Banana Nut Coffeecake (die amische Köchin)

  • Lovina Eicher schreibt: Es ist kurz nach 7 Uhr und das helle Leuchten im Osten sieht nach einem sonnigen Tag aus. Zu dieser Jahreszeit ist uns die Sonne immer sehr willkommen. Der Boden ist wieder mit Schnee bedeckt und es ist kälter. Endlich fühlt es sich wie Winter an. Am Samstagmorgen zeigte unser Thermometer 6°F. An den letzten paar Tagen lagen die Temperaturen morgens bei 20°F. Der neue Ofen heizt gut und spart Kohle. Es war wirklich Zeit für einen neuen.
    Ich mache gerade Kaffee. Ich trinke nicht jeden Morgen Kaffee, aber ich habe das Gefühl, das ich ihn heute brauche. Einen Teil der Nacht war ich mit meiner Tochter Lovina, 7, wach. Sie kam in unser Schlafzimmer und sagte, dass ihr schlecht sei. Bevor ich sie ins Badezimmer bringen konnte, übergab sie sich auf den Fußboden. Ich dachte, dass sie sich warm anfühlte, also habe ich das Thermometer geholt und es zeigte 103°F an. Nachdem ich ihr ein Fiebermittel gegeben habe, schläft sie jetzt fest. Nicht mal der Lärm, den die anderen Kinder beim sich fertig machen für die Schule veranstaltet haben, konnte sie aufwecken. Wenn meine Kinder krank sind und ich mich um sie kümmere, denke ich oft an meine Mutter zurück. Sie war immer da für uns, wenn wir krank waren und oft habe ich mich gefragt: „Wird sie denn nie müde?“ Jetzt, wo ich es vom Standpunkt einer Mutter betrachte, ist es einfach normal sich um sie zu kümmern. Mitten in der Nacht mit Lovina dazusitzen und sie im Arm zu halten erinnert mich daran, wie glücklich und gesegnet wir wirklich sind. Die Ruhe und Friedlichkeit der Nacht geben einem Zeit über die letzten Jahre nachzudenken. Im Mai werden es zwölf Jahre sein seit mein geliebter Vater gestorben ist, aber an jedem 17. Februar sind meine Gedanken bei ihm, als würde er einen weiteren Geburtstag feiern und noch hier bei uns sein. Wäre er noch am Leben, würde er diesen Monat 81 werden. Am Freitag, den 17. Februar ist keine Schule und am nächsten Montag auch nicht. Die Kinder freuen sich, zwei 4-Tage-Wochen zu haben. Das sind ihre Winterferien.
    Am Mittwoch ist der 100. Schultag in diesem Schuljahr. Am Mittwoch ist der 100. Schultag in diesem Schuljahr. Lovina und Kevins Klasse veranstalten etwas kleines, z.B. bringt jeder 100 Dinge zum Zählen mit. Wahrscheinlich lasse ich sie Knöpfe mitnehmen. Kevin muss außerdem 100 Stücke von etwas Essbarem mitbringen, wie z.B. Müsli, Marshmallows, Chocolate Chips, Kekse, Brezeln usw. Man mixt dann alles zusammen und nennt es “100 Hash”, was allen gut schmeckt.
    Meine Tochter Elizabeth passt auf dreimal in der Woche auf drei Kinder auf, während ihre Mutter bei der Arbeit ist. Sie hütet 1 Jahr alte Zwillinge und einen dreijährigen Jungen. Das Babysitten gefällt ihr und als Älteste von acht ist sie es gewöhnt, auf die Jüngeren aufzupassen. Am Dienstag werden Elizabeth und Susan ein Haus in der Nähe putzen. Ich werde ihre Hilfe zuhause vermissen, aber sie möchten gerne etwas Geld verdienen.
    Letzte Woche habe ich für Benjamin und Kevin neue Hosen genäht. Eine andere für Kevin habe ich bereits zurechtgeschnitten, hoffentlich schaffe ich es sie diese Woche zu nähen. Kevin hatte einen Wachstumsschub und braucht längere Hosen. Außerdem habe ich Stoff für ein paar neue Kleider. Es kommt mir vor, als ob ich für alle in der Familie nähe und das Nähen für mich selbst dabei vergesse. Ein paar neue Kleider könnte ich gut gebrauchen. Ein anderes Projekt, das ich hoffentlich bald realisieren kann, sind neue Sonntagsjacken und Hosen für die Jungen. Das Nähen der Hosen macht mir nichts aus, aber die Jacken nähe ich nicht besonders gerne.
    Kevin hat eine unechte Schlange aus der Schule mit nach Hause gebracht und die Jungs haben Spaß daran, mich damit zu erschrecken. Heute Morgen wollte ich die Eier zurück in den Kühlschrank stellen, aber ich habe sie fast fallen lassen, als ich die Schlange zwischen den Lebensmitteln sah. Ich glaube, die Jungen hätten ziemlich gelacht, wenn ich sie wirklich fallen gelassen hätte. Wahrscheinlich sollte ich an diesen Streich mittlerweile gewöhnt sein.
    Diese Kolumne beende ich mit einem tollen Rezept für Banana Nut Coffeecake:

    BANANA NUT COFFEECAKE

    1/2 cup Öl
    1/2 cup Milch
    2 Eier
    2 Bananen
    1 cup brauner Zucker
    1 1/2 cups Mehl
    1 cup gehackte Nüsse
    1 1/2 TL Backpulver
    1 /2 TL Salz
    1/2 TL Natron
    Den Ofen auf 350°F vorheizen. Alle Zutaten in einer großen Schüssel cremig rühren. In eine Auflaufform geben und mit der folgenden Mischung bestreuen: 1 cup brauner Zucker, 1/4 TL Zimt, 1/2 cup Nüsse, 2 EL Butter, 4 EL Mehl.
    25-30 Minuten backen.

  • Den Bananen-Kuchen hab ich heute mal ausprobiert.


    Oh Mann - riecht der gut.


    Allerdings - ich muß das noch etwas austüffteln.


    Was sind den 350 F genau in Celsius?


    Ich hab's mit 180 Grad versucht und das war vielleicht auf ganz recht. Nur hab ich aus Versehen


    die Umluft angelassen und so ist er dann etwas zu schnell braun geworden und auch etwas ausgetrocknet.


    Aber trotzdem lecker.


    Eigentlich ist er für morgen, Sonntag.


    Aber ich hab' schon mal eine Ecke stibitzt.


    Dass der Belag Streusel geben sollte, hab ich erst während der Zubereitung bemerkt.


    Zum Glück noch bevor mein Zauberstab eine homogene Masse aus den Belag-Zutaten mixen konnte.


    Allerdings hab ich um einiges weniger Mehl genommen (beim Belag).


    Und Zucker - ja - den hab ich auch reduziert. Und die Nüsse waren gemahlen...


    Und Natron hab ich gar nicht.


    Haben die Amish eigentlich auch elektrische Mixer oder schlagen die das mit dem Schneebesen mit der Hand?


    Ich glaube, da hätte ich danach Muskelkater in den Pfoten - und der Teig wäre sicher auch längst nicht so gleichmäßig cremig.


    Jetzt noch artig warten bis morgen. :rolleyes:

    Edited once, last by Ente59 ().

  • Eine Umrechnungstabelle für Einheiten und Temperaturen findest du hier. Und mixen ohne Strom geht mit einem mechanischen Handmixer ganz leicht von der Hand. Manufactum hat sogar mal einen amischen im Angebot gehabt.


    Schön, dass der Kuchen schmeckt :)

  • Liebe Ente und liebe Clara, der gute alte Kurbel-Handmixer ist ein nettes Gadget für Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability).


    Viele amische Haushaltsgeräte lassen sich bestens mit Druckluft, Akku oder Gas betreiben. Die Akkus werden inzwischen gerne mit Solarpanelen aufgeladen. Grüße von Gisela

    Edited 2 times, last by gisela ().

  • Meine Güte Gisela - was du alles weißt. Ich glaube du bist ein wandelndes Amish-Lexikon.


    Was aber ganz prima ist. :thumbup:

  • Danke, liebe Ente, für das nette Kompliment.


    Schon ein einziger Kontakt, wie Ihr ihn im April erleben werdet, reicht um einen realistischen Eindruck von dieser Lebensweise zu bekommen. Keine Fernsehdokumentation, kein Buch und noch so viele Internet-Informationen können das leisten. Allerdings gelten persönliche Einblicke immer nur für bestimmte Siedlungsgebiete oder Gemeinden. Schon in der Nachbargemeinde kann alles ganz anders sein. Und alle halbe Jahre ändert sich immer etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte.


    Du wirst Dich bald ebenso über interessante Vorstellungen, die manche Leute so haben, amüsieren. Und kannst dann hier im Forum insbesondere bei Fragen nach Ohio aktuelle Infos liefern. Grüße von Gisela

  • Also, kurbelnixer hin oder her.....


    Der kuchen ost megalecker!!! Natürlich kann man den Zucker etwas reduzieren ( Hab ich auch gemacht)ich konnte Mauch vorstellen, dass das mit anderem Obst schmeckt...