Gefäßes" Da könnte 1 Liter shcon hinkommen...


    Aber leider bin ich mir auch da nicht ganz sicher ?(

  • Ja - die Gafäße schauen ziemlich groß aus.


    Aber 'Quart' ...klingt ein bißchen wie nach Quartett.


    Vieleicht ist der 4.Teil vom Ganzen gemeint, also 1/4. 1/4 Liter *denk*


    Naja - ich denke das macht man eh, wie man's mag.


    Auf Toastbrot hätte ich amerikanischerweise zumindest gefühlsmäßig auch ehr getippt.


    Ich glaube es würde auch besser schmecken.


    Ja - das glaube ich gerne, dass das schwierig ist zu übersetzen. Bestimmt auch etliche Ausdrücke, die vll nicht ganz so geläufig sind.


    Von daher auch: Vielen Dank für deine Mühe, Keturah :)

  • Um genau zu sein ist entspricht eine Gallone 3,7854118 Liter
    Also ist ein quart 0,94635295 Liter
    sagen wir 946 ml


    :D

  • Hi zusammen,


    ich oute mich :D
    Bei uns gabs (als ich Kind war) Gehirn zu essen, seit BSE und dergleichen nun nicht mehr...
    Ich habs mit Mama, Oma, Tante... gegessen :) , mein Papa hat sich geweigert.
    Ich fand es lecker, allerdings darf man nicht weiter darüber nachdenken, was man da ißt :whistling:


    Gruß, nici

  • Ich hab mal in der Türkei frittiertes Gehirn gegessen. War lecker...die Konsistenz vielleicht ein bißchen gwöhnungsbedürftig, aber auf keinen Fall eklig. Ich würd's wieder essen, wenn ich denn überhaupt jemals wieder Fleisch essen würde. (Habe gestern Hühnersuppe gekocht, natürlich nur von handgestreichelten Hühnern, und dann ein Stückchen Fleisch probiert...ich mag es nicht mal mehr!)


    Eingemachtes Fleisch gibt es auch bei uns noch in Dosen zu kaufen. Bei REWE gibt es z.B. Truthahn in Dosen. Mein Schatzi isst das gern auf seinem Frühstücksbrötchen. Ist besser als Wurst (ich versuche generell seinen Fleischkonsum wegen seines Cholesterinspiegels einzudämmen), weil nicht so fett und es ist auch kein anderer Schweinskram drin, den "sie" manchmal in Wurst verarbeiten.
    Meine amische Freundin macht gern Truthahnfleisch ein. Es wird dazu Roh in Würfeln in Gläser gefüllt und mit Flüssigkeit aufgegossen. Ob das nun Brühe war oder nur Wasser mit Gewürzen weiß ich leider nicht mehr. Dann werden die Gläser genauso wie eingemachtes Gemüse in Wasser gekocht, bis es gar ist. Es war sehr lecker....man braucht es praktisch nur noch aufzuwärmen und ein bißchen verfeinern. Meine amische Gastmutter hat früher (bevor sie eine Gefriertruhe hatten) Gehacktes eingekocht. Ich frag sie im April mal wie sie das gemacht hat.

    Edited once, last by Agranzow ().

  • Supi, danke für Deine Erklärung Anne. Hätte ich mir sonst auch nicht anders vorstellen können, wie es eingemacht wird. Also, wieder was gelernt. Danke schön. :thumbsup:

  • Ja Keturah - schaut so aus,als ob ich hier noch zum Körnerzähler werde. :D


    Naja - ehrlich gesagt,werde ich's bei 1-2 normalen Konservendosen belassen.


    Aber das Rezept probiere ich mal aus. Klingt lecker.

  • Ach ja, Ente, ich wollte ja noch was zu dem Toastbrot sagen.
    Toastbrot ist eine gute Wahl. Evt. könnte man auch das typische türkische oder italienische Weißbrot in Laiben nehmen.
    Das Brot in Amerika ist ja generell eher toastbrotartig, selbst wenn es in Laiben kommt oder auch wie bei meiner Freundin, selbstgebacken wird. Alles eine weiche, schlabberige Angelegenheit.
    Dagegen ist unser Toastbrot fast schon ein Backstein ;)

  • Da fällt mir ein, dass ich in Frankreich mal Toastbrot gegessen habe, bei dem serienmäßig die Rinde abgeschnitten war. War denen wohl zu hart.


    Menschen sind komisch.

  • Ja ihr lieben,


    vielleicht wundert ihr euch, weil so lange keine Übersetzung von Lovinas Kolumne kam.


    Es tut uns sehr leid, aber Clara und cih sind zur Zeit beide sehr beschäftigt.


    Wir versprechen aber, dass wir, sobald wir wieder Zeit finden, mit dem Übersetzen weitermachen und vielleicht auch noch die verpassten Kolumnen nachliefern.


    Wer es nicht abwarten kann und des Englischen ein wenig mächtig ist, der kann ja selbst mal ein bisschen lesen .



    Vielen Dank für euer Verständnis :)


    Keturah